16. Dezember 2007 |
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Medizinische Fachangestellte ![]() 2,5 Prozent mehr GehaltAb 1. Januar 2008 sollen die Tarifgehälter der Fachangestellten in Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxen um 2,5 Prozent steigen, teilten die Tarifpartner, die AAA (Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/ Medizinischen Fachangestellten) und der Verband medizinischer Fachberufe, in Berlin mit. Gleichzeitig würden die Gehälter im Osten auf Westniveau angehoben, was einer Erhöhung von 17,25 Prozent entspräche. Zudem hätten sie die Azubi-Gehälter im Osten angeglichen und die Altersvorsorge neu geregelt. Der Tarifvertrag gelte für ein Jahr.jr/pm Allensbacher Studie Alters(-vor-)sorgeJeder sechste Deutsche sorgt sich ums Alter. Wie eine neue Studie des Allensbacher Instituts für Demoskopie im Auftrag der Postbank ergab, ist die Angst vor Altersarmut besonders in Ostdeutschland verbreitet - und zwar bei jedem vierten Berufstätigen. Die Altersvorsorge aufstocken will der Studie zufolge nur knapp ein Drittel aller Befragten. Dagegen tragen sich 70 Prozent von Ihnen mit dem Gedanken, im Alter einen Nebenjob anzunehmen oder länger zu arbeiten. Ein knappes Fünftel erwägt, in ein Land auszuwandern, in dem das Leben billiger ist. Das Einstiegsalter für die private Vorsorge liegt laut Umfrage bei 28 Jahren. Außerdem sind 43 Prozent der Befragten dafür, die bislang freiwillige Vorsorge fürs Alter zur Pflicht zu machen; ein knappes Drittel ist dagegen, gut ein Viertel macht keine Angaben. Fast 60 Prozent würden es der Studie zufolge begrüßen, wenn eine Beteiligung der Arbeitnehmer an Unternehmensgewinnen ausschließlich dem Aufbau einer privaten Altersvorsorge zugute käme.jr/dpa Kalkulationen für 2008 Mehr Lohn für ArbeitnehmerFirmen in Deutschland kalkulieren für 2008 mit durchschnittlich 3,5 Prozent höheren Vergütungsbudgets, was einem Anstieg von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies geht aus dem EMEA Compensation Planning Report 2007 der Managementberatung Towers Perrin HR Services hervor. Mit diesen Werten zähle Deutschland zu den Schlusslichtern im internationalen Vergleich. Auf Westeuropa bezogen nehme Deutschland dagegen - mit 1,9 Prozent Gehaltszuwachs nach Abzug der Inflationswerte - einen der vorderen Plätze ein. Die Spanne reiche hier von 0,8 Prozent in Irland bis 2,2 Prozent in Österreich. Weiteres Ergebnis des Reports: Die Unternehmen wollen ihre Arbeitnehmer im kommenden Jahr noch stärker leistungs- und erfolgsorientiert bezahlen.jr/pm Online rvLiteratur DVD zur Rente aktualisiertEinen Einblick in das Recht der gesetzlichen Rentenversicherung bietet die Deutsche Rentenversicherung Bund mit der neuesten Version ihrer DVD "Online rvLiteratur". Die neue 15. Auflage (Stand: August 2007) enthält neben allen Sozialgesetzbüchern etwa die aktuellen Regelungen zur "Rente mit 67". Zudem beinhaltet die DVD Urteile, Vordrucke im pdf-Format und eine Stichwortdatei.jr/pm Dt. Rentenversicherung Bund Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 10704 Berlin bestellservice@drv-bund.de Tel. 030/865 245 36 Fax: 030/865 270 89 Patientenaufzeichnungen ![]() Verlängerte Fristen für AufbewahrungDie Frist für die Aufbewahrung von Patientenaufzeichnungen beträgt jetzt vier Jahre. Mit der Änderung des Bundesmantelvertrages für Zahnärzte zum 1. Juli 2007 wurde die Aufbewahrungsfrist für Aufzeichnungen über die Leistungen, die behandelten Zähne, Befunde sowie Behandlungsdaten verlängert (vgl. § 5 BMV-Z). Bislang lag sie bei drei Jahren, wie die Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg in einem Rundschreiben berichtet. Bei Kieferorthopädischen Behandlungen gilt die Aufbewahrungsfrist von vier Jahren auch für diagnostische Unterlagen. Bei Röntgenunterlagen richten sich die Fristen dagegen nach § 28 der RöV: Sie enden zehn Jahre nach der letzten Untersuchung und bei Minderjährigen mit Vollendung des 28. Lebensjahres. Unverändert bleiben auch die Aufbewahrungsfristen im Zusammenhang mit Behandlungen von Versicherten der Ersatzkassen: Nach § 7 Abs. 3 EKV-Z liegen sie bei drei Jahren.jr/pm Private Steuerberatungskosten Einspruch ruhen lassenDerzeit laufen mehrere Klagen dagegen, dass der Sonderausgabenabzug für private Steuerberatungskosten versagt wird. Eine davon hat der Bund der Steuerzahler eingeleitet, berichtet "Der Steuerzahler". Deshalb rät das Infomagazin betroffenen Selbstständigen, mit dem Hinweis auf diese Klagen das Ruhen ihres Verfahrens zu beantragen und dies mit den entsprechenden Aktenzeichen zu begründen. Die Finanzämter seien zurzeit jedoch nicht dazu verpflichtet, dem zuzustimmen, weil bislang weder das Bundesverfassungsgericht noch der Bundesfinanzhof mit einer Prüfung befasst seien.jr/pm Versicherungen Warten bis JanuarFür Versicherungskunden gibt es 2008 viele Verbesserungen. Verbraucherschützter raten daher zum Abwarten, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet. Die neuen Regelungen bringen dagegen der Verbraucherzentrale Bremen zufolge für die Versicherungsunternehmen Nachteile. Derzeit versuchten diese massiv, noch möglichst viele Policen in diesem Jahr abzuschließen. Meist gebe es jedoch keinen Grund für Verbraucher, zu den alten Bedingungen zu unterschreiben. Nur notwendige Versicherungen sollten sie abschließen.Versicherer müssen ab Januar die Provisionen und Abschlusskosten für Lebens-, Renten-, Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherungen offenlegen. Diese Kosten machen laut Verbraucherzentrale oft drei- bis fünfstellige Beträge aus. Die Branche fürchte daher, dass viele Kunden auf Distanz gehen könnten. Mit der Reform des Versicherungsvertragsrechts müssten ab 2008 zudem die Abschlusskosten auf mindestens fünf statt bisher ein oder zwei Jahre verteilt werden. Wer dann seinen Vertrag vorzeitig kündige, erhalte einen höheren Rückkaufswert. jr/pm Investitionen Gesundheitsbranche rüstet nachDeutschlands Krankenhäuser und Arztpraxen rüsten auf. "Der jahrelange Investitionsstau wird langsam abgebaut", sagt Sven Behrens, Geschäftsführer des Industrieverbands Spectaris. Wie "Die Welt" berichtet, schätzt er dem Nachholbedarf der Branche auf zehn bis 15 Milliarden Euro. Vor allem private Krankenhäuser und Klinikketten würden derzeit in längst überfällige Technologien investieren.Das wirkt sich dem Bericht zufolge auch auf das Wachstum der gesamten Branche aus, die bislang überwiegend im Ausland zugelegt habe und auf einen Exportanteil von 65 Prozent komme. Für 2007 rechne Spectaris mit einem Zuwachs in Höhe von neun Prozent auf insgesamt sechs Milliarden Euro. Auch die Anzahl der Beschäftigten nimmt laut Zeitung zu. Mit zurzeit 75 000 Mitarbeitern sei die Zahl im zweitgrößten Teilmarkt der Gesundheitswirtschaft um fünf Prozent gestiegen. Trotzdem bleibt die Branche skeptisch: "Im Kernbereich haben wir noch immer die Malaise", sagte Rudolf Kösters, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft. jr/pm zm 97, Nr. 24, 16.12.2007, Seite 66-67 |