1. Dezember 2008 |
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Thailand Prophylaxe für Kinder in Not |
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Die Zahnärztin Dr. Viktoria Seneadza aus
Heidelberg hat im August dieses Jahres für zwei Wochen das deutsche
Hilfsprojekt Beluga School For Life in Thailand mit Prophylaxemaßnahmen
unterstützt. Das Wohn- und Lernprojekt für Kinder und Jugendliche
gründete der Reeder Niels Stolberg nach dem verheerenden Tsunami in Na Nai
bei Khao Lak. Rund 130 Kinder und Jugendliche haben dort ein neues Zuhause
gefunden, wie Seneadza berichtet. Sie seien Waisen oder ihre Eltern
könnten sie nicht ausreichend versorgen. Seneadza untersuchte die Schüler zahnärztlich und behandelte sie mit Fluoridlack. Mit einem Zahnputztraining, Ernährungsberatung und Aufklärung über Karies schulte die Heidelberger Zahnärztin Kinder und Betreuer. "Insgesamt besteht bei nahezu drei Viertel der Kinder Behandlungsbedarf", betont sie. Einige Mädchen und Jungen hätten im Kiefer nur noch Wurzelreste. Für künftige Hilfseinsätze wäre eine mobile Dentaleinheit daher eine sinnvolle Maßnahme, sagte Seneadza. Zudem sollte ein gut ausgearbeitetes Präventionsprogramm unter den Mitarbeitern des Projektes etabliert werden. Bislang behandele lediglich ein Marinezahnarzt Kinder mit Schmerzen oder akuter Problematik. Die Hilfsaktion unterstützten das Gesundheitsamt Heidelberg und mehrere Firmen. jr/pm Dr. Viktoria Seneadza, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, Universitätsklinikum Heidelberg, v.seneadza@gmx.de Beluga Schools for Life, Schlachte 22, 28195 Bremen, Tel.: 0421/333 22 320, Fax: 0421/333 22 319 http://www.beluga-schoolforlife.de |
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Dortmund Zahnbürsten für Notschlafstelle |
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Zahnbürsten und -pasta im Wert von 3500 Euro
hat der Dortmunder Zahnärzteverein (DOZV) der Notschlafstelle Sleep-In
Stellwerk und der Hauptschule Scharnhorst gespendet. "Mit unserer Spende
möchten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Zahngesundheit bei Kindern
und Jugendlichen leisten", sagt DOZV-Vorstandsmitglied Dr. Joachim Otto.
Rund 2500 Zahnbürsten inklusive -pasta habe das Dortmunder Sleep-In
erhalten. Laut DOZV übernachten dort täglich bis zu zwölf
obdachlose Kinder und Jugendliche. "Diese haben in den seltensten
Fällen Zahnbürste und Zahnpasta dabei", sagt Katja Barthel,
Mitarbeiterin bei Sleep-In . Weitere 1500 Zahnpflege-Pakete habe der Verein der
Hauptschule Scharnhorst zur Verfügung gestellt, berichtet Otto. In den 5.
und 6. Klassen soll das Zähneputzen nach dem Mittagessen zum festen
Bestandteil des Alltags werden. "Darüber hinaus ermöglicht uns
die Spende, verstärkt die praktische Zahngesundheit im Fach Biologie zu
thematisieren", betont Konrektor Thomas Czaja. jr/pm |
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Mongolei Mit dem Jeep zu den Nomaden |
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Die Stiftung "Zahnärzte ohne
Grenzen" (Dentists Without Limits Foundation, DWLF) hat in unterversorgten
Provinzen der Mongolei drei Dentalstationen errichtet. Zahnarzt Dr.
Klaus-Dieter Berling reiste im Mai dieses Jahres in das asiatische Land, um
bedürftige Menschen zahnmedizinisch zu behandeln. Mit dem Geländewagen ging es Hunderte Kilometer weit über löchrige Straßen in kleine Provinzkrankenhäuser, wie der Zahnarzt aus Bad Gandersheim berichtet. Diese seien Anlaufpunkt für viele Familien, die mit ihren Viehherden durch das Land ziehen. Bei der Behandlung galt es zu improvisieren: "Leider fehlt es an fast allem", betont Berling. Dazu zählten etwa wirksame Anästhetika, Zangen, Naht- oder Füllungsmaterial. Neben der zahnmedizinischen Hilfe stand kultureller Austausch auf dem Programm. "Unsere Freizeit nutzten wir, um Nomaden in ihrer Jurte zu besuchen", sagt Berling. Besonders beeindruckt habe ihn die Freundlichkeit und Dankbarkeit der Menschen. "Trotz aller Widrigkeiten bei der Behandlung und Übernachtungsqualität werden solche Einsätze dadurch zu einem unvergesslichen Erlebnis", unterstreicht er. Ähnlich schöne Erfahrungen habe er auch in Kolumbien, Venezuela, Kenia und auf den Philippinen gemacht. jr/pm Dr. Klaus-Dieter Berling, Tel.: 05382/3945 DWLF, Wächterstr.28, 90489 Nürnberg Tel. 0911/5309545 info@dentists-without-limits.org http://www.dwlf.org |
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Jemen Füllungen am roten Meer |
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| Mit einer
mobilen Dentaleinheit haben die Zahnärzte Dr. Matthias Eigenbrodt aus
Berlin und Dr. Thomas Schünemann aus Marburg im März dieses Jahres
für einen Hilfseinsatz den Jemen besucht. Mit Unterstützung der
Entwicklungsorganisation Partner Aid International (PAI) und lokaler
Behörden behandelten sie im Zeitraum von zwei Wochen an drei Orten
über 250 bedürftige Patienten, wie Eigenbrodt berichtet. Vor allem
Anästhesie, Extraktionen, Füllungen und professionelle Zahnreinigung
standen in der Hauptstadt Sana`a, in Hays am Roten Meer und in Dhamar in den
Bergen auf dem Programm. Der Einsatz sei lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen, betont Eigenbrodt. Er arbeitete vier Jahr lang als Entwicklungshelfer im Jemen. Die Menschen in den Slums könnten sich keine zahnärztlichen Behandlungen leisten. Zudem seien besonders die ländlichen Regionen unterversorgt. Entsprechend groß sei der Ansturm gewesen. Im Jemen kauten 70 bis 80 Prozent der Erwachsenen die Alltagsdroge Khat, berichtet Eigenbrodt weiter. Die Blätter seien häufig mit Pestiziden belastet, das Kauen führe deshalb zu parodontalen Schäden und Mundschleimhautkrebs. Der Berliner Zahnarzt verfasste in den 90er-Jahren seine Dissertation zu dem Thema.jr/pm |
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Ecuador Unterwegs mit mobiler Dentaleinheit |
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| Über
neue Einsatzmöglichkeiten bei dem bekannten Hilfsprojekt an der
Missionsklinik "Nuestra Señora de Guadalupe" in Ecuador
berichtet Dr. Stefan Schindelhauer: Die Klinik habe eine mobile Dentaleinheit
angeschafft. Diese ermögliche es zahnmedizinischen Helfern jetzt, in
entfernteren Dörfern Füllungen zu legen und Extraktionen vorzunehmen.
Zudem könnten sich ausgebildete Prophylaxeassistentinnen einbringen und
etwa umliegenden Schulen besuchen. "Gerade in den ländlichen Regionen
besteht ein enormer Aufholbedarf an Aufklärung und Prophylaxe",
betont er. Schindelhauer arbeitete mehrere Monate im Projekt von Eberhard Pierro und Padre Jorge Nigsch. Die Missionsklinik biete sehr gute Bedingungen zur zahnmedizinischen Behandlung, betont er. Zudem habe er die Zusammenarbeit mit Ärzten, Zahnärzten, Zahntechnikern und Studierenden aus verschiedenen Ländern geschätzt. Sein Fazit: "In der Klinik von Guadalupe kann man gleichzeitig arbeiten und helfen und hat immer noch Zeit zum Entspannen und zur Entdeckung eines wunderschönen Landes." Einen Film über die Missionsklinik haben kürzlich die Osnabrücker Medienstudenten Felix Meschede und Florian Rzepkowski gedreht. Der Dokumentarfilm soll erklären, wie die Freiwilligenarbeit vor Ort funktioniert.jr/pm http://www.guadalupe-ec.org http://www.fcsm.org http://www.ecuador-film.de FCSM-Förderkreis Clinica Santa Maria, Geschäftsstelle: Praxis Dr. Eberhard Pierro, Eisenbahnstr. 33, 77815 Bühl Tel. 07223/8585 Fax 07223/901065 info@fcsm.org |
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Gambia Zehn neue Zahnbehandler ausgebildet |
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| Die
Universität Witten/Herdecke hat in Gambia zehn neue einheimische
Zahnbehandler ausgebildet. Die Community Oral Health Workers sollen die
Bevölkerung in ländlichen Gebieten zahnmedizinisch versorgen,
berichtet Oberarzt Dr. Rainer Andreas Jordan, wissenschaftlicher Leiter des
Programms. Schwerpunktinhalte des dreimonatigen Trainings der lokalen Behandler sind laut Universität Witten/Herdecke Füllungstherapie, Schmerzbehandlung und Präventionsmaßnahmen. Anschließend arbeiten die Absolventen in örtlichen Gesundheitszentren mit einfachen Dentalstationen. Die Zahl der Zahnbehandlungsstationen im Land sei mittlerweile von vier auf insgesamt 18 angewachsen, sagt Jordan. Er reiste Mitte November nach Gambia, um die Prüfungen abzunehmen und die vom Ministerium unterzeichneten Zertifikate zu überreichen. Weil eine flächendeckende zahnärztliche Versorgung im kleinsten Flächenstaat des afrikanischen Kontinents bislang nicht zur Verfügung steht, ist es ein Anliegen der Wittener Zahnmediziner, durch ihr Entwicklungshilfeprogramm eine Basisversorgung aufzubauen. "In Gambia ist das Erreichen des nächstgelegenen Community Oral Health Workers oft immer noch mit einer Tagesreise verbunden. In sehr entlegenen Regionen gibt es gar keine Hilfe bei Zahnschmerzen", betont Jordan.jr/pm OA Dr. Rainer Andreas Jordan andreas.jordan@uni-wh.de |
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zm 98, Nr. 23, 01.12.2008, Seite 128-130 |
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