16. März 2007 |
|
|
KfW-Initiative "Kleiner Mittelstand" Für Gründer und junge UnternehmenUm vor allem die Finanzierungsbedingungen von Gründern, jungen Unternehmen und kleinen Mittelständlern zu verbessern, startet die KfW die Initiative "Kleiner Mittelstand". Mit verschiedenen Maßnahmen will die
KfW erreichen, dass Banken und Sparkassen ihre - zwar betriebswirtschaftlich
nachvollziehbare, aber de facto hemmende - Zurückhaltung bei der Vergabe
kleinvolumiger Kredite an diese Zielgruppe lockern. Zur Senkung der
Bearbeitungskosten für kleinteilige Kredite arbeitet die KfW daher an
einem neuen, standardisierten, schlanken Kreditprodukt für kleine,
etablierte Mittelständler. Außerdem will die KfW sich den
Kreditinstituten noch mehr als bisher als Risikopartner anbieten und
voraussichtlich ab April im KfW-Unternehmerkredit 50 Prozent des
Kreditausfallrisikos übernehmen. Dies gilt für Unternehmen, die
mindestens zwei Jahre existieren. Für Gründer und junge Unternehmen sollen ab 2008 die beiden Programme StartGeld und Mikrodarlehen zusammengefasst werden. "Statt wie bisher zu 80 Prozent wollen wir bei dem neuen Gründerprodukt die durchleitenden Banken komplett von ihrem Risiko befreien", sagte Vorstandssprecherin Matthäus-Maier. pit/pm Bafög-Rückzahlung in der Steuererklärung Widerspruch bei WerbungskostenDie Tilgungsraten für die BaföG-Rückzahlung sollten als Werbungskosten bei der Steuer angesetzt werden. Der Fiskus erkennt das zwar noch nicht an, derzeit läuft aber ein Prozess vor dem Bundesfinanzhof (BFH). Der soll klären, ob die Bafög-Rückzahlungen nicht doch als Werbungskosten gelten. Sollte das Gericht dem klagenden Ex-Studenten Recht geben, können auch andere Bafög-Rückzahler davon profitieren. Dazu müssen sie zunächst die Beträge in der Steuererklärung angeben und gegen einen eventuell ablehnenden Bescheid fristgerecht Widerspruch einlegen und mit Hinweis auf den BFH-Prozess (Az.: VI R 41/05) das Ruhen des Verfahrens beantragen.pit/Ä Mehr Internetnutzer Viele Menschen erreichenZahnärzte, die Praxis und Team auf einer eigenen Website vorstellen, können damit eine ständig wachsende Zahl von Patienten erreichen. Denn laut einer Umfrage des Statistischen Bundesamts hat die Nutzung des Internets in Deutschland weiter zugenommen. Fast zwei Drittel der Menschen ab zehn Jahren (65 Prozent) seien im ersten Quartal 2006 online gewesen. Das entspricht einem Anstieg um vier Prozentpunkte im Vergleich zu 2005. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Befragten ging nach Informationen der Statistiker täglich oder fast täglich ins Netz, ein Jahr zuvor waren es noch 50 Prozent. Große Unterschiede bei der Internetnutzung gibt es der Studie zufolge in den verschiedenen Altersgruppen: Bei den zehn- bis 24-Jährigen gingen 92 Prozent online, bei den 25- bis 54-Jährigen 80 Prozent und bei den über 54-Jährigen 30 Prozent. Der größte Anteil der Personen nutzte das Internet für E-Mails und um nach Informationen über Waren und Dienstleistungen zu suchen.sth/p Computer im Arbeitsalltag Auf dem VormarschMehr als jeder zweite Beschäftigte in Deutschland kommt im täglichen Arbeitsleben nicht mehr ohne den Einsatz von Computern aus. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, arbeiteten im vergangenen Jahr 58 Prozent der Beschäftigten mit Computern - also zwölf Prozentpunkte mehr als 2003. Dabei schwanke die Nutzungsquote je nach Branche deutlich: über 90 Prozent in der Datenverarbeitung, in Forschung und Entwicklung sowie im Kredit- und Versicherungsgewerbe. Dagegen nutze im Bau- und Gastgewerbe nur jeder dritte Mitarbeiter den Rechner. 46 Prozent aller Beschäftigten haben einen Internet-Zugang. Vermehrt werde per Internet auch von auswärts auf Daten im Büro zugegriffen.pit/pm Telefonkosten Teures FestnetzOb wirklich jedes Telefonat nötig ist, sollten Praxis-Chefs sich überlegen, denn Telefonieren im Festnetz ist teurer geworden. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt. Im Februar 2007 war der Preisindex für Telefondienstleistungen im Festnetz demnach um 1,6 Prozent höher als im Februar 2006. Gegenüber dem Vormonat stieg der Index leicht um 0,1 Prozent. Die Preise für das Mobiltelefonieren lagen nach Mitteilung der Statistiker hingegen um 3,7 Prozent unter dem Niveau von Februar 2006. Gegenüber Januar 2007 sanken hier die Preise um 0,6 Prozent. Die Internetnutzung verbilligte sich zwischen Februar 2006 und Februar 2007 um 3,9 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat sparten User 0,7 Prozent.sth/pm Institut der Wirtschaft Augenmaß beim LohnDie Lohnpolitik mit Augenmaß hat in Deutschland seit Mitte der neunziger Jahre rund 600 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze erhalten beziehungsweise neu geschaffen. Das berichtet das Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Entscheidend sei dabei gewesen, dass die Lohnsteigerungen sich weitgehend am Produktivitätsfortschritt orientiert hätten. So habe sich die gesamtwirtschaftliche Produktivität je Arbeitsstunde von 1995 bis 2006 um rund 20 Prozent erhöht - die Tariflöhne hätten im gleichen Zeitraum mit durchschnittlich 23 Prozent kaum kräftiger zugelegt. Angesichts der immer noch weit mehr als vier Millionen Arbeitslosen sollte Mäßigung weiter die Tarifrunden bestimmen, raten die Wirtschafts-Experten. Denn eine höhere Beschäftigung fördere die Konjunktur.pit/pm Quittungen Haltbar statt vergänglichKassenbons, Parkscheinen oder U-Bahn-Tickets aus Thermopapier sind vergängliche Belege: Die Schrift verblasst bei Tageslicht so schnell, dass die Quittungen für die Steuererklärung oder Reklamation unbrauchbar sind. Der Tipp der Verbraucherzentrale Hamburg lautet, Kunden sollten auf ihr Recht auf eine dauerhaft lesbare Quittung nach Paragraph 368 BGB pochen. Danach hat der Schuldner ein rechtliches Interesse daran, statt unzulänglicher Belege Quittungen von Dauer zu erhalten. Kundenfreundliche Händler sollten die Kosten übernehmen, falls der Kunde selber kopieren müsse.pit/ÄZ Wirtschaftsaufschwung Mehrheit erwartet keine VorteileVom Wirtschaftsaufschwung in Deutschland erwarten die meisten Menschen keine Vorteile für die breite Masse. Zwei Drittel gehen nach der Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach davon aus, dass die Mehrheit nicht vom Aufschwung profitieren wird, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Nur sechs Prozent erwarten demnach einen Nutzen für die unteren Einkommensschichten, 37 Prozent für Arbeitslose. Drei Viertel sehen aber Vorteile für die Unternehmen und den Staatshaushalt. Das Institut hatte vom 1. bis 13. Februar rund 2 000 Personen über 16 Jahren befragt.ck/dpa zm 97, Nr. 6, 16.03.2007, Seite 104-105 |