Deutsche Pfandbriefe
Auf der sicheren Seite |
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16. November 2007 - Die
weltweite Krise an den Kapitalmärkten hat auch die Besitzer von
Pfandbriefen nervös gemacht. Doch zu
Seitdem so seriöse Bankadressen wie die IKB und die SachsenLB in den Strudel der amerikanischen Hypothekenkrise geraten sind, zeigen die deutschen Anleger sich auch gegenüber einer ihrer liebsten Anlageformen - dem Pfandbrief - misstrauisch. Diese Reaktion ist nur allzu verständlich, basieren die immer als besonders sicher deklarierten Papiere doch zum Teil auch auf Hypotheken. Die Ängste jedoch sind unbegründet. Denn Pfandbriefe unterliegen strengen gesetzlichen Regeln und die Emittenten den strengen Kontrollen durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Seit Juli 2005 kann jede Bank in Deutschland Pfandbriefe herausgeben, wenn sie über ein Kernkapital von mindestens 25 Millionen Euro verfügt und die im Pfandbriefgesetz vermerkten Forderungen erfüllt. Über den Verkauf der Anleihen holen sich die Kreditinstitute das Kapital, dass sie für Bauvorhaben wieder ausleihen. Als Sicherheit dienen den meisten Pfandbriefen grundpfandrechtlich gesicherte Immobiliendarlehen. Das Haus oder Grundstück muss sich in einem EWR-Land, den USA, Kanada oder der Schweiz befinden. Wobei Skeptiker wissen sollen, dass der Anteil an amerikanischen Hypotheken sehr gering ist. Der Verband Deutscher Pfandbriefbanken gibt an, dass die Darlehen für US-Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser an der gesamten Deckungsmasse für Hypothekenpfandbriefe nur 0,05 Prozent ausmachen. In der Tat bestehen große Unterschiede zwischen den heimischen Pfandbriefen und den von der Krise besonders betroffenen so genannten Mortgage Backed Securities (MBS): Strenge Auflagen für Häuslebauer Wie sich gezeigt hat, waren die amerikanischen Kredite nur wenig oder gar nicht besichert. Im Gegensatz dazu herrschen hierzulande deutlich strengere Vorgaben, deutsche Häuslebauer wissen ein Lied davon zu singen, wie schwierig es ist, den Bankberater von der gewünschten Kredithöhe zu überzeugen. Denn der Beleihungswert einer Immobilie darf 60 Prozent nicht überschreiten. Neben den mit Hypotheken besicherten Pfandbriefen gibt es noch zwei weitere Arten: Pfandbriefen der öffentlichen Hand stehen Forderungen gegen die jeweilige Kommune oder gegen das Land gegenüber. Als Deckung dürfen aber auch Kredite an EU-Mitgliedstaaten, europäische OECD-Staaten und den anderen G7-Staaten inklusive der Schweiz dienen. Erst seit kurzem gibt es Schiffspfandbriefe. Sie sind mit Frachtschiffen abgesichert. Die Bonität dieser Papiere ist genauso gut. Trotz ihrer hohen Sicherheit bieten Pfandbriefe gegenüber Bundesanleihen einen Renditevorteil von zirka 0,35 Prozentpunkten. Um sich diesen Vorteil zu sichern, überlegt der Anleger vor dem Kauf, welche Ausstattung ein Pfandbrief haben soll, um die persönlichen Bedingungen zu erfüllen. Benötigt er das Geld in fünf Jahren, macht es keinen Sinn, einen Hochprozenter mit einer zehnjährigen Laufzeit zu kaufen. Braucht er das eingesetzte Kapital vorzeitig und sind die Zinsen inzwischen gestiegen, sinkt der Kurs des Pfandbriefs und der Anleger riskiert einen Verlust. Der Mindesteinsatz pro Pfandbrief liegt bei 100 Euro. Je nach Emittent kann diese Summe variieren. Neben der Rendite spielt das Handelsvolumen des gewählten Pfandbriefs eine entscheidende Rolle. Denn Briefe mit kleinem Volumen werden nicht an der Börse gehandelt und sind somit auch nicht täglich zu verkaufen. Der Jumbo macht sich Für private Sparer eignen sich besonders die Jumbo-Pfandbriefe. Sie verfügen über ein
Marlene Endruweit m.endruweit@netcologne.de zm 97, Nr. 22, 16.11.2007, Seite 126-127 |
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