Fit auf die sanfte Tour

- Motivation zu Sport und Entspannung, um die eigene Gesundheit zu stärken.
 
Fit auf die sanfte Tour

Hoch hinaus und alles fest im Griff

16. April 2008 - Das klingt wie ein Märchen von perfekter Karriere. Doch geht es hier darum, wie man mit einem "Aufstieg" seinem Herzen, den Blutwerten, seinem Gewicht und dem Rücken Gutes tun kan
Klettern trainiert den ganzen Körper. Aber auch die Konzentration ist gefragt: hängt man oben in der Wand, zählen jeder Griff und jede Bewegung.
n. Wer klettert weiß: Wünsche nach "Höhe und Gesundheit" sind kompatibel.


Für Kinder ist Klettern ganz normal und wichtig. Sie fangen schon damit an, bevor sie laufen können, versuchen, sich aufs Sofa zu ziehen oder robben die ersten Stufen einer Treppe hinauf. Später, auf dem Spielplatz, perfektionieren sie ihre Technik. Sie koordinieren Hände und Füße, recken und strecken sich, die Hände müssen fest greifen und die Füße dürfen nicht abrutschen. Gleichgewicht ist gefragt und gute Körperbeherrschung. Automatisch kräftigen die Kleinen dabei nicht nur Arme und Beine, sondern auch den Rücken und die Bauchmuskeln: Klettern ist ein tolles Training für den ganzen Körper.


Klettern macht Karriere
Klettern hat sich in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten zu einer weltweit beliebten Wettkampfdisziplin entwickelt. Im Fachbereich Medizin werden die positiven therapeutischen Effekte von Klettern auf das Gesamtbefinden erfolgreich genutzt. Auf der Internetseite einer großen Krankenkasse werden die Versicherten über die Vorzüge und Risiken dieses Sports
 
Vorsichtsmaßnahmen
Immer mit Helm
Nur mit sorgfältiger Vorbereitung
Nie gegen eigene Bedenken
informiert. Da heißt es, dass "Klettern mit geschulter Technik ein perfektes Rückentraining ist" sowie "Koordination, Kraft, Beweglichkeit, Gleichgewicht und Reaktionsvermögen fördert".

Zu Beginn können die ungewohnten Bewegungen und Muskeleinsätze recht anstrengend sein. Man sollte es also langsam angehen lassen denn der Körper braucht für die Anpassung an die neue Beanspruchung Zeit. Da es sich um einen technischen Sport handelt, ist es gut, die verschiedenen Vorgehensweisen in einem Kurs richtig zu erlernen, bevor man sich in Eigenregie auf den Weg macht. Einige Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten, und das nicht nur bei akuten Problemen, sondern auch als präventive Maßnahme.


Konzentration und Kraft
Sich in eine gewisse Höhe begeben ohne festen Boden unter den Füßen, nur auf die eigene Kraft vertrauend, das ist eine Herausforderung für Körper und Geist, erfordert Mut und weckt bei manchem auch den Wunsch, bis an die persönlichen Grenzen zu gehen, möglicherweise sogar darüber hinaus zu wachsen. Hängt man oben in der Wand, zählen jeder Griff und jede Bewegung. Nur mit ganzer Konzentration ist es möglich, den Körper zu steuern und unter Kontrolle zu halten. Die geringste Ablenkung kann dazu führen, dass das Gleichgewicht verloren geht, man den falschen Fuß setzt oder sich verkrampft … und fällt.

Der strenge Fokus schrumpft die eigene Existenz auf den gegenwärtigen Augenblick. Damit birgt der Klettersport großen Entspannungswert auf psychologischer Ebene. Alltag, Stress und Sorgen bleiben jenseits der Wand. Gerade Menschen, die wenig Freizeit haben, finden hier einen optimalen Weg, sich kurzfristig und ausschließlich auf sich selbst zu konzentrieren und die Außenwelt auszublenden.

Und falls man fällt? Prinzipiell gilt: Wer sachgemäß vorgeht, ist geschützt. Es kommt ganz darauf an, wie und wo man unterwegs ist. Es gibt spezielle Matten, die den Stürzenden auffangen und abpolstern, oder der Sportler ist mit Seilen gesichert. Oder am Boden steht ein Partner, der dazu beiträgt, dass der Sturz unverletzt endet.


K ... wie Kreuz
Armzug um Armzug arbeiten die großen Rückenmuskeln. Auf den Beinen ruht die größte Last: Sie heben mit jedem Tritt den Rumpf in die Höhe. Je besser sich der Körper im Gleichgewicht befindet, umso kraftsparender kann er sich bewegen.

Wenn Arme, Nacken, Schultern und Rücken im Alltag einseitig belastet werden, kann Klettern einen Ausgleich bieten, der mental entspannt und körperlich kräftigt. Dies gilt auch für Menschen, die aufgrund von Muskelverkürzungen und Beckenschiefs
Klettern tut auch Kindern gut. Kletterhallen bieten spezielle Profile für Groß und Klein.
tand Beschwerden haben. Denn Klettern ist eine wunderbare Haltungsschulung. Wer erst einmal gestärkt in einigen Metern Höhe in einer Wand hängt, lernt, dass eine rückengerechte Haltung selbst in kniffligen Situationen möglich ist. Zuvor müssen muskuläre Dysbalancen, also Haltungsschäden, weggeklettert werden. Ein Hohlkreuz oder ein Rundrücken etwa korrigieren sich durch diesen Sport von alleine: Man muss seinen Schwerpunkt über den Zehen sammeln, um gut nach oben zu kommen. Das geht nur, wenn man sich gerade aufrichtet und Spannung hält.

Auf bestehende Rückenprobleme haben sich "Rückenkletterschulen" spezialisiert. Sie integrieren besondere Übungen in das Training, das heißt, sie legen individuelle Schwerpunkte, nach denen sie die Klettertouren situationsorientiert für ihre Schützlinge zusammenstellen. Das ist durch die Halte- und Stützgriffe möglich, die manuell an die Kletterwände montiert werden und damit bestimmte Aufstiegsrouten und Bewegungsabläufe vorgeben können.


Kleine Katastrophen
Natürlich gibt es Risiken. Letztlich begibt man sich ja in gewisse Höhen und damit in die Gefahr, hinunterzufallen. Auch die Muskulatur kann überfordert werden, Muskelzerrungen oder Krämpfe können auftreten, vor allem, wenn man untrainiert ist oder sich nicht ausreichend aufgewärmt hat. Wichtiges Zubehör beim Klettern sind eine realistische Selbsteinschätzung, Respekt vor der Herausforderung und die nötige Vorsicht.

Für den Zahnarzt stellt sich die Frage nach möglichen Gefahren für seine Hände. Finger, Handgelenke, Arme und Schultern werden bei diesem Sport natürlich - wie der ganze Körper - besonders gefordert. Zahnmediziner haben, anders als Büromenschen, jedoch bereits eine berufsbedingt kräftige Hand- und Fingermuskulatur. Krämpfe oder Überlastungen sind hier sicher weniger häufig, als bei untrainierten Händen. Kontrolliertes Klettern kann gerade dem Zahnarzt helfen, die körperlichen Belastungen seines Berufsalltags durch das gewonnene, verstärkte Kraftvolumen leichter zu meistern.

Klettern hilft bei

Rückenbeschwerden, denn dieser Sport stärkt unter anderem auch die Rumpfmuskulatur und stabilisiert so den Rücken
Armproblemen, denn Hände, Arme und Finger sind ständig im Einsatz. Schwache Hand- oder Fingergelenke brauchen gezieltes Kräftigungstraining.
Stress, denn es ist grundsätzlich zum Stressabbau geeignet. Allerdings darf der Stress nicht die Konzentrationsfähigkeit schwächen.

Klettern ist erlaubt bei Übergewicht, denn auch wer einige Kilos zuviel auf den Hüften hat, kann bei guter Kondition und genügend Kraft klettern. Grundsätzlich stärkt dieser Sport die ganze Körpermuskulatur.

Schwangere, Patienten mit Tinnitus, bei Erkrankungen der Koronargefäße sollten nicht Klettern.
Bei Bluthochdruck ist zuvor der Arzt zu konsultieren, da es während der kurzfristigen und starken Belastungen zu Blutdruckspitzen kommen kann.


Ein Kinderspiel
Klettern ist nicht nur etwas für Erwachsene. Diese Sportart kommt dem Spiel- und Bewegungstrieb der Kinder sehr entgegen. Zahlreichen Hallen bieten spezielle Kurse und extra Wände, bei denen sich die Kleinen austoben können. Unter Aufsicht dürfen sie dort ein paar
 
Adressen aller Kletterhallen in Deutschland gibt es im Internet unter http://www.climbing.de
Link: Kletterhallen

Meter hoch klettern und werden so an den Sport herangeführt.

Wer Angst hat, das könnte für sein Kind zu gefährlich sein, kann sich beruhigt zurücklehnen. Mit guter Ausrüstung und einer sicheren Klettertechnik ist es im Allgemeinen recht ungefährlich. Kinder sollten einen Kurs besuchen, in dem sie von erfahrenem Personal beaufsichtigt werden und das ihnen die richtigen Techniken vermittelt.

Was für Erwachsene gilt, trifft auf Kinder nicht minder zu. Auch sie lernen an der Wand, sich zu konzentrieren, ihren Körper zu spüren und gezielt einzusetzen. Kinder entdecken ihre Kreativität, lernen Ängste überwinden und ihre eigene Leistungsgrenze zu finden. Klettern sie in einer Gruppe, vielleicht sogar in der Natur, erweitert sich der Erfahrungsschatz dieser Sportart. Im Team zu klettern, sich aufeinander verlassen, sich vertrauen und füreinander da sein sind prägende Erlebnisse, die besonders bereichern. Sind Eltern und Kinder im Klettern erfahren, bietet sich innerhalb der Familie die Möglichkeit zu gemeinsamer intensiver Freizeitgestaltung.


Drinnen und draußen
In der Vergangenheit waren die Klettersportler vorwiegend draußen aktiv. Es gab noch keine Kletterhallen, die diesen Sport jahreszeitenunabhängig machten, und so waren sie mit Leitern, Bohrmaschinen und anderem technischen Gerät unterwegs und hinterließen ihre Spuren in der Natur. Heute hat sich das zum Glück weitgehend geändert. Nun gilt es vorwiegend, eine Route ohne diese Hilfen, aber natürlich mit Partner, zu bewältigen. Das nennt man Freiklettern, Freeclimbing oder Feestyle, und zur Fortbewegung am Fels werden ausschließlich natürliche Gegebenheiten der Felsoberfläche genutzt. Haken, Keile und andere Sicherungsmittel dienen ausschließlich der Sicherung und keineswegs der Fortbewegung. Wer in unberührten Gegenden klettert, sollte natürlich immer seltene Pflanzen und Tierbestände schützen - das versteht sich eigentlich von selbst.

In Kletterhallen oder Klettergärten wird das Freiklettern als Sportklettern bezeichnet. Die Routen sind oft nur 20 bis 30 Meter lang, dafür aber schwieriger als im alpinen Gelände. Es dient zum Training für größere alpine Touren, und aufgrund der guten Absicherung ist das Verletzungsrisiko bei einem Sturz gering. Man kann hier sehr gut bis an seine persönliche Leistungsgrenze gehen, da das Klettererlebnis auf eine überschaubare Strecke und Höhe begrenzt ist. Neben dem Freiklettern gibt es weitere Varianten.

Beim Bouldern in der Kletterhalle wird zumeist ohne Seil in Absprunghöhe geklettert. Der Kletternde wird durch eine zweite Person, die am Boden steht, gesichert: Sie lenkt den Fall bei einem Sturz in der Art, dass Kopf und Rumpf geschützt werde
Aufstieg im Eis: ein anspruchsvolles Naturerlebnis mit Steigeisen, Eisbeil und Eisaxt.
n und die Beine zuerst aufkommen. Auch liegt eine besondere Matte, das Crashpad, aus, die den Fall dämpft. Das Bouldern in der Halle ist eine Ableitung des Kletterns an kleinen Felsblöcken (englisch: boulder).

Beim technischen Klettern werden Seile, Haken oder Schlingen nicht nur zur Sicherung, sondern zum Aufstieg benutzt. Auch Trittleitern, Bohrmaschinen und sogar Kompressoren kamen lange Zeit zum Einsatz, um die Haken im Fels zu verankern. Als man erkannte, dass man sich mithilfe von Nägeln an jeder Wand "hochnageln" konnte, verlor das technische Klettern seinen sportlichen Reiz. Ausnahme bildet heute das "Bigwall-Klettern", bei dem sehr hohe Felswände (zum Beispiel im Yosemite Valley in den USA) bestiegen werden. Für diese Aufstiege benötigen durchschnittliche Kletterer mehrere Tage, das bedeutet, sie müssen sich mit Vorräten und Übernachtungsmaterial ausrüsten und dieses auch während der Tour transportieren.

Alpinklettern ist ein Bestandteil des Bergsteigens. Hier gilt es vor allem, den Gipfel zu erreichen. Es bildet während der Bergtour nur einen Teilaspekt des Aufstiegs und ist nicht wichtiger als zum Beispiel die Tourenplanung, die Ausrüstung und die Beobachtung des Wetters. Durch die Umgebung und natürliche Felsbedingungen ergeben sich zusätzliche Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

In der Wand hängen und unter sich das Rauschen des Wassers hören: Diesen Moment erlebt man beim Deep Water Soloing. Damit ist das Erklettern steiler Felsformationen in Küstenregionen, an Seen oder Flüssen gemeint. Man ist hier ohne Sicherungsmaterial unterwegs und nimmt den Fall ins unter der Kletterroute gelegene Wasser beabsichtigt in Kauf.

Eine Mischung aus Fels und Eisformationen, etwa gefrorene Wasserfälle, zu besteigen, nennt man Eisklettern oder auch Mixed-Klettern. Dabei werden spezielle Steigeisen und Eispickel verwendet.


Das Equipment
Was genau benötigt wird, hängt von der Klettertechnik ab. Beim Bouldern ist die Ausrüstung eher minimalistisch: bequeme Kleidung, Kletterschuhe, ein Chalkbag gefüllt mit Magnesia und eine Zahnbürste zur Reinigung der Griffe bilden die Grundausstattung. In der Natur kommt noch ein Crashpad hinzu.

Für höhere Aufstiege benötigt man Seile, Gurte, Haken, einen Helm und mehr. Es gibt zum Beispiel eine große Auswahl an Haken und Griffen. Nicht nur hinsichtlich der Formen, auch bei den Materialien gibt es Unterschiede. Hier ist eine gute Beratung nötig und vor allem eine entsprechende Kletter-Ausbildung.
sch


Lexikon für spezielle Begriffe im Klettersport:

Bouldern
Eine Spielart des Kletterns an kleinen Felsblöcken (englisch = Boulder), wo maximale Schwierigkeiten seilfrei in Absprunghöhe geklettert werden. Ist der Block oder das Boulderproblem höher als die gesunde Absprunghöhe, spricht man von einem Highball. Zur Dämpfung des Falls wird meist ein Crashpad und/oder ein Spotter eingesetzt. Bouldern eignet sich hervorragend als Training, wird aber auch als eigenständige Disziplin betrieben.

Cleanclimbing
Zur Sicherung werden nur Klemmkeile und Schlingen benutzt und keine Haken oder Bohrhaken. Nach dem Motto, keinerlei Spuren zu hinterlassen.

Drytooling
Klettertechnik beim Mixedklettern, bei der man wie beim Eisklettern mit zwei Eisgeräten (Eisbeil, Eisaxt) in den Händen und Steigeisen an den Füßen bewaffnet ist. Man bewegt sich jedoch nicht nur im Eis, sondern klettert auch reine Felspassagen, wobei man die Frontalzacken der Steigeisen auf Tritte und die Spitzen der Eisgeräte auf Griffe setzt.

Freiklettern
Zur Fortbewegung am Fels werden ausschließlich die natürlichen Gegebenheiten der Felsoberfläche benutzt. Haken, Klemmkeile und andere Sicherungsmittel dienen nur der Sicherung des Kletterns und in keinem Fall zur Fortbewegung oder zum Ruhen.
Engl. = freeclimbing.

Klemmkeile
Mobile, das heißt wieder entfernbare Sicherungsmittel, die in Rissen oder in Löchern gelegt werden können. Sammelbegriff für verschiedene Ausführungen: Rocks, Stopper, Hexentricks, Tricams, Friends und viele mehr.

Mixedklettern
Im Winter betriebene Spielform des Eiskletterns, bei der auch reine Felspassagen bewältigt werden. Es wird mit zwei Eisgeräten (Eisbeil, Eisaxt) und Steigeisen geklettert, die in den Felspassagen zum Drytooling eingesetzt werden. Es gibt eine eigene Schwierigkeitsbewertung, die von M1 bis aktuell M12/ M13 reicht.

Schwierigkeitsbewertung
Die Schwierigkeiten von Kletterrouten und Bouldern werden in Schwierigkeitsgrade eingeteilt. Es gibt verschiedene länderspezifische Schwierigkeitsbewertungen. Eine Übersicht der Bewertungen für das Freiklettern gibt es hier. Darüber hinaus gibt es weitere Schwierigkeitsskalen für das Bouldern, fürs Eisklettern, Mixedklettern und technische Klettern.

Spotten
Wenn beim Bouldern jemand unterhalb des Boulderers steht und versucht, ihn bei einem Sturz abzufangen beziehungsweise ihn in aufrechter Haltung auf sein Crashpad zu leiten, nennt man das spotten.

Technoklettern
Klettern mit künstlichen Hilfsmitteln. Es werden Haken, Klemmkeile, Skyhooks und mehr zur Fortbewegung benutzt, in die teilweise auch Trittleitern eingehängt werden. Auch technisches Klettern oder aidclimbing genannt. Für das technische Klettern gibt es eine eigene Schwierigkeitsbewertung, die von A0 bis A5 reicht, wenn Haken geschlagen werden müssen, beziehungsweise von C0 bis C5 bei Cleanclimbing, wenn die Route ausschließlich mit Klemmkeilen bewältigt werden kann.

toprope
Klettern einer Route, die von oben gesichert wird, weil man sich den Vorstieg nicht traut oder der Route nicht gewachsen ist. Das Seil wird in der Regel oben umgelenkt, so dass der Sichernde gemütlich am Boden herumlümmeln und schön zuschauen kann. Die ungefährlichste Art zu klettern.

Vorstieg
Hierbei ist man nicht von oben gesichert, sondern steigt zuerst ungesichert von unten in die Route ein und hängt das Seil nach und nach in die Zwischensicherungen, an denen man vorbeikommt, und reduziert so immer wieder die mögliche Sturzhöhe. Der Vorsteiger wird dabei von seinem Partner von unten gesichert. Alle Begehungsstile von nennenswerter sportlicher Bedeutung finden im Vorstieg statt.

Quelle: www.kleimbing.de

Literaturtipps

Klettern an der Boulderwand
Das Buch Klettern an der Boulderwand bietet zahlreiche Anregungen für Übungen und Spiele für Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahren. Bei den Übungen werden richtiges Greifen, Treten sowie die Schulung der Sinne vermittelt. Bei den Such- und Merkspielen, Transport- und Geschicklichkeitsspielen, Fang- und Verfolgungsspielen sowie kombinierten Wettspielen, bei denen die Kinder einzeln oder in Gruppen ihre Fähigkeiten spielerisch einsetzen und verbessern können, steht der Spaß am Spiel im Vordergrund. Zusätzlich zum sportlichen Aspekt ist Klettern auch pädagogisch wertvoll, wenn die einzelnen Kletterer sich gegenseitig absichern und einander vertrauen müssen.

Klettern an der Boulderwand
Übungen und Spiele für Kinder
Jürgen Kittsteiner, Peter Neumann
Taschenbuch, Kallmeyer Verlag, 2002,
100 Seiten, 10,90 Euro


Klettern - Vom Einsteiger zum Könner
Klettern hat viele Facetten vom Indoorklettern über das Sportklettern bis hin zum alpinen Klettern. Das vorliegende Buch vermittelt umfassend die grundlegenden Kenntnisse für die verschiedenen Arten des Kletterns. Es ist sowohl für Anfänger ein hervorragender Einstieg, als auch für Fortgeschrittene ein praktisches Nachschlagewerk. Besonders hilfreich sind dabei die praktischen Tipps im Kletteralltag, die der Autor aufgrund seiner langjährigen Erfahrung zu jedem Thema parat hat. Der Band wird ergänzt durch Tipps zum Kartenlesen, zu Wegfindung, Wetterbeobachtung sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen im Notfall.

Klettern. Vom Einsteiger zum Könner
Tony Lourens, März 2007, Delius Klasing Vlg GmbH, 119 Seiten, 19,90 Euro


Besser Bouldern
Bouldern hat in den letzten Jahren einen Boom erlebt. Auch wenn das Spiel mit den kleinen Blöcken einfach erscheint, gibt es einiges zu beachten. Wer beim Klettern besser werden will, kommt um ein Bouldertraining nicht herum. Der fränkische Boulderexperte Andi Hofmann, Mitglied im DAV-Lehrteam, gibt Tipps und weist ausführlich auf die wichtigen Elemente der Bewegungslehre und des Coachings hin.

Besser Bouldern - Grundlagen und Expertentipps
Andi Hofmann, 182 Seiten, 1. Auflage
Frühjahr 2007, 19,90 Euro




zm 98, Nr. 8, 16.04.2008, Seite 104-108