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16. Dezember 2008

Wettbewerb

Ideenpark Gesundheitswirtschaft

Die Financial Times Deutsch- land (FTD) hat zum vierten Mal den Wettbewerb "Ideenpark Gesundheitswirtschaft" ausgeschrieben. Unternehmer aus der Gesundheitsbranche kön-nen vielversprechende Ideen mit einer reellen Chance auf Umsetzung, Pilotprojekte und praxiserprobte Konzepte einreichen.
Ziel des Wettbewerbs ist es, die Ansätze einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen und die Debatte um Verbesserungen voranzutreiben. Einsendeschluss für Unterlagen ist der 31. Dezember 2008.
pit/pm

Geändertes Umsatzsteuergesetz

Steuerliche Fallstricke bei Gemeinschaften

Praxis- und Apparategemeinschaften sollten spätestens den Jahreswechsel zum Anlass nehmen, ihre Gesellschaftsverträge zu prüfen. Ärzte, die als Gesellschafter solcher Gemeinschaften nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, laufen sonst Gefahr, draufzahlen zu müssen: 2009 wird das Umsatzsteuergesetz geändert. Es wird unter anderem der gängigen Rechtsprechung der Finanzgerichte angepasst. Explizit wird dann geregelt sein, was de facto jetzt schon gilt: Leistungen von Praxis- und Apparategemeinschaften sind gegenüber ihren Mitgliedern nur dann umsatzsteuerfrei, wenn sie gegen genaue Kostenerstattung erbracht werden. Das Problem benennt Arztrechtler Dr. Ingo Pflugmacher in der "Ärzte Zeitung": Viele der genannten Gemeinschaften arbeiten nicht nach dem Kostenerstattungsprinzip, sondern auf Gewinnverteilungsbasis. Zwar seien solche Vertragskonstruktionen wegen der Rechtsprechung schon seit Längerem steuerlich gefährlich. Die Wahrscheinlichkeit, in eine Betriebsprüfung zu geraten, sei mittlerweile aber stark gestiegen. Denn die Finanzverwaltung verfolge die Strategie, Ärzte konsequent mit Betriebsprüfungen zu kontrollieren. Wer die Fallstricke vermeiden will, sollte darauf achten, dass im Vertrag keine Gewinnverteilung geregelt ist, sondern die Kosten nach genau definierten Maßstäben wie Fläche, Stundenzahl oder Nutzung umgelegt werden.ck/ÄZ
Praxismarketing

Niedergelassene setzen aufs Netz

Rund 60 Prozent der deutschen Ärzte und Zahnärzte halten einer neuen Studie der Stiftung Gesundheit zufolge Marketing für ihre Praxis für wichtig oder sehr wichtig. Vor allem setzen sie auf das Internet.
Die Onlinepräsenz - ob mit eigener Homepage oder Einträgen in Onlineverzeichnissen - ist der Umfrage zufolge das führende Marketinginstrument. Im Vorjahr sei dies noch das Praxispersonal gewesen. Jetzt votierten laut Stiftung Gesundheit zwei Drittel der Befragten für das Web als wirksamste Methode. Rund 54 Prozent der Mediziner hätten eine eigene Homepage. Diese bestehe in 80 Prozent der Fälle aus mehr als einer Visitenkarten-Seite, berichtet die Stiftung weiter. Viele Praxisauftritte seien jedoch nicht professionell gestaltet. Fast die Hälfte von ihnen pflegten die Niedergelassenen selbst, rund ein Drittel Webdesigner. Die Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse wertete im Auftrag der Stiftung Gesundheit für die Studie "Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2008" die Antworten von 2667 Ärzten, Zahnärzten und Psychologischen Psychotherapeuten aus.
jr/pm

BKK verspricht Abhilfe

Wenn Arbeit auf die Seele drückt

Arbeitsbedingte psychische Belastungen verursachen in Deutschland volkswirtschaftliche Folgekosten in Höhe von 6,3 Milliarden Euro. Die direkten Kosten der Krankheitsbehandlung belaufen sich auf drei Milliarden Euro. Das geht aus einer aktuellen Studie des BKK-Bundesverbandes hervor. Während die körperliche Beanspruchung am Arbeitsplatz rückläufig sei, stiegen psychische Belastung und Arbeitsverdichtung. Als Risikofaktoren nennt die Studie: geringen Handlungsspielraum oder mangelnde Entscheidungsfreiheit, Monotonie, schlechtes Betriebsklima und zudem Angst vor Arbeitslosigkeit, Leistungsdruck sowie Zeitdruck.
Im Rahmen der europäischen Kampagne "Move Europe" haben inzwischen 600 Unternehmen die psychischen Belastungsfaktoren als Element betrieblicher Gesundheitsförderung analysiert. Etliche Betriebe führen psychosoziale Beratung, Suchtberatung und Kurse für Konflikt- und Zeitmanagement durch. Der BKK-Bundesverband bietet über ein Kooperationsprojekt mit der Familien-Selbsthilfe Psychiatrie (BApK) ein Gesamtpaket aus betrieblicher Gesundheitsförderung, Aufklärung und Qualifizierung an.
Führungskräfte, Personalverantwortliche und andere Multiplikatoren in den Betrieben werden darin geschult, ihre Kompetenz im Hinblick auf die Vermeidung von psychischen Erkrankungen zu erweitern. Das Konzept lässt sich an verschiedene Betriebstypen anpassen.
pit/ÄZ


zm 98, Nr. 24, 16.12.2008, Seite 66