Fortbildungsteil
2/2007![]() Parodontitis und Allgemeingesundheit |
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16.
November 2007
Abstract Seit der Publikation eines "Position Paper" der American Association for Periodontology (AAP) aus dem Jahr 1998 wird die Frage, ob das Vorliegen einer Parodontitis ein Gesundheitsrisiko für andere Körpersysteme außerhalb des orofazialen Komplexes darstellt, unverändert kontrovers und emotional diskutiert. Das Erreichen eines Grades an wissenschaftlich abgesichertem Wissen, der eine endgültige Klärung dieser Fragestellung erlauben würde, ist derzeit nicht absehbar. Studien auf Bevölkerungsebene, die bei erster Betrachtung einen kausalen Zusammenhang zwischen Parodontitis und kardio-/zerebrovaskulären Erkrankungen, Schwangerschaftskomplikationen, Diabetes mellitus, Lungenerkrankungen, Gastritis, sowie Osteoporose nahe legten, erwiesen sich bei genauerer Betrachtung als ungeeignet für die Beweisführung, da der Einfluss gemeinsamer Risikofaktoren, sogenannten Confoundern, anhand dieser Studien nicht ausgeschlossen werden kann. In letzter Zeit hat sich daher die Zielsetzung der Studien verschoben, und es wird vermehrt versucht, anhand von Interventionsstudien die pathogenetischen Verknüpfungen zwischen oralen Entzündungen und anderen Erkrankungen des Organismus zu belegen. Im vorliegenden Beitrag wird der Einfluss der Parodontitis auf diejenigen Erkrankungen oder Komplikationen betrachtet, die in der Literatur den breitesten Raum einnehmen. Dazu gehören: Schwangerschaftsprobleme und Frühgeburten Komplikationen während der Schwangerschaft und Frühgeburten werden durch ein komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren hervorgerufen, die sowohl im Vorfeld der Schwangerschaft als auch auf die Schwangerschaft selbst einwirken können. Einige dieser Faktoren sind Rauchen [Kyrklund-Blomberg et al., 2005], Drogen- oder Alkoholkonsum [Albertsen et al., 2004], niedriger sozioökonomischer Status [Mercer et al., 1996] sowie körperli
Im Falle einer Parodontitis als potentielle Ursache wären beide Mechanismen denkbar. Zum einen sind schwangere Frauen mit Parodontitis mit einem erhöhten Risiko für Bakteriämien behaftet [Kinane et al., 2004]. Zum anderen könnte die durch die Parodontitis hervorgerufene gesteigerte Ausschüttung an Entzündungsmediatoren einen ähnlichen Effekt bewirken. In Tierversuchen wurde der erstgenannte potentielle Pathomechanismus nachvollzogen [Lin et al., 2003]. Es wäre daher zu erwarten, dass sich in großen, bevölkerungsbasierten Studien ebenfalls ein klarer Zusammenhang zwischen Parodontitis und Schwangerschaftskomplikationen nachvollziehen ließe. Allerdings sind die Ergebnisse aus den
Kardiovaskuläre Erkrankungen Kardiovaskuläre Erkrankungen und ihre Folgen sind die zweithäufigste Todesursache weltweit [World Health Organization, 1997]. Traditionell werden Risikofaktoren, zum Beispiel Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Diabetes mellitus, Übergewicht, Bewegungsarmut, Alter und familiäre Häufung kardiovaskulärer Erkrankungen, für die Entstehung atherosklerotischer Gefäßveränderungen und ihrer Folgeerkrankungen verantwortlich gemacht. Da trotz der erheblichen Anstrengungen, die beeinflussbaren Risikofaktoren zu reduzieren, die
Als potentielle Auslöser entzündungsbedingter Gefäßwandveränderungen werden Viren (zum Beispiel das Cytomegalie- und Herpes-simplex-Virus), Bakterien (wie Chlamydia pneumoniae, Helicobacter pylori und Porphyromonas gingivalis) sowie im Blut zirkulierende Entzündungsmediatoren diskutiert [Paquette et al., 2007]. Bezogen auf eine mögliche kausale Rolle chronischer Parodontitiden könnten wiederum beide Mechanismen, also sowohl die erhöhten Blutspiegel an Entzündungsmediatoren [De Nardin, 2001; Noack et al., 2001; Lappin et al., 2003] als auch die erhöhte Frequenz an Bakteriämien bei Parodontitispatienten [Kinane et al., 2005] zu einer Erhöhung des vaskulären Erkrankungsrisikos beitragen. Die Daten aus den großen epidemiologischen Studien sind jedoch auch hier nicht eindeutig. Grund dafür ist vor allem der Nikotinkonsum als gemeinsamer Risikofaktor für Parodontitis und kardiovaskuläre Erkrankungen zu sehen. Je nach den verwendeten statistischen Modellen wurden daher bei einem identischen Datensatz völlig unterschiedliche Ergebnisse beschrieben: Die eine Publikation kommt zu dem Ergebnis eines bei Parodontitispatienten statistisch signifikant um rund 80 Prozent erhöhten Risikos für kardiovaskuläre Erkrankungen [De Stefano et al., 1993], die andere findet keinerlei erkennbare Risikoerhöhung [Hujoel et al., 2001]. Fasst man die derzeit verfügbaren Daten zusammen, kommen die meisten Autoren von Übersichtsarbeiten zu dem Schluss, dass Parodontitis für einen moderaten Anstieg des Risikos für kardiovaskuläre Erkrankungen um rund 20 Prozent verantwortlich gemacht werden kann [Scannapieco et al., 2003; Paquette et al., 2007]. Allerdings wird bei den meisten Arbeiten nicht zwischen zerebrovaskulären und kardiovaskulären Erkrankungen differenziert. Assoziationen zwischen Parodontitis und zerebrovaskulären Erkrankungen sind jedoch wesentlich höher und eindeutiger als bei kardiovaskulären Erkrankungen (siehe unten), so dass eine abschließende
Dennoch gibt es potentielle Pathomechanismen, die einen kausalen Zusammenhang zwischen chronischen Entzündungen der Mundhöhle und kardiovaskulären Erkrankungen nahe legen. Dazu zählen In Tierversuchen konnten bei verschiedenen Applikationsformen und Dosierungen von Porphyromonas gingivalis atheromatöse Gefäßveränderungen auch dann provoziert werden, wenn keine erhöhten Blutfettwerte vorlagen [Brodala et al., 2005]. Allerdings legt die Variabilität der Ergebnisse den Schluss nahe, dass sowohl die Virulenz der beteiligten M
Eine weitere Interventionsstudie führte jedoch nicht zu einer Senkung des Spiegels an C-reaktiven Proteins [Ide et al., 2004]. Es bleibt abzuwarten, in wie weit nachfolgende und umfangreichere Studien die eine oder andere Position unterstützen werden. Zerebrovaskuläre Erkrankungen Zerebrale Ischämien sind die häufigste Schlaganfallursache. Sie liegen bei 80 bis 85 Prozent aller Patienten dem Schlaganfall zugrunde. Im Gegensatz zu kardiovaskulären Erkrankungen, die überwiegend auf atherosklerotischen Gefäßveränderungen beruhen, handelt es sich bei zerebralen Ischämien nicht um ein einheitliches Erkrankungsbild, sondern der Insult ist nur der gemeinsame Endpunkt verschiedener Pathomechanismen. Daher werden die
Stenosen der Carotis und anderer Hirn-Arterien Wie bei kardiovaskulären Erkrankungen führen atherosklerotische Gefäßveränderungen zu Stenosierungen, die lange Zeit asymptomatisch verlaufen können. Hämodynamisch relevant wird eine Stenose erst, wenn rund 75 Prozent bis 80 Prozent des Gefäßlumens betroffen sind. Selbst wenn der Verschluss vollständig ist, wird häufig die zerebrale Versorgung über kollaterale Wege sichergestellt. Erst wenn diese nicht ausreicht, kommt es zur Ischämie und nachfolgend zum hämodynamisch bedingten Infarkt. Wesentlich häufiger als hämodynamische Mechanismen führen jedoch Ablösungen der atherosklerotischen Plaques zu Thromboembolien, die die direkte Ursache der Ischämie darstellen. Atherosklerotisch bedingte Ischämien machen etwa 20 Prozent bis 25 Prozent aller ischämischen Schlaganfälle aus. Kardiale Embolien Embolische Verschlüsse zerebraler Arterien kardialen Ursprungs sind die häufigste Ursache für ischämische Infarkte. Sie liegen etwa 25 Prozent bis 30 Prozent aller Schlaganfälle zugrunde. Sie sind häufig die Folge kardialer Erkrankungen, zum Beispiel idiopathisches Vorhofflimmern, Veränderungen der Herzklappen und akuter Myocardinfarkt. Über ein persistierendes offenes Foramen ovale kann es zu paradoxen Embolien aus dem venösen Bereich kommen. Bei einer Inzidenz des offenen Foramen ovale in der Bevölkerung von 20 Prozent bis 25 Prozent ist allerdings nicht gesichert, wie häufig Sc
Mikroangiopathie Arteriosklerotische Veränderungen der kleinen intrazerebralen Endarterien äußern sich in einer meist durch Hypertonie hervorgerufenen Gefäßwandverdickung, die als Lipohyalinose bezeichnet wird. Die Lumeneinengung der Gefäße führt durch arteriosklerotischen Verschluss oder zusätzliche ortsständige Thrombosen zu Ischämien. Mikroangiopathien sind ebenfalls bei etwa 25 Prozent der Patienten die Ursache der zerebralen Ischämie. Andere Ursachen Neben diesen häufig auftretenden Schlaganfallursachen gibt es eine Reihe von selteneren Zuständen, die Schlaganfälle auslösen können, zu denen unter anderen Dissektionen und Koagulopathien zählen. Unbekannte Ursachen In einem nicht unerheblichen Anteil der Schlaganfälle kann die Ursache nicht eindeutig festgestellt werden. Dies kann sowohl darauf beruhen, dass tatsächlich keine der zu den oben genannten vier Gruppen gehörende Ursache nachweisbar ist, oder aber, dass mehrere Ursachen gefunden werden, deren jeweils einzelne Anteile an dem Schlaganfallgeschehen nicht eindeutig identifizierbar sind. Welche Rolle Infektionen bei der Ätiologie und Pathogenese spielen, wird seit über 100 Jahren diskutiert. Weitgehend Einigkeit besteht darin, dass akute bakterielle oder virale Infektionen,
Auch die Rolle chronischer Infektionen, zum Beispiel mit Chlamydien oder Cytomegalieviren [Grau et al., 1995], als Risikofaktor für zerebrovaskuläre Erkrankungen wird mittlerweile weitgehend akzeptiert. Im Gegensatz zu kardiovaskulären Erkrankungen besteht überwiegend Übereinstimmung auf epidemiologischer Ebene darin, dass Parodontitis das Risiko für zerebrovaskuläre Erkrankungen um das zwei- bis dreifache erhöht [Dörfer et al., 2004; Grau et al., 2004; Beck et al., 1998; Wu et al., 2000; Pussinen et al., 2004]. Allerdings gilt dies nur für Studien, bei denen die Patienten klinisch-parodontologisch untersucht wurden. Studien, die die Patienten lediglich bezüglich des Vorliegens von Parodontitis befragen, beschreiben zwar auch statistisch signifikante Risikoerhöhungen, diese liegen jedoch deutlich niedriger und in etwa auf dem Niveau der Risikoerhöhung bei kardiovaskulären Erkrankungen [Joshipura et al. 2003; Abnet et al., 2005]. In einer Fall-Kontroll-Studie, deren Design die zum Schlaganfallereignis zeitnahe parodontale Untersuchung der Patienten erlaubte, war die Assoziation zwischen Parodontitis und zerebraler Ischämie alters- und geschlechtsabhängig und variierte erheblich zwischen den verschiedenen Schlaganfallätiologien. So fanden sich bei atherosklerotischem Schlaganfall nur geringe, bei kardioembolischen Insulten und zerebralen Ischämien unklarer Genese hohe Assoziationen. Jüngere Schlaganfallpatienten bis zu einem Alter von 60 Jahren und Männer wiesen höhere Assoziationen auf als ältere Patienten und Frauen [Dörfer et al., 2004; Grau et al., 2004]. Auch für Schlaganfall liegen derzeit keine Ergebnisse von Interventionsstudien vor, und zukünftige Erhebungen müssen die Rolle der Parodontitis als Risikofaktor für Schlaganfall noch beweisen. Diabetes mellitus Diabetes mellitus ist ähnlich wie beim Schlaganfall eine heterogene Gruppe von Stoffwechselstörungen, deren Gemeinsamkeit in einer nicht ausreichenden Kontrolle des Blutzuckerspiegels besteht und häufig mit einer Störung des Fettstoffwechsels einhergeht. Langanhaltende Hyperglykämie führt zu Gefäßschädigungen, die letztlich in einer ausgeprägten Mangelversorgung vieler Körperteile bis hin zur Nekrose resultieren. Seit langem ist bekannt, dass bei Diabetikern mit schlecht eingestelltem Blutzuckerspiegel Entzündungsreaktionen verstärkt auftreten und mit erhöhtem Destruktionspotential verlaufen [Pickup und Crook, 2003]. Diesem Pathomechanismus werden das erhöhte Risiko für kardio- und zerebrovaskuläre Erkrankungen bei Diabetikern zugeschrieben, da sich die erhöhte Entzündungsneigung in dauerhaft subklinisch erhöhten Spiegeln einer Vielzahl von Entzündungsmediatoren im Blut manifestiert [Fernandez-Real und Ricard, 2003]. Vor diesem Hintergrund
Um eine kausale Rolle der Parodontitis auf den Verlauf eines Diabetes mellitus zu beweisen, wurden bislang neun Interventionsstudien durchgeführt. Da der Effekt auf den Blutzuckerspiegel innerhalb weniger Wochen zu erwarten ist, steht man nicht vor dem Dilemma, den Patienten der Kontrollgruppe die Parodontitistherapie vorzuenthalten. Sie wird lediglich um wenige Monate verschoben und nach Abschluss des Beobachtungszeitraums nachgeholt. Bei drei Studien wurde neben der mechanischen Bearbeitung der Wurzeloberflächen zusätzlich unterstützend das Antibiotikum Doxicyclin verabreicht. Alle diese Studien berichten übereinstimmend einen positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel. [Miller et al., 1992; Grossi et al., 1997; Promsudthi et al., 2005]. Vier Interventionsstudien mit ausschließlich mechanischer Parodontitistherapie blieben allerdings ohne Effekt [Seppälä und Ainamo, 1994; Aldrige et al., 1995; Smith et al., 1996; Christgau et al., 1998], so dass nicht klar ist, ob der Therapieerfolg der Studien mit antibiotischer Therapie auf die Reduktion der chronischen Entzündung durch eine erfolgreiche Behandlung der Parodontitis oder durch Nebeneffekte der Antibiotika, zum Beispiel auf die Insulinproduktion des Pankreas, zurückzuführen ist. Eine weitere, auf zwölf Monate angelegte Interventionsstudie mit ausschließlich mechanischer Parodontitistherapie erzielte nach vier Monaten keine signifikanten Unterschiede zwischen der Therapie- und der Kontrollgruppe bezüglich der Blutzuckerspiegel, verzeichnete immerhin Trends zugunsten der Therapiegruppe [Jones et al., 2007]. Lediglich eine Studie mit alleiniger mechanischer Therapie bei Patienten mit Gingivitis oder leichter Parodontitis zeigte eine Reduktion der Blutzuckerwerte [Kiran et al., 2005]. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass die Verhaltensänderung der Patienten aufgrund der Studienteilnahme nicht einen größeren Effekt auf den metabolischen Status hatte als die eigentliche Parodontitistherapie. In einer Meta-Analyse der Interventionsstudien, bei der ungeachtet des Studiendesigns und der -qualität alle erhobenen Daten zusammengefasst wurden, wurde ein geringfügiger, aber statistisch nicht signifikanter Unterschied zwischen Therapie- und Kontrollgruppen bezüglich der Reduktion der HbA1c-Spiegel konstatiert, wobei auch Studien eingeschlossen wurden, die keine Randomisierung der Patienten in Therapiegruppen vornahmen oder ganz ohne Kontrollgruppe durchgeführt wurden [Janket et al., 2005]. Pneumonie und obstruktive Lungenerkrankungen Mit dem Begriff Pneumonie wird eine Gruppe von Entzündungen des Lungenparenchyms zusammengefasst, die von einer Vielzahl infektiöser Agenzien verursacht werden. Dazu zählen unter anderem Bakterien, Pilze, Parasiten und Viren. Bei älteren Personen und Personen mit geschwächtem Immunsystem können Pneumonien zu lebensbedrohlichen Zuständen führen [Bentley, 1984; Muder, 1998]. In einer Untersuchung an Patienten auf Intensivstationen und in Pflegeheimen kolonisierten Mikroorganismen in der dentalen Plaque, die für die Pathogenese von Erkrankungen des Respirationstraktes verantwortlich sind [Slots et al., 1988]. Via Aspiration können diese Mikroorganismen zu rezidivierenden Pneumonien führen
Zusammenfassende Bewertung Mit wachsenden Informationen über potentielle Zusammenhänge zwischen chronischen Entzündungen der Mundhöhle und Allgemeinerkrankungen zeigt sich immer deutlicher das Bild eines vernetzten, komplexen Krankheitsgeschehens, das sich mit den tradierten linearen Kausalitätsvorstellungen nicht erfassen und beschreiben lässt. Es besteht weitgehend Einigkeit darin, dass chronische Entzündungsprozesse, also auch Parodontitis, Einfluss auf den Gesamtorganismus haben und den Stoffwechsel und das Gefäßsystem belasten. Es besteht ebenfalls weitgehend Einigkeit darin, dass sich derzeit keine gesicherte Aussage treffen lässt, ob, in welchem Umfang und vor allem unter welchen Rahmenbedingungen dieser Einfluss sich zu einem krankheitsrelevanten Ereignis entwickelt. Vor diesem Hintergrund ist es nach wie vor unklar, in wie weit eine Parodontitistherapie oder -prophylaxe das Risiko für kardio- und zerebrovaskuläre Erkrankungen, Schwangerschaftskomplikationen, Diabetes mellitus oder anderer Erkrankungen senken kann oder ob die Parodontitis mit den anderen Erkrankungen ohne kausalen Zusammenhang nur aufgrund identischer Risikofaktoren assoziiert ist. Es liegt im Wesen komplexer Systeme, dass im Einzelfall die ganze Bandbreite des Ausmaßes an Kausalität vorliegen kann. Zur Beantwortung dieser Fragen müssen daher nicht nur die klinischen Studiendesigns weiter verfeinert werden, einige Autoren [Dietrich und Garcia, 2005] vertreten sogar die Auffassung, dass andere Herangehensweisen an Evidenz als die bislang geübte hierarchische Abstufung der verschiedenen Studientypen erforderlich sind, damit die Klärung der Rolle oraler Entzündungen für die Ätiologie und Pathogenese anderer Erkrankungen vorangetrieben werden kann. Prof. Dr. Christof Dörfer Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel Arnold-Heller-Str. 16, 24105 Kiel doerfer@konspar.uni-kiel.de Literaturverzeichnis
zm 97, Nr. 22, 16.11.2007, Seite 54-62 |
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