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1. Februar 2009

Fehlzeiten-Report 2008

Gesundheitsmanagement im Betrieb

Der aktuelle Fehlzeiten-Report, herausgegeben vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) und der Universität Bielefeld, ist der Frage nach Kosten und Nutzen von betrieblichem Gesundheitsmanagement nachgegangen. Er zeigt auf, wie der wirtschaftliche und gesundheitliche Nutzen betrieblicher Gesundheitsmaßnahmen aus der Sicht der Unternehmer und Arbeitnehmer bewertet wird, und wie Kennzahlen hierfür herangezogen werden können. Vorgestellt werden sowohl Ergebnisse aus aktuellen Forschungsprojekten als auch Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis. pit/pm

Weitere Informationen zum Fehlzeiten-Report 2008 unter:
http://wido.de/fzr_2008.html

Regierung

Bürokratiekosten für Firmen

Beim Streichen unsinniger Vorschriften für Firmen kommt die Bundesregierung nach eigener Einschätzung gut voran. Laut ihrer Zwischenbilanz wurden bislang über 330 Vereinfachungen auf den Weg gebracht, mit denen die Wirtschaft um etwa 7 Milliarden Euro pro Jahr entlastet wird. Bis 2011 sollen die auf bis zu 50 Milliarden Euro pro Jahr geschätzten Bürokratie-Kosten für Unternehmen um 25 Prozent reduziert werden. Mit den aktuellen Maßnahmen werde bis Ende dieses Jahres bereits ein Wert von rund 15 Prozent erreicht, sagte der Staatsminister im Kanzleramt, Hermann Gröhe. "Bürokratieabbau ist ein Mittel, um die Wirtschaft dauerhaft und ohne zusätzliche Steuermittel zu entlasten." Eine wichtige Rolle spielt der Normenkontrollrat, der dem Kabinett einen Zwischenbericht vorlegte. Die von Ex-Bahn-Chef Johannes Ludewig geleitete Expertenrunde durchforstet Gesetzesvorhaben nach überflüssigen Kosten und Vorschriften. Aktuell müssen Firmen etwa 10500 deutsche und EU-Informationspflichten erfüllen. Geld sparen Unternehmen, weil sie viele Daten an die Behörden elektronisch und nicht mehr auf Papier übermitteln. Allein bei Steuersachen werden so rund 200 Millionen Euro Kosten gespart. Auch kleine Berufsgruppen profitieren. So sparen Deutschlands Tierärzte jährlich 35 Millionen Euro ein, weil Vorgaben zum Umgang mit Arzneimitteln für Tiere aufgehoben wurden.pit/dpa
Unregelmäßige Arbeitszeiten

Nachtschichten gefährden die Gesundheit

Nachtschichten sowie wechselnde Arbeitszeiten führen Wissenschaftlern zufolge bei vielen Betroffenen zu Schlaflosigkeit und einem höheren Krankheitsrisiko. Von den betroffenen Berufstätigen litten bis zu 30 Prozent an Schlafstörungen, sagte Damien Léger von der Universität Descartes in Paris im Dezember auf einer Konferenz des französischen Gesundheitsministeriums.
Zudem schliefen Arbeitnehmer mit wechselnden Arbeitszeiten sowie mit Nachtschichten pro Tag im Schnitt eine Stunde weniger als sie benötigten, zitierte das Deutsche Ärzteblatt den Wissenschaftler. Schlaflosigkeit führe zu einem Mangel an Aufmerksamkeit, besonders auf dem Heimweg. Das Unfallrisiko erhöhe sich damit um mehr als das Doppelte. Unregelmäßige Arbeitszeiten könnten zu Herz-Kreislauf-Beschwerden sowie Übergewicht führen und seien oft mit einem erhöhten Konsum von Koffein und Nikotin verbunden.pit/pm

Arbeitsmarkt Ende 2008

Aktuelle Tendenz

"Der Arbeitsmarkt ist noch stabil. Dies zeigen die aktuellen Zahlen: Die Arbeitslosigkeit ist im November weiter gesunken. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm zu. Und die Nachfrage der Unternehmen nach Mitarbeitern befindet sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass der wirtschaftliche Abschwung den Arbeitsmarkt bald erfassen wird", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise im Dezember. Drei Kennzahlen lieferte die BA dazu:

Arbeitslosenzahl im November: minus 8000 auf 2 988 000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: minus 390 000
Arbeitslosenquote im November: minus 0,1 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent.
pit/pm

zm 99, Nr. 3, 01.02.2009, Seite 66