Der besondere Fall

Selbsttherapie hilft Kosten sparen

Eine Schienung besonderer Art. Sie war aber nicht der Grund für den Zahnarztbesuch.
 
Situation nach Abnehmen des Zwirnfadens (Epithelisierte Alveole)
1. April 2007 - Von einem interessanten Fall, in dem sich eine Patientin "selbst therapierte", und zwar bislang mit Erfolg, berichtet eine Kölner Kieferchirurgin.


Eine gut situierte, 44-jährige Privatpatientin suchte meine Praxis wegen einer II. Grades gelockerten Versorgung im Seitenzahnbereich des III. Quadranten und dem Wunsch nach einer implantatgetragenen Verankerung auf.

Erst bei der 01 fiel unter der Zahnsteinmauer in der Unterkieferfront das Zwirnfadengebilde auf. Bei der normalen Kommunikation war es nicht zu sehen gewesen. Da es die Patientin nicht störte, hatte sie auch initial nicht darauf hingewiesen.

Auf Nachfragen erzählte sie, dass sie mit dieser Situation nun schon seit "mehreren Monaten" prima zurecht komme. Den Zahn würde sie jeden Morgen - nach dem Reinigen desselben in der Hand - wieder mit einem neuen Zwirnfaden festbinden. Da die weißen Fäden zu auffällig seien, hätte sie sich beigefarbenen Zwirn besorgt und keiner würde etwas merken.

Da für den gesamten Unterkiefer nun Handlungsbedarf besteht, hat sich die Patientin damit einverstanden erklärt, demnächst auf diese Art des Zahnersatzes zu verzichten und stattdessen auch für die Front eine implantologische Variante zu akzeptieren.
Die Abbildungen sprechen für sich.

Zahnklinik am Hansaring
Dr. Dr. Britta Meul
Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Fachzahnärztin für Oralchirurgie
Hansaring 55
50670 Köln


zm 97, Nr. 7, 01.04.2007, Seite 55