16. April 2008 |
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Bescheinigung für Bonusprogramme Marketing auf Kosten der ÄrzteBonusprogramme der Krankenkassen dienen deren Marketing, sie sind keineswegs Teil der vertragsärztlichen Versorgung. Teilnehmer, die ihre Boni beantragen wollen, müssen der Kasse entsprechende
Bescheinigungen vorlegen. Von ihrem behandelnden Arzt, der dafür eine
Gebühr erheben darf.Auch wenn Patienten sich darüber ärgern - Praxischefs sollten sich davon nicht abschrecken lassen, sondern ihre Position klar und deutlich vermitteln, meint die Ärzte-Zeitung. Schließlich dienten diese Programme der Bindung und Rekrutierung von Mitgliedern. So erhielten AOK-Patienten, die Früherkennungsuntersuchungen und Impfungen nachweisen, einen satten Bonus von 70 Euro. Auch wenn viele Kassen und Patienten davon ausgingen, dass Ärzte den Nachweis gratis erstellen, sei es Ärzten nicht zuzumuten, dass sie kostenlos leisten, wovon andere profitieren. Eine Argumentationshilfe dabei sei ein gut positionierter Aushang am Praxistresen, dass die Bestätigung für eine erfolgte Teilnahme am "Bonusprogramm" zum Beispiel 5 Euro koste. Gegebenenfalls ergänzt um den Hinweis darauf, dass Patienten bei der Kasse natürlich die Erstattung der Bestätigungsgebühr beantragen können. pit/ÄZ Gesundheitsförderung Für kleinere BetriebeKrankenkassen könnten mit betrieblicher Gesundheitsförderung im Jahr mehr als 400 Euro Behandlungskosten pro Versicherten einsparen. Das berichtet "Der Gelbe Dienst" mit Verweis auf eine Studie der Innungskrankenkasse (IKK) Nordrhein.Die untersuchte die Wirkung des Bonusprogramms zur betrieblichen Gesundheitsförderung, das die IKK Nordrhein sei t2005 speziell für kleinere und mittlere Betriebe anbiete. Es soll helfen, gesundheitliche Belastungen am Arbeitsplatz zu verringern oder zu vermeiden, um Erkrankungen vorzubeugen. pit/dgd Details für Interessierte unter http://www.vincentz-berlin.de/service Rente Mit Riester und RürupFür die Riester-Rente hat sich für 2008 der Beitrag um einen Punkt auf vier Prozent vom Bruttoeinkommen des Vorjahres erhöht, jetzt müssen einschließlich der Zulagen höchstens 2100 Euro für die volle Förderung bezahlt werden. Die Beiträge können steuerlich in voller Höhe anerkannt werden. Darauf verweist der Bund der Versicherten (BdV). Zugleich ist die Förderung ausgeweitet worden: Die Grundzulage stieg von 114 auf 154 Euro, die Kinderzulage von 138 auf 185 Euro; für Kinder, die ab diesem Jahr auf die Welt kommen, werden den Eltern 300 Euro gutgeschrieben. Steuerliche Vorteile gibt es auch bei der Rürup-Rente: Jetzt können 66 statt 64 Prozent der Beiträge als Sonderausgaben beim Finanzamt geltend gemacht werden. In der betrieblichen Altersvorsorge (Entgeltumwandlung) können 2008 höhere Beiträge steuer- und sozialabgabefrei eingezahlt werden. Insgesamt sind jetzt 2544 Euro möglich, rechnet der BdV aus.pit/pm Erbschaftssteuerreform Entwurf diskriminiert Freiberufler"Der Gesetzentwurf blendet die Freiberufler komplett aus", kritisierte BFB-Präsident Dr. Ulrich Oesingmann die geplante Erbschaftssteuerreform. "Die Hand will der Fiskus zwar aufhalten und miterben, aber beim sogenannten Abschmelzmodell fallen die Freiberufler durchs Entlastungsraster."In den meisten Freien Berufen sei es rechtlich nicht möglich als Erbe eine selbstständige Existenz fortzuführen, da in der Regel personengebundene Vorqualifikationen sowie Zulassungen notwendig seien. "Eine Arztpraxis etwa ist und bleibt eine Arztpraxis und kann im Erbfall von der nächsten Generation nicht weitergeführt werden, wenn der Erbe etwa Anwalt oder Bauingenieur ist", betonte Oesingmann. So schlage die Erbschaftssteuer mit voller Wucht durch und werde fällig. Nach Ansicht des BFB werden die Erben faktisch zum Verkauf gezwungen. Finde sich kein Käufer, werde der mit dem Abschmelzmodell anvisierte Anreiz zur Fortführung und zum Erhalt von Arbeitsplätzen freilich ad absurdum geführt. Die Freiberufler würden gegenüber jenen Betrieben diskriminiert, die das Modell zukünftig anwendeten. jr/pm Preisverleihung AusgezeichnetDer Ward "Innovationspreis eHealth 2008" von der Universität Bayreuth ging an das Erlanger Screening-Projekt Talking-Eyes, einem "Klassiker", der Sonderpreis an den Neuling coliquio.de, eine Web-Plattform für Ärzte. coliquio.de ist anonym und dient mittlerweile 1100 Ärzten als Plattform für die Meldung von kritischen Zwischenfällen.pit/dgd Im Netz unter http://www.coliquio.de Muster-Widerrufsbelehrung Korrigierte Fassung in KraftZum 1. April 2008 tritt eine korrigierte Muster-Widerrufsbelehrung des Bundesjustizministeriums (BJM) in Kraft, die Shop-Betreibern Rechtssicherheit bieten soll. Das berichtet das Unternehmen Trusted Shops für Zertifizierung von Online-Händlern.Gerichte hatten immer wieder das bisherige amtliche Muster für nicht rechtskonform erklärt, Händler waren reihenweise wegen dessen Verwendung abgemahnt worden. Die neue Belehrung solle im Sommer in Gesetzesform gefasst werden. pit/ots zm 98, Nr. 8, 16.04.2008, Seite 84-85 |