Wettbewerb Ideenpark
Gesundheitswirtschaft
Die Financial Times Deutsch- land (FTD) hat zum
vierten Mal den Wettbewerb "Ideenpark Gesundheitswirtschaft"
ausgeschrieben. Unternehmer aus der Gesundheitsbranche kön-nen
vielversprechende Ideen mit einer reellen Chance auf Umsetzung, Pilotprojekte
und praxiserprobte Konzepte einreichen.
Ziel des Wettbewerbs ist es, die Ansätze einer breiteren
Öffentlichkeit bekannt zu machen und die Debatte um Verbesserungen
voranzutreiben. Einsendeschluss für Unterlagen ist der 31. Dezember 2008.
pit/pm
Geändertes Umsatzsteuergesetz
Steuerliche Fallstricke bei Gemeinschaften
Praxis- und Apparategemeinschaften sollten
spätestens den Jahreswechsel zum Anlass nehmen, ihre
Gesellschaftsverträge zu prüfen. Ärzte, die als Gesellschafter
solcher Gemeinschaften nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, laufen sonst
Gefahr, draufzahlen zu müssen: 2009 wird das Umsatzsteuergesetz
geändert. Es wird unter anderem der gängigen Rechtsprechung der
Finanzgerichte angepasst. Explizit wird dann geregelt sein, was de facto jetzt
schon gilt: Leistungen von Praxis- und Apparategemeinschaften sind
gegenüber ihren Mitgliedern nur dann umsatzsteuerfrei, wenn sie gegen
genaue Kostenerstattung erbracht werden. Das Problem benennt Arztrechtler Dr.
Ingo Pflugmacher in der "Ärzte Zeitung": Viele der genannten
Gemeinschaften arbeiten nicht nach dem Kostenerstattungsprinzip, sondern auf
Gewinnverteilungsbasis. Zwar seien solche Vertragskonstruktionen wegen der
Rechtsprechung schon seit Längerem steuerlich gefährlich. Die
Wahrscheinlichkeit, in eine Betriebsprüfung zu geraten, sei mittlerweile
aber stark gestiegen. Denn die Finanzverwaltung verfolge die Strategie,
Ärzte konsequent mit Betriebsprüfungen zu kontrollieren. Wer die
Fallstricke vermeiden will, sollte darauf achten, dass im Vertrag keine
Gewinnverteilung geregelt ist, sondern die Kosten nach genau definierten
Maßstäben wie Fläche, Stundenzahl oder Nutzung umgelegt
werden.ck/ÄZ
Praxismarketing Niedergelassene setzen aufs Netz
Rund 60 Prozent der deutschen Ärzte und
Zahnärzte halten einer neuen Studie der Stiftung Gesundheit zufolge
Marketing für ihre Praxis für wichtig oder sehr wichtig. Vor allem
setzen sie auf das Internet.
Die Onlinepräsenz - ob mit eigener Homepage oder Einträgen in
Onlineverzeichnissen - ist der Umfrage zufolge das führende
Marketinginstrument. Im Vorjahr sei dies noch das Praxispersonal gewesen. Jetzt
votierten laut Stiftung Gesundheit zwei Drittel der Befragten für das Web
als wirksamste Methode. Rund 54 Prozent der Mediziner hätten eine eigene
Homepage. Diese bestehe in 80 Prozent der Fälle aus mehr als einer
Visitenkarten-Seite, berichtet die Stiftung weiter. Viele Praxisauftritte seien
jedoch nicht professionell gestaltet. Fast die Hälfte von ihnen pflegten
die Niedergelassenen selbst, rund ein Drittel Webdesigner. Die Gesellschaft
für Gesundheitsmarktanalyse wertete im Auftrag der Stiftung Gesundheit
für die Studie "Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2008" die
Antworten von 2667 Ärzten, Zahnärzten und Psychologischen
Psychotherapeuten aus.
jr/pm
BKK verspricht Abhilfe Wenn Arbeit auf die Seele drückt
Arbeitsbedingte psychische Belastungen verursachen
in Deutschland volkswirtschaftliche Folgekosten in Höhe von 6,3 Milliarden
Euro. Die direkten Kosten der Krankheitsbehandlung belaufen sich auf drei
Milliarden Euro. Das geht aus einer aktuellen Studie des BKK-Bundesverbandes
hervor. Während die körperliche Beanspruchung am Arbeitsplatz
rückläufig sei, stiegen psychische Belastung und Arbeitsverdichtung.
Als Risikofaktoren nennt die Studie: geringen Handlungsspielraum oder mangelnde
Entscheidungsfreiheit, Monotonie, schlechtes Betriebsklima und zudem Angst vor
Arbeitslosigkeit, Leistungsdruck sowie Zeitdruck.
Im Rahmen der europäischen Kampagne "Move Europe" haben
inzwischen 600 Unternehmen die psychischen Belastungsfaktoren als Element
betrieblicher Gesundheitsförderung analysiert. Etliche Betriebe
führen psychosoziale Beratung, Suchtberatung und Kurse für Konflikt-
und Zeitmanagement durch. Der BKK-Bundesverband bietet über ein
Kooperationsprojekt mit der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie (BApK) ein
Gesamtpaket aus betrieblicher Gesundheitsförderung, Aufklärung und
Qualifizierung an.
Führungskräfte, Personalverantwortliche und andere Multiplikatoren in
den Betrieben werden darin geschult, ihre Kompetenz im Hinblick auf die
Vermeidung von psychischen Erkrankungen zu erweitern. Das Konzept lässt
sich an verschiedene Betriebstypen anpassen.
pit/ÄZ
zm 98, Nr. 24, 16.12.2008, Seite 66
|
|