Zweites Swiss Symposium on Esthetic Dentistry 2004

Ästhetik am Genfer See

Anfang Mai trafen sich über 720 Zahnärzte und Zahntechniker aus mehreren europäischen Ländern sowie aus Amerika und Afrika in Montreux, Schweiz. Das wissenschaftliche Programm mit namhaften internationalen Referenten bot an beiden Tagen anspruchsvollste Vorträge mit hohem Praxisbezug.

Mit dem Vortrag „Ästhetische Alternativen für den Frontzahnbereich“ führte Dr. David Garber, Atlanta, USA, in den Bereich des „Total Smile Design“ ein. Dabei verdeutlichte er, welch signifikante Rolle ästhetische und wohl proportionierte Zähne in der heutigen Zeit spielen. Verbunden damit ist nicht mehr ausschließlich eine intakte Gesundheit, sondern vielmehr ein Lebensgefühl und Lebensqualität. Sind doch Zähne auf der Liste der dominanten Merkmale im Gesicht ganz oben anzusiedeln und steuern den ersten Eindruck beim Anblick eines fremden Menschen. Um der Forderung des Patienten nach optimaler Farbe, Form und Proportion gerecht zu werden, sorgten viele praktische Tipps und umfangreiche Fallbeispiele für einen hohen Praxisbezug. Dr. Garber vertiefte in einem weiteren Referat „Ästhetische Implantologie“ den ästhetischen Schwerpunkt.

Zahntechniker muss den Patienten genau kennen

Der zweite Tag begann mit dem Vortrag von Zahntechnikermeister Michel Magne, Montreux, Schweiz, zum Thema „Key Steps und Kommunkationstools für optimale Ästhetik mit keramischen Restaurationen“. Michel Magne verdeutlichte die Wichtigkeit der Beziehung zwischen Zahntechniker und Patient. Erst ein Patientenfoto und der persönliche Kontakt ermöglichen eine gezielte und persönlichkeitsgetreue Erstellung der notwendigen Restaurationen, um ein „ein individual Oral Design“ anfertigen zu können. Dr. Roberto Spreafico, Mailand, Italien, erläuterte mit einer Video-Präsentation die Vorgehensweise der direkten und semidirekten Seitenzahnrestauration mittels Komposit. Ein besonderes Augenmerk legte er auf die optimale Gestaltung der funktionellen und ästhetischen Okklusionsflächen. Dr. Mauro Fradeani aus Mailand vertiefte zum einen das Thema der unsichtbaren, keramischen Restauration im Frontzahnbereich, in dem er detailreich die Wahl der richtigen Keramiken und Anwendungstechniken erklärte. Im zweiten Teil seiner Ausführungen präsentierte er klinische Fallbeispiele, die die entscheidenden Faktoren für eine reproduzierbare Ästhetik sowie die biologische Integration veranschaulichten. Mit dem Duo Dr. Didier Dietschi und Prof. Ivo Krejci der Universität Genf, Schweiz, wurden den Teilnehmern die kosmetischen und funktionellen Möglichkeiten mit Komposit vorgestellt. So zeigte Dietschi das Kompositsystem Miris®, mit dem ohne großen Aufwand ein ästhetisch akzeptables Ergebnis erzielbar ist. Der Farbschlüssel besteht aus besonderen Dentinkernen und Schmelzschalen, die den Zahnarzt auf einfachste Weise bei der Farbwahl unterstützen. Klinische Fallbeispiele, zum Beispiel direkte Veneers, Eckenaufbauten oder das Schließen eines Diastemas, dokumentierten die professionelle Arbeitsweise, die zur Erlangung der richtigen Form- und Farbgestaltung notwendig ist.

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