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Fußdeformitäten

Spreizfüße, Senkfüße oder Plattfüße, Hallux valgus sowie Hammer- oder Krallenzehen – die Liste der Fußdeformitäten ist lang. Die Beschwerden richten sich nach der Form der Veränderungen, und diese bestimmt auch die therapeutischen Möglichkeiten. Hier ein Überblick.

Fußdeformitäten können angeboren sein, sie können im Zusammenhang mit Erkrankungen stehen oder im Laufe des Lebens erworben werden. Die Deformation kann zum Teil erhebliche Beschwerden zur Folge haben, wie das oft beim Spreizfuß der Fall ist, oder völlig ohne Symptome sein, wie etwa beim Sichelfuß, der aber durch den veränderten Gang und die veränderte Belastung Folgeerkrankungen, wie arthrotische Gelenkveränderungen, provozieren kann. Welche Symptome auftreten und welche therapeutischen Möglichkeiten gegeben sind, hängt direkt von der jeweiligen Fußveränderung ab.

Der Spreizfuß

Die wohl häufigste Fußfehlbildung ist der Spreizfuß. Es handelt sich um eine erworbene Fußdeformität, bei der es zu einer Absenkung der Fußmittelknochen kommt. Ursache ist eine Schwäche des Fußquergewölbes, die zur Folge hat, dass die Mittelfußknochen etwas auseinanderweichen. Der Körperdruck verlagert sich damit vor allem auf den zweiten und den dritten Mittelfußknochen während die übrigen Mittelfußknochen nach außen ausweichen. Dadurch verbreitert sich der Fuß, was früher oder später Beschwerden in den Schuhen macht.

Unabhängig davon kommt es auch allgemein beim Spreizfuß, den übrigens vorwiegend Frauen entwickeln, zu einer nicht unerheblichen Symptomatik und das vor allem unter Belastung. Die Betroffenen klagen insbesondere beim Gehen und Stehen über Schmerzen, die in Ruhe meist nachlassen.

Die anatomischen Veränderungen führen zudem langfristig zu Komplikationen. So können sich durch die Verbreiterung des Fußes in engem Schuhwerk und auch durch die veränderte Stellung der Zehengrundgelenke leicht schmerzhafte Hühneraugen sowie Schwielen an den Mittelzehen ausbilden. Da der große Zeh durch die Fehlstellung nach außen drängt und der kleine Zeh nach innen, werden die mittleren Zehen außerdem zusammen gedrückt, was die Bildung von Hammerzehen begünstigt.

Das eingesunkene Quergewölbe des Fußes kann operativ nicht korrigiert werden, so dass lediglich eine konservative Behandlung möglich ist. Dabei wird versucht, durch spezielle Spreizfußeinlagen eine Entlastung der Druckstellen zu erwirken. Die Betroffenen werden zu einer regelmäßigen Fußgymnastik angehalten und motiviert, das Tragen von engem und hohem Schuhwerk zu vermeiden. Kommt es zur Ausbildung schmerzhafter oder gar entzündlicher Reizzustände, so können eine vorübergehende Ruhigstellung sowie Wechselbäder Linderung verschaffen. Gegebenenfalls muss dann aber auch auf schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente zurückgegriffen werden.

Der Knick-Senkfuß

Der Knick-Senkfuß ist eine häufige Fußdeformität bei Kindern, verläuft in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle aber harmlos. Die Füße der Kinder weisen eine verstärkte X-Stellung der Ferse auf, als Komponente des Knickfußes, sowie eine Abflachung der Fußwölbung als Korrelat des Senkfußes.

Ursache der Veränderungen können eine Sehnen- und Bänderinstabilität sein sowie eine Muskelschwäche. Begünstigt werden die Anomalien außerdem durch Übergewicht sowie durch O-Beine oder X-Beine.

Der Knick-Senkfuß verursacht meist keine Beschwerden, erhöht allerdings das Risiko der Entwicklung von Plattfüßen. In den meisten Fällen wächst sich die Fehlstellung jedoch mit zunehmendem Alter der Kinder aus. Ist das nicht der Fall oder kommt es sogar in schweren Fällen zu Schmerzen durch die Anomalie, so erfolgt die Behandlung konservativ. Die Kinder werden angehalten, viel barfuß zu gehen, um damit den normalen Abrollprozess des Fußes zu fördern. Es ist ferner eine spielerische Fußgymnastik mit Greifübungen der Zehen und Zehenspitzstand ratsam und gegebenenfalls das Tragen spezieller Einlagen.

Der Plattfuß

Eine ebenfalls weit verbreitete Fußanomalie sind Plattfüße. Bei dieser Störung ist die Längswölbung des Fußes aufgehoben, der Fuß ist auf den Boden durchgedrückt und wirkt dadurch regelrecht „platt“. Er richtet sich auch im unbelasteten Zustand nicht wieder auf. Der Plattfuß ist häufig die Folge eines Knick-Senkfußes (siehe oben), der bei Überlastung in den Plattfuß übergeht. Meist geht die Veränderung auf eine Schwäche der Bänder und Muskeln zurück. Sie kann auch durch eine Arthrose im Fußgelenk bedingt sein, durch Traumen oder auch mit Erkrankungen wie der Kinderlähmung in Zusammenhang stehen. In seltenen Fällen können Plattfüße zudem angeboren sein.

In aller Regel verursachen Plattfüße keine oder kaum Beschwerden. Da sie außerdem im Normalfall keine gesundheitlichen Konsequenzen haben, ist eine Behandlung grundsätzlich solange nicht erforderlich, wie der Betroffene nicht unter Symptomen beziehungsweise Beschwerden leidet. Kommt es jedoch durch die Veränderungen im Fußgewölbe zu Schmerzen, so kann das Fußgewölbe durch Einlagen gestützt werden, die dann allerdings täglich getragen werden müssen.

Der Spitzfuß

Unter einem Spitzfuß verstehen die Mediziner eine Fehlbildung, die durch einen Hochstand der Ferse bedingt ist. Dadurch berührt der Fuß den Boden lediglich mit dem Fußballen, was den stabilen Stand auf zwei Beinen fast unmöglich macht und in jedem Fall Gangunsicherheiten bedingt. Im Tierreich dagegen ist diese Fußstellung weit verbreitet, sie wird nicht zuletzt wohl deshalb auch als Pes equinus, also als Pferdefuß, bezeichnet.

Der Spitzfuß kann angeboren sein, das aber ist nur selten der Fall. Häufiger entwickelt sich die Fehlstellung im Zusammenhang mit Erkrankungen. Sie ist zumeist bedingt durch eine Verkürzung des Wadenmuskels, die Folge einer zerebralen Kinderlähmung sein kann oder auch einer Halbseitenlähmung nach einem Schlaganfall. Auch Nervenschädigungen, die ihrerseits Muskellähmungen verursachen, wie es beispielsweise bei einer Diphtherie möglich ist, können zum Spitzfuß führen. Dieser kann auch als Folge von Verletzungen im Bereich des Sprunggelenkes oder des ganzen Fußes auftreten oder wenn bei langer Bettlägerigkeit der Fuß nicht sachgerecht gelagert oder sogar in Spitzstellung fixiert wird.

Ein Spitzfuß führt zwangsläufig zu Gangveränderungen, da die Betroffenen nur noch den Vorder- und Mittelfußbereich auf den Boden aufsetzen, den Fuß aber nicht mehr abrollen können. Das gegenüberliegende Bein wird dadurch funktionell länger, was eine dauerhafte Knieüberstreckung zur Folge hat, die zu einem chronischen Schiefstand des Beckens und dadurch zu einer seitlichen Verkrümmung der Wirbelsäule im Lendenwirbelbereich führen kann.

Voraussetzung einer effektiven Therapie der Fehlstellung ist eine gute Diagnostik mit Abklärung der Ursachen der anatomischen Veränderung. Mittels einer Röntgenuntersuchung kann ferner eruiert werden, inwieweit bereits der knöcherne Teil des Fußes verändert ist und ob die Fehlstellung bereits Auswirkungen auf das Knie, die Hüfte oder gar die Wirbelsäule hatte.

Therapeutisch wird, wann immer möglich, angestrebt werden, die Ursache der Veränderungen zu beheben. Außerdem kann durch krankengymnastische Übungen versucht werden, die Wadenmuskulatur aktiv wie auch passiv zu mobilisieren und die Unterschenkelmuskulatur zu dehnen, um den Fuß wieder in die normale Position zu bringen. Eine vollständige Normalisierung lässt sich allein durch die Krankengymnastik zwar in der Regel nicht erreichen, die Behandlung, die allerdings langwierig ist, bringt aber meist doch eine deutliche Verbesserung. Reicht diese nicht aus, so kann es sinnvoll sein, durch eine spezielle Fixierung mit einem Gipsverband den Fuß über längere Zeit in der Normalstellung festzuhalten.

Eine weitere therapeutische Möglichkeit besteht in der operativen Verlängerung der Achillessehne, ein Verfahren, das vor allem bei Kindern Erfolg versprechend ist. Sind beim Erwachsenen jedoch bereits Abnutzungserscheinungen aufgetreten, so wird üblicherweise eine so genannte Arthrodese durchgeführt, ein Eingriff, bei dem das unter Sprunggelenk versteift wird.

Da die Therapie eines Spitzfußes schwierig ist, sollte bei längerer Ruhigstellung des Sprunggelenks alles daran gesetzt werden, solchen Veränderungen vorzubeugen. Das kann durch krankengymnastische Übungen geschehen, durch das Vermeiden einer Fixierung des Fußes in Spitzhaltung und/oder durch das Anbringen eines Fußbrettes im Bett des Patienten, so dass sich dieser bei längerer Bettlägerigkeit mit den Füßen besser abstützen kann.

Der Sichelfuß

Ein Sichelfuß, der durch eine Verdrehung des Fußes gekennzeichnet ist, kann angeboren sein, aber auch erworben werden. Die angeborene Störung wird rezessiv vererbt, tritt also nur dann auf, wenn beide Elternteile das entsprechende Gen an das Kind weitergeben. Erworben werden kann die Deformität beispielsweise durch eine Fehllagerung des Säuglings und insbesondere durch eine häufige Bauchlage, bei der sich zwangsläufig der Vorderfuß nach innen richtet. Jungen reagieren darauf offenbar empfindlicher als Mädchen und entwickeln häufiger einen Sichelfuß, auch Pes adductus genannt.

Die Füße sind meist uneingeschränkt beweglich, und die Anomalie verursacht in der Regel keine Schmerzen. Die Betroffenen zeigen jedoch einen auffällig einwärts gedrehten Gang, und unbehandelt kann die Fehlstellung schließlich zur Versteifung des Mittelfußes führen. Es kommt zu Fehlbelastungen, die langfristig die Fuß-, Knie- und Hüftgelenke über Gebühr belasten und arthrotischen Veränderungen den Weg bahnen.

Ist lediglich der Vorderfuß betroffen, so kann die Störung bei Säuglingen durch häufiges Drehen des Fußes in Normalstellung oftmals schon manuell behoben werden. Bei Beteiligung des Mittelfußes sind korrigierende Gipsverbände indiziert. Anschließend tragen die Kinder während der Nacht Lagerungsschalen. Lernen die Kinder laufen, so sind spezielle Schuheinlagen hilfreich, und in seltenen Fällen kann auch eine Operation erforderlich werden.

Der Hohlfuß

Beim Hohlfuß ist das Längsgewölbe des Fußes überhöht, was zu einer nach innen gerichteten Ferse in einer Art O-Stellung führt. Der Hohlfuß ist damit quasi das Gegenstück zum Plattfuß. Ursache ist meist eine Schwäche oder Lähmung der kleinen Fußmuskulatur, wobei leichte Formen dieser Anomalie in aller Regel keine besondere Therapie erforderlich machen.

Anders sieht das aus, wenn die Fehlstellung mit neurologischen Erkrankungen wie einer myatrophischen Lateralsklerose oder einer neurogen bedingten Muskelatrophie im Zusammenhang steht und progredient ist. Dann verstärkt sich der Hohlfuß und verursacht infolge der Fehlbelastung langsam schleichend druckempfindliche Schwielen und damit auch Schmerzen. Zunächst kann in weniger ausgeprägten Fällen eine Behandlung mit einer Stufeneinlage erfolgen, bei starker Symptomatik muss jedoch operativ vorgegangen werden, und zwar entweder zur Umstellung der Mittelfußknochen oder, wenn das nicht möglich ist, in schweren Fällen gegebenenfalls zur Gelenkversteifung und zur operativen Korrektur der Zehenfehlstellung.

Der Klumpfuß

Quasi eine Kombination von Spitz-, Sichelund Hohlfuß ist der Klumpfuß, bei dem die Patienten fast ausschließlich auf dem Fußaußenrand gehen. Der Klumpfuß ist genetisch bedingt und wird rezessiv vererbt, kommt also nur zum Tragen, wenn das beteiligte Gen in doppelter Ausführung vorliegt, also von Vater und Mutter weitergegeben wurde. Es werden allerdings in der Literatur auch andere Faktoren diskutiert, die während der Schwangerschaft die Ausbildung der Wadenmuskulatur (Mangeldurchblutung), die in der siebenten Schwangerschaftswoche erfolgt, behindern.

Es handelt sich mit einer Inzidenz von 0,1 Prozent aller Neugeborenen um die zweithäufigste angeborene Missbildung, wobei Jungen etwa doppelt so oft betroffen sind wie Mädchen. In etwa 50 Prozent der Fälle tritt der Klumpfuß dabei beidseitig auf.

Bleibt die Fehlstellung unbehandelt, so kann sie sich im Verlauf des Wachstums noch verstärken und das derart, dass die Gelenke aus ihrer normalen Position verlagert werden. Deshalb ist stets eine frühzeitige Therapie anzustreben. In den meisten Fällen erfolgt sie wenige Tage nach der Geburt. Dabei wird eine Korrektur der Fehlstellung mittels einer so genannten Etagengipsbehandlung versucht, wobei langfristige Maßnahmen wie Nachschienen und Einlagen notwendig sind, um den erzielten Behandlungserfolg auf Dauer zu sichern. Muss der Klumpfuß operiert werden, dann sollte dieses in darauf spezialisierten Zentren und etwa um den sechsten bis siebenten Lebensmonat erfolgen. Fast immer lernen diese Kinder unabhängig von ihrer Behinderung zeitgleich mit gesunden Kindern laufen. Allerdings bleibt eine nötige Korrektur durch Spezialschuhe, Einlagen und langjährige Krankengymnastik nicht aus. In wenigen Fällen ist eine operative Nachkorrektur der Fußstellung im Schulalter erforderlich.

Hallux valgus

Eine der häufigsten Zehenfehlstellungen des Menschen ist der so genannte Hallux valgus, bei der sich der Großzeh nach außen richtet während der Mittelfußknochen nach innen auswächst. Die Veränderungen gehen in fortgeschrittenen Stadien mit einer Arthrose des Zehengrundgelenks einher. Sie werden durch das jahrelange Tragen zu enger Schuhe begünstigt, da in solchen Schuhen der große Zeh direkt nach innen gedrückt wird. Betroffen sind in der Mehrzahl der Fälle Frauen im fortgeschrittenen Alter.

Die Zehenfehlstellung macht anfangs wenig Beschwerden und stellt zunächst nur ein kosmetisches Problem dar. Mit Auftreten der Arthrose treten jedoch Schmerzen auf und das in aller Regel an der breitesten Stelle des Fußes. Es kann außerdem zu Hautreizungen und zur Schleimbeutelentzündung kommen und zu chronisch rezidivierenden Schmerzzuständen, so dass eine Behandlung unumgänglich wird. Diese besteht in einer operativen Korrektur der Fehlstellung, da eine völlige Ausheilung des Krankheitsbildes anders meist nicht zu erwirken ist.

Hammer- und Krallenzehen

Auch bei den Hammer- und Krallenzehen handelt es sich um klassische Zehenfehlstellungen. Der Hammerzeh ist dabei charakterisiert durch eine fixierte Beugung des Zehenendgelenks, der Krallenzeh dagegen durch eine Überstreckung des Grundgelenks mit gebeugtem Mittelgelenk. Beide Formen gehen ähnlich wie der Hallux valgus auf das langjährige Tragen zu enger geschlossener Schuhe zurück. Die Störungen sind daher oft auch kombiniert mit weiteren Veränderungen, zum Beispiel Hühneraugen.

Werden Hammer- und Krallenzehen bereits im Frühstadium erkannt und behandelt – was durch das Tragen von offenen weiten Schuhen sowie durch eine entsprechende Fußgymnastik möglich ist, so sind die Veränderungen reversibel. Ohne Frühtherapie versteifen sich jedoch die Zehen, die Fußmuskeln verkümmern und es kommt zu einer zusätzlichen Zehenverkrümmung. Mit dieser Entwicklung gehen zunehmende Beschwerden einher, und zwar in erster Linie Schmerzen beim Gehen in Schuhwerk. Es entwickeln sich weitere Druckstellen bis das Gehen regelrecht zur Qual werden kann. Die Zehen drücken an die Schuhdecke, was wiederum zur Ausbildung von Hühneraugen und Schwielen und damit zu weiteren Schmerzen führt.

Die Behandlung erfolgt konservativ solange die Fehlstellung sich noch passiv ausgleichen lässt. Durch Einlagen, Schienen und so genannte Zügelverbände sowie durch Zehengymnastik wird versucht, die Veränderungen zurückzubilden. Unerlässlich sind zur Unterstützung selbstverständlich Entlastungsmaßnahmen und das Tragen bequemer und weiter Schuhe, wobei die Regionen der Druckstellen eventuell sogar gesondert gepolstert werden.

Helfen solche konservativen Maßnahmen nicht, so muss eine operative Therapie erwogen werden mit Korrektur der Fehlstellung und gegebenenfalls mit der Entfernung eines Teils des Zehenknochens.

Der Fersensporn

Beim Fersensporn handelt es sich um einen Knochenauswuchs, welcher entweder am Ansatz der Achillessehne entstehen kann oder unterhalb der Fußsohle im Bereich der Fußhacke. Der Fersensporn ist eine relativ häufige Fußanomalie, und es wird geschätzt, dass rund zehn Prozent der Bevölkerung solche Knochenauswüchse aufweisen. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer, und der Fersensporn tritt typischerweise zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auf.

Er entsteht durch Druck und Zug bei Überlastung und ungünstigem Schuhwerk und wird durch Übergewicht gefördert. Er kann Entzündungsreaktionen im umliegenden Gewebe verursachen, die entsprechend schmerzhaft sind und die Betroffenen dann in aller Regel zum Arzt führen. Die Therapie erfolgt zunächst konservativ. Es ist eine Gewichtsreduktion im Falle von Übergewicht anzustreben, und es sollte konsequent für eine effektive Entlastung durch geeignetes Schuhwerk gesorgt werden. Weitere mögliche konservative Therapieformen sind der Einsatz von Fersenkissen mit Locheinlage, eine Wärmebehandlung sowie die Ultraschalltherapie oder auch die extrakorporale Stoßwellentherapie, bei der mittels Ultraschallwellen versucht wird, den Fersensporn zu zerstören. Die Operation ist stets das Mittel der letzten Wahl, zumal mit einer hohen Rezidivrate zu rechnen ist.

Christine Vetter

Medizinisches Wissen erlangt man während des Studiums. Das liegt für Sie wahrscheinlich schon lange zurück. Inzwischen hat sich in allen Bereichen viel getan, denn Forschung und Wissenschaft schlafen nicht. Wir wollen Sie mit dieser Serie auf den neuesten Stand bringen. Das zm-Repetitorium Medizin erscheint in der zm-Ausgabe zum Ersten eines Monats.

Die Autorin der Rubrik „Repetitorium“ ist gerne bereit, Fragen zu ihren Beiträgen zu beantworten

Christine Vetter
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