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16. Februar 2008

Heil- und Kostenpläne

Patienten wollen Beratung

Heil- und Kostenpläne sind für Laien offenbar besonders erklärungsbedürftig. Diese Erfahrung macht das Telearztzentrum der ife Gesundheits-AG vergleichsweise häufig, wie dessen ärztliche Leiterin Barbara Ruß-Thiel beim Kommunikationskongress der Gesundheitswirtschaft in der Handelskammer Hamburg berichtete. Das Unternehmen berät Versicherte im Auftrag einiger Krankenkassen in medizinischen Fragen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr bundesweit telefonisch.
Den Bereich Zahnmedizin und Kieferorthopädie betreffen rund 17 Prozent der Versichertenanfragen. "Monatlich haben wir allein rund 1 200 Anfragen zu zahnärztlichen Heil- und Kostenplänen, obwohl die Versicherten von ihren Zahnärzten persönlich und eingehend dazu informiert wurden", sagte Ruß-Thiel. Dabei gehe es sowohl um mögliche Sparmöglichkeiten bei der anstehenden Zahnbehandlung als auch um allgemeine Erläuterungen.
jr/ro

Marketing-Studie für Banken

Strategien fehlen, Kunden bleiben aus

Rund 60 Prozent der deutschen Banken richten ihr Marketing nicht strategisch aus und verschenken dadurch Wachstums- und Kundenpotenziale. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der internationalen Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton.
Den meisten Finanzdienstleistern fehle eine klare, mit der Produkt- und Marketingstrategie abgestimmte Positionierung. Dies sei ein erheblicher Wettbewerbsnachteil für sie - national wie international. Damit liegen die Banken im Vergleich zu anderen Industrien weit zurück, berichtet Booz Allen Hamilton. Bislang hätten sie beispielsweise weder das Ethno-Marketing für ausländische Mitbürger für sich entdeckt, noch spezielle Produkte für die "Best Ager", die über Fünfzigjährigen, entwickelt.
jr/pm

Verbesserungsvorschläge

Ideen verpuffen

Nur 26,3 Prozent der 500 umsatzstärksten Konzerne in Deutschland haben bereits ein modernes Ideenmanagement etabliert. Dies ist das Ergebnis der Studie "Ideenmanagement 2007/08" des Marktforschers EuPD Research.
Der Großteil der Unternehmen geht das Thema dagegen nicht ernsthaft an: Rund 20 Prozent geben offen zu, Verbesserungsvorschläge der eigenen Mitarbeiter zu erfassen, berichtet EuPD Research. Dies sei erstaunlich, denn ein professionell geführtes Ideenmanagement zähle der Untersuchung zufolge zu den profitabelsten Abteilungen eines Unternehmens. Dies bedeutet jedoch mehr, als sporadische Verbesserungsvorschläge der Belegschaft anzunehmen, betonen die Marktforscher.
Heute investierten einige Konzerne in ganze Abteilungen, die sich ausschließlich mit dem Ideenmanagement beschäftigen. In der Praxis existierten zudem viele unterschiedliche Ansätze und Konzepte.
jr/pm

Firmenkontakte zu Behörden

Immer mehr läuft online

Immer mehr Unternehmen in Deutschland nutzen die Möglichkeit, ihre Behördenangelegenheiten online zu erledigen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, griffen im Jahr 2007 rund 49 Prozent der Firmen mit Internetzugang auf Online-Dienstleistungen der Öffentlichen Hand zurück. Damit ist der Anteil der E-Government-Nutzer im Vergleich zu 2003 um 18 Prozentpunkte gestiegen.
Am häufigsten kommunizierten die Unternehmen mit der öffentlichen Verwaltung über das Internet, um Formulare herunterzuladen und um Informationen einzuholen. Die Firmen nutzen das Internet zudem vor allem zum Online-Banking und zur Marktbeobachtung. Mit einer eigenen Website präsentieren sich rund 22 Prozent mehr von ihnen im Netz als noch im Jahr 2003. Insgesamt waren 2007 rund 77 Prozent aller Unternehmen in Deutschland mit dem Internet verbunden.
jr/pm

Weitere Ergebnisse gibt es unter www.destatis.de/publikationen (Suchwort: IKT)


zm 98, Nr. 4, 16.02.2008, Seite 108