16. Dezember
2008 - Von Blitzgöttern und Klimaforscher
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Simuliertes Szenario mit
Auswirkungen auf den Menschen und seine Gesundheit: Laut UN-Klimarates IPCC
wird die mittlere globale Temperatur in der unteren Atmosphäre bis zum
Jahr 2100 um 2,0 bis 4,5 °Celsius steigen. |
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n erzählt bis zum 19. April 2009 eine
Sonderausstellung im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden. Rund 300 Exponate
beleuchten das vielschichtige Verhältnis vom Wetter und Mensch.
Hilfsorganisationen sammeln für die Opfer von Naturkatastrophen. Politiker
streiten über CO2 und Erderwärmung. Patienten klagen über
Sonnenallergie und Wetterfühligkeit. Der Klimawandel lässt in
Deutschland die Zahl der durch Zecken übertragenen Krankheiten ansteigen.
Katastrophenfilme bringen Stürme und Flutwellen an die Kinoleinwand.
Frauenmagazine reden über Frühlingsgefühle und November-Blues.
Das Verhältnis von Mensch und Wetter ist allgegenwärtig und hat viele
Seiten.
Den vielschichtigen Wechselbeziehungen widmet das Deutsche Hygiene-Museum in
Dresden derzeit eine Sonderausstellung. Rund 300 Exponate aus der ganzen Welt
zeigt die Ausstellung "2° Das Wetter, der Mensch und sein
Klima". Die Palette reicht von einem Regenschirm der Queen über einen
Altar des Blitzgottes Shango aus Benin und ein Witterungstagebuch Goethes von
1823 bis hin zu aktuellen Klima-Szenarien des Max-Planck-Instituts für
Meteorologie.
Lernen und erleben
Medieninstallationen und interaktive Elemente ergänzen die verschiedenen
Exponate aus der Natur-, Kultur-, Kunst- und Wissenschaftsgeschichte. Die
Themenschau ist laut H
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Gesund und
schön
Schönheitsideale im Wandel medizinischer
Erkenntnisse und Kulturen thematisiert die Kulturwissenschaftlerin Simone
Tavenrath im Rahmen der Vortragsreihe "Freude, Angst und Schrecken: Mit
dem Klimawandel leben" am 25. März 2009 ab 19 Uhr in Deutschen
Hygienemuseum in Dresden. |
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ygiene-Museum als spannende Lern- und
Erlebnisausstellung konzipiert. Sie beantwortet Fragen wie: "Wie kommt das
Wetter zustande?", "Wie funktioniert das Klima?", "Was
machen die Forscher?".
Zudem zeigt sie, wie das veränderte Wetter schon heute in den Alltag
eingreift. Neben unterschiedlichen kulturellen Perspektiven präsentiert
das Dresdner Museum Erkenntnisse aus Disziplinen wie Meteorologie, Physik,
Biologie und Statistik.
Die Ausstellung gliedert sich auf einer Fläche von rund 1 000
Quadratmetern in vier Abteilungen. Der erste Bereich präsentiert Zeugen
großer Klimaver
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Bestens gegen den landestypischen
Regen gewappnet: Die britische Queen Elizabeth II. besitzt eine ganze
Kollektion blickdurchlässiger Schirme, deren farbige Kante jeweils auf
ihre Kleidung abgestimmt ist. Ein Exemplar gibt es jetzt im Deutschen
Hygienemuseum in Dresden zu bewundern. |
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änderungen und Wetterereignisse.
Gegenstände aus der Natur und Kultur werden auf grauen Sockeln als
Kunstwerke inszeniert. Die zweite Abteilung thematisiert das Klima als
Forschungsgegenstand. Objekte und Filme erzählen von der
Wetterwissenschaft gestern und heute.
Der Mensch steht dagegen im dritten Raum im Mittelpunkt. Neben seiner
Klimahistorie zeigen die Exponate persönliche Einstellungen und
individuelle Geschichten vom Leben mit dem Wetter. Im der vierten Abteilung
schiebt der Besucher an einer Projektionswand selbst Wolken zusammen bis es
regnet. Wettermachen ist dort das Thema. Ein Traum, der moderne Klimapolitiker
mit den Zauberern alter Naturvölker verbindet. jr
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Vier
Abteilungen, vier Highlights
1. Die Macht der Atmosphäre: Was Wetter
und Klima verändern können
Vom Blitz gespaltene Eiche, Gesteinsbrocken, demoliertes Verkehrsschild aus New
Orleans und ein ausgestopfter Eisbär
2. Beobachten und Berechnen: Der Wunsch, in die Zukunft zu sehen
Japanischer Lehrfilm über Schneekristall, Goethes Witterungstagebuch,
Klima-Szenarien des Max-Planck-Instituts für Meteorologie und ein
Wind-Kupferschnitt aus dem 19. Jahrhundert
3. Abwehr und Anpassung: Macht das Klima den Menschen oder gestaltet der
Mensch sein Klima?
Benjamin Franklins Blitzableiter, Regenschirm von Queen Elizaeth II. , gefilmte
Katastrophen und ein Vorläufer der Klimaanlage
4. Wetter machen: Von einem alten Traum zum Globalen Dialog
Interaktive Laserproduktion, Video-Interviews mit Klimazeugen, Regenmacher und
ein Shango-Altar
Mehr zu "2° Das Wetter, der Mensch und sein Klima" gibt es unter
http://www.dhmd.de |
zm 98, Nr. 24, 16.12.2008, Seite 76-77
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