ZMK-Kongress im Rahmen des Deutschen Zahnärztetages 2004 in Frankfurt/Main

Fortbildung kann so spannend sein

Der wissenschaftliche Kongress für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZMKKongress) vom 12.-13. November 2004 im Rahmen des Deutschen Zahnärztetages setzt neue Maßstäbe im Bereich Programmgestaltung, Innovation und Dramaturgie und stellt die Referenten vor neue Herausforderungen, um den Kongressteilnehmern die Wissenswelt der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde instruktiv, praxisnah und zugleich in einer neuen Form des Dialogs zu präsentieren.

Wer kennt nicht noch die Zeiten der Overhead-Folien und der Blaudias? Um die Attraktivität der Vorträge zu erhöhen, kamen dann die Meister der Vortragstechnik mit Doppelprojektion und Dreifachprojektion mit sehr aufwändig und kreativ gestalteten Dias. Heute gehört es fast schon zum Standard, dass die PowerPoint-Präsentation als MultiMedia-Vortrag mit integrierten Videoclips zum Einsatz kommt.

Die Didaktik zur Vortragstechnik wurde immer weiter optimiert, doch der Kongressteilnehmer blieb dabei meist in der Konsumentenrolle. Er wurde wenig in den Dialog zu Themen und Fragen aus der Praxis, die ihn bewegten, mit einbezogen. Bei den Diskussionsrunden nach den Vorträgen konnten aus Zeitgründen nur wenige zu Wort kommen.

Mit dem ZMK-Kongress soll ein neues Kapitel der Kongressdramaturgie geschrieben werden. Der Teilnehmer steht von der Planung, über die inhaltlichen Schwerpunkte des Vortrages des Referenten bis hin zur Diskussion im Mittelpunkt. Die OP-Demonstration erfolgt ebenfalls in einem neuen Format der Präsentation.

Prof. Dr. Michael Noack als wissenschaftlicher Leiter und Dr. Michael Frank als Tagungspräsident des wissenschaftlichen Kongreses gingen in zm 17/2004 auf den Themenschwerpunkt des ZMK-Kongresses ein. Hier sollen nun kurz die Innovationen skizziert werden, die bei diesem ZMK-Kongress für den Teilnehmer zum Einsatz kommen.

Vor dem wissenschaftlichen Kongress – „virtuell geplant” heißt:

• Unter www.dtzt.de kann der Teilnehmer aktiv auf die Schwerpunkte der Vorträge Einfluss nehmen.

• Zu jedem der Kongressthemen haben die Referenten praxisrelevante Fragen vorbereitet.

• Der Teilnehmer klickt die Fragen an, die für ihn von Interesse sind und im Vortrag behandelt werden sollen.

• Der Referent und der Teilnehmer können ab Oktober zu jedem Thema die Ergebnisse mit ihren Gewichtungen der einzelnen Fragen unter www.dtzt.de abrufen.

Während des wissenschaftlichen Kongresses – „aktiv mitgestalten” heißt:

• Zu Beginn des ZMK-Kongresses erhält jeder Teilnehmer ein „Electronic Voting System”. Dieses System ist zugleich Empfangs- und Sendegerät (Größe entspricht einem Mobiltelefon).

• Während des Vortrages stellt der Referent ergänzende Fragen zu Meinungen und Erfahrungen im Bereich Diagnostik, Therapie, Materialien oder Praxismanagement.

• Just-in-time wird auf einer weiteren Leinwand die Auswertung der Antworten präsentiert.

• Alle Antworten bleiben anonym, sie werden lediglich differenziert, zum Beispiel nach Klinik und Praxis.

Ein Highlight – OP interaktiv Weltpremiere im HDTV-Format

Dieser Programmpunkt am Samstag, den 13. November 2004, zeichnet sich durch zwei Merkmale aus:

• Die aufgezeichnete OP inklusive der ersten Post-OP-Ergebnisse wird in mehrere Entscheidungsebenen unterteilt. Dabei wird ein komplexer Fall vorgestellt, der ein sehr breites Spektrum von Therapiemaßnahmen beinhaltet. Alle Entscheidungsphasen, von der Diagnostik über die Indikation bis zur Therapie und zum Recall, werden vorgestellt. Wie Sie als Zahnarzt entscheiden würden, wird wieder über das Electronic Voting System abgestimmt. Der Referent (Behandler) hat sich entweder der Mehrheit in der Entscheidung angeschlossen oder er wird seine abweichende Entscheidung dann gegenüber den Teilnehmern verteidigen und plausibel erklären. Alle Entscheidungsphasen mit den Ergebnissen können live verfolgt werden.

• Die OP selbst wird im HDTVFormat (High Definition TV) präsentiert. Dieser neue digitale TV-Standard, der in den nächsten Jahren weltweit eingeführt wird, zeichnet sich durch ein Breitwandformat mit superscharfen Konturen, satten Farben, enormer Tiefenschärfe und kristallklarem Dolby-Digital-Ton aus. Für die OP-Aufzeichnung im HDTV-Format werden spezielle Kameras und Objektive eingesetzt. Der größte Vorteil von HDTV ist jedoch die enorm hohe Auflösung, die gerade bei klinischen Bildern besonders deutlich zum Ausdruck kommt. Mit den ersten Aufzeichnungen für diesen ZMK-Kongress wurde bereits Anfang des Jahres an der Universitätsklinik in Marburg, Abteilung Parodontologie, gestartet. Der ZMK-Kongress im Rahmen des Deutschen Zahnärztetages verspricht für die Teilnehmer und die Referenten, aber auch für den dramaturgischen Ablauf, der mit der Weltpremiere HDTV seinen Abschluss findet, ein Highlight der besonderen Art zu werden.

Fortbildung kann so spannend sein, wenn Wissenschaft, Klinik und Praxis den Dialog einmal anders erleben. Seien Sie dabei, wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Alexander Ammann
(Quintessenz Verlag)
Dr. Gerd Basting (Quintessenz TV)
PD Dr. Rainer Mengel (Universität Marburg)

Korrespondenzadresse:
Quintessenz-Verlags-GmbH
Ifenpfad 2-4, 12107 Berlin


INFO

Deutscher Zahnärztetag 2004

In zm 14/2004 Seiten 30 bis 31 erfolgte mit der öffentlichen Einladung der Bundeszahnärztekammer der erste Teil der Ankündigung des Deutschen Zahnärztetages 2004. Der zweite Teil in zm 17/2004, Seiten 24 bis 26, konzentrierte sich auf die Inhalte des wissenschaftlichen Programms des ZMK-Kongresses.

In diesem dritten Teil wird das interaktive Verfahren mittels des „Electronic Voting Systems“ mobiTED vorgestellt.

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