Kardiovaskuläre Mortalität Sterblichkeit bei Herzinfarkt und Schlaganfall rückläufig |
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16. November 2009 -
Sowohl bei Herzinfarkten als auch bei Schlaganfällen ist ein
spürbarer Rückgang der Sterblichkeit zu verzeichnen. Zwei Gründe
machen die Mediziner hierfür
verantwortlich: die Fortschritte der modernen Medizin und ein deutlich gesundheitsbewussteres Verhalten der Bevölkerung. Zwar stehen Herz-Kreislauferkrankungen nach wie vor an der Spitze der Todesursachenstatistik, die kardiovaskuläre Mortalität geht bezogen auf die Gesamtbevölkerung aber kontinuierlich zurück, eine Entwicklung, die seit Jahren schon in den USA zu beobachten ist. Dort sterben nach wie vor rund ein Drittel der Menschen durch eine Herz- oder Gefäßerkrankung, peu á peu aber nimmt die kardiale Mortalität ab. Dies gilt jedoch nicht für alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen. So ist bei Frauen im Alter von 35 bis 44 Jahren sogar ein Anstieg der Sterblichkeit durch kardiovaskuläre Ereignisse zu verzeichnen, berichtete Professor Dr. Carsten Tschöpe, Berlin, bei einem Praxis-Update in Düsseldorf. Die Rate kardial bedingter Todesfälle stieg nach seinen Angaben bei jungen Frauen in den USA zwischen 1997 und 2002 jährlich um statistisch signifikante 1,3 Prozent. Der bevölkerungsweite Rückgang der kardiovaskulären Mortalität beruht den amerikanischen Erhebungen zufolge zu etwa der Hälfte auf dem vermehrten Einsatz strukturierter evidenzbasierter Therapieformen und zu rund 44 Prozent auf Änderungen des Risikofaktor-Profils in der Bevölkerung. Übergewicht - ein zunehmendes Problem Vor diesem Hintergrund ist es aber fraglich, ob sich diese günstige Entwicklung in Zukunft fortsetzen kann. Denn vor allem die beeinflussbaren Risikofaktoren und insbesondere die Rate an Übergewicht und Adipositas haben in den USA massiv zugenommen, wobei zunehmend
Die für die USA erhobenen Daten sind in der Tendenz auch in Deutschland nachzuvollziehen, betonte er in Düsseldorf. So ist auch hierzulande ein Rückgang der Mortalität aufgrund von Herzinfarkt und Schlaganfall zu verzeichnen, was wesentlich auf die erfolgreichen Bemühungen um die Prävention zurückgeführt wird. "Allerdings steigen vor allem bei jüngeren Menschen die Risikofaktoren derzeit wieder an, so dass wir davon ausgehen müssen, dass ohne weitere Prävention auch die KHK-Mortalität wieder zunehmen wird", mutmaßte er. Studien belegen nach seiner Darlegung, dass auch in Deutschland 15 Prozent der Jugendlichen übergewichtig sind und dass das Ausmaß des Bewegungsmangels demjenigen bei amerikanischen Kids vergleichbar ist. Depressionen als kardialer Risikofaktor unterschätzt In ihrer prognostischen Bedeutung bei der KHK noch unterschätzt
Christine Vetter Merkenicher Str. 224 50735 Köln zm 99, Nr. 22, 16.11.2009, Seite 64-65 |
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