IDS-Nachrichten

1. April 2007
 
Zahnärztliche Organisationen auf der IDS

Berufspolitik im Gespräch

 
Viel Zulauf erhielt der Pavillon der Deutschen Zahnärzte auf der diesjährigen IDS, die vom 20. bis 24. März 2007 in Köln ihre Tore öffnete. Unter dem Motto "Berufspolitik im Gespräch" begrüßte die BZÄK (Federführung) gemeinsam mit der KZBV, der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), der Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte für Lepra- und Notgebiete (HDZ), dem Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ), der Zahnärztlichen Zentralstelle Qualitätssicherung (zzq) und den zm zahlreiche interessierte Messebesucher. Es gab Round-Table-Gespräche, Sprechstunden zu diversen Spezialthemen und vielfache Gelegenheit zu persönlichen Kontakten.

Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, Präsident der BZÄK, betonte in seiner Eröffnung am Stand die gute Möglichkeit auf der Messe, nach Innovationen Ausschau zu halten. Der Dentalmarkt beschränke sich inzwischen nicht mehr nur auf Europa, sondern agiere weltweit. Dies sei eine Chance und eine Herausforderung, der man sich stellen müsse. Das gelte für die Branche genauso wie für den einzelnen Zahnarzt in seiner Praxis.
pr

 
Messe 2007

Imposant, imposanter, IDS

 
Auf der IDS stellten gut 1 700 Firmen aus mehr als 50 Ländern ihre Produkte aus, so der Verband der Deutschen Dental-Industrie (VDDI). Rund 1 080 Anbieter kamen aus dem Ausland, etwa 660 aus der Heimat. Am stärksten vertreten waren die USA mit 186 Unternehmen, Italien mit 177, der Schweiz mit 69, der Republik Korea mit 66 und Großbritannien mit 48 Firmen.

Insgesamt umfasste das Messe-Angebot alles von Einrichtung und Betrieb der Praxen und Labore bishin zu Produkten für Zahnbehandlung und Zahnersatz.
ck/pm

 
Neue Auflage, neues Outfit

IDZ übergibt Dentalvademekum an BZÄK und KZBV

 
Anlässlich der IDS übergab Prof. em. Dr. Klaus Bößmann, Kiel, Vorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission des DDV, das druckfrische Dental Vademekum (DDV) 2007/2008 an den Präsidenten der BZÄK Dr. Dr. Jürgen Weitkamp sowie den Vorsitzenden der KZBV Dr. Jürgen Fedderwitz. Das Dentalvademekum erscheint in einem neuen Outfit, das noch handlicher und ansprechender ist. Es enthält alle Hintergrund-Informationen zu Materialien, die Zahnärzte sowie die Zahnärztinnen zu ihrer täglichen Arbeit benötigen. So sind alle Zahnfüllmaterialien, Hilfsstoffe sowie Legierungen, Hygiene- sowie Desinfektionsartikel und vieles mehr aufgelistet und geben Auskunft über all das, was für die Arbeit am Stuhl wissenswert ist.

Beide Funktionsträger bedankten sich bei den Verantwortlichen des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) für die umfangreiche Arbeit, die dieser Neuerscheinung zugrunde liegt. Ein Werk das neben der Roten Liste, sowie dem Pschyrembel unbedingt seinen Platz finden sollte, so Weitkamp.
sp

Das Vademekum ist über den Deutschen Zahnärzte-Verlag, Köln, im Abo für 79,95 Euro sowie im Einzelexemplar für 89,95 Euro zu beziehen (ISBN 978-3-7591-3338-7)


 
Roundtable-Gespräch mit Verbandsspitzenvertretern

Der Politik richtig Kontra geben

 
Mit der Aufforderung, staatliche Reglementierungsversuche auch künftig aktiv zu kontern, appellierten BZÄK-Präsident Dr. Dr. Jürgen Weitkamp (Foto: l.) und der KZBV-Vorsitzende Dr. Jürgen Fedderwitz (r.) in einem Round-Table-Gespräch unter der Moderation von zm-Chefredakteur Egbert Maibach-Nagel (m.) auf der IDS an Zahnärzte und ihre Standesvertreter, alle Möglichkeiten für die Gestaltung der beruflichen Freiräume aktiv wahrzunehmen.

Die große Besucherzahl auf der IDS zeige, dass die Zahnärzte weiterhin investitionsbereit seien, so Weitkamp. Der BZÄK-Präsident warnte aber: "Wirtschaftlich wird die Luft in unseren Praxen immer dünner." In den jetzt anstehenden Umsetzungen der neuen gesetzlichen Vorgaben werde es auch darum gehen, so der KZBV-Vorsitzende Fedderwitz, dass der sogenannte "kleine" Zahnarzt, "der in diesem Land hauptsächlich die Versorgung leistet", durch die jetzt anstehenden Wettbewerbs- und Liberalisierungstendenzen nicht benachteiligt werde. Unabhängig davon dürften die Patienten, so warnte der ausdrücklich für Freiberuflichkeit plädierende BZÄK-Präsident, jedenfalls künftig darunter leiden, "wenn das staatliche Gesundheitswesen mehr und mehr Oberhand gewinnen würde".

Fedderwitz forderte den Berufstand und seine Vertreter auf, sich in den jetzt von Krankenkassenseite forcierten Einzelverträgen nicht auseinander dividieren zu lassen: "Es kann nicht sein, dass nur bestimmte Gruppierungen mit entsprechenden Rosinen ausstaffiert werden". Vielmehr sei es Aufgabe der vereinten Zahnärzteschaft, "hier mit attraktiven Angeboten zu kommen und sich für den gesamten Berufsstand als potenzieller Vertragspartner" anzubieten.

Weitkamp mahnte an, gerade angesichts der aktuellen Entwicklung nicht politisch zu resignieren, vielmehr das Geschehen in Öffentlichkeit und in den Praxen aktiv zu gestalten. Mit Blick auf die IDS ermutigte er die Kollegenschaft: "Die Geräte allein machen es nicht, die Persönlichkeit der Zahnärztin oder des Zahnarztes sind auch in Zukunft ausschlaggebend."
mn

 
zm 97, Nr. 7, 01.04.2007, Seite 12-13