Geschäftssitzungen der FDI-Gremien

Neue Führungsstrukturen

Hauptthema bei der Generalversammlung der FDI war die Diskussion um neue Führungsstrukturen, um dem Verband mehr Schlagkraft zu verleihen.

Örtlich und teils auch zeitlich getrennt vom FDI-Kongress fanden die über 50 Geschäftssitzungen der FDI-Gremien vom 06. – 13. September im Tagungszentrum des Hotels Taj Palace statt. Dies hatte zur Folge, dass diejenigen, die über die Arbeit der FDI in den Gremien entscheiden, wenig vom FDIKongress mitbekamen, zumal die Entfernung zwischen Hotel und Kongresszentrum eine halbe Stunde mit dem Taxi oder Bus betrug.

Oberstes Gremium der FDI ist die Generalversammlung, in der alle Mitgliedsländer durch Delegierte vertreten sind: kleinste und kleine Länder mit einem Delegierten, die mitgliedstärksten Länder USA, Japan und Deutschland mit jeweils fünf Delegierten. Hauptthemen bei der diesjährigen Generalversammlung waren die „Governancediskussion”, also die Diskussion um eine Erneuerung der Führungsstrukturen der FDI sowie Finanzen. Die deutsche Delegation, die zur Governance mehrere wesentliche Änderungsvorschläge einbrachte, konnte sich damit weitgehend durchsetzen. Im Rahmen der Governancediskussion und entsprechender Satzungsänderungen wurde unter anderem die Vertretung der Mitgliedsländer in der Generalversammlung modifiziert. Große Verbände sollen entsprechend ihrer Mitgliedszahl stärker repräsentiert sein; so kann Deutschland künftig sieben Delegierte in die Generalversammlung entsenden. Die unterschiedliche Stellung von Kommissionen (mit Vertretung und Stimme im Rat) und Komitees (ohne Vertretung und Stimme im Rat) soll aufgehoben werden, der Generalversammlung sollen generell noch mehr Kompetenzen als dem obersten Entscheidungsorgan der FDI eingeräumt werden.

Ein Defizit im FDI-Haushalt des letzten Jahres gab zu Fragen Anlass. Der Schatzmeister der FDI, Dr. Fritz-Josef-Willmes, konnte überzeugend erklären, dass der Umzug der Geschäftsstelle von London nach Ferney- Voltaire (Frankreich), erhöhte Verwaltungskosten, unterschiedliche Firmensitze der FDI aus Steuergründen sowie verminderte Einnahmen durch den Vorjahreskongress in Sydney das Defizit verursacht hatten. Durch die Einführung eines neuen Finanz- und Controlling-Systems und eine neue Gestaltung der Verträge mit den Kongressausrichtern sind die Finanzen der FDI für die nächsten Jahre jedoch wieder konsolidiert. Der Bericht des Schatzmeisters wie auch der Haushaltsplan 2005 wurden daher mit großen Mehrheiten von jeweils über 80 Prozent gebilligt.

Wahlen

Bei den anstehenden Wahlen wurde Dr. Peter Engel bereits im ersten Wahlgang in die Praxiskommission der FDI gewählt. Dies war ein beachtlicher Erfolg, da von insgesamt zehn Kandidaten – mehrere davon standen zur sehr viel aussichtsreicheren Wiederwahl an – nur drei von der Generalversammlung zu wählen waren. Dr. Gerd Knauerhase, der bisher als deutscher Vertreter in der Praxiskommission aktiv war, trat nicht mehr zur Wahl an. Dr. Fritz-Josef Willmes unterlag ganz knapp bei der Wahl zum Schatzmeister dem Neuseeländer Dr. Brent Stanly; als Ratsmitglieder wurden gewählt: Dr. Burton Conrod (Kanada), Dr. Orlando Monteiro da Silva (Portugal), Dr. Tin Chung Wong (Hong Kong), Prof. Alex Mersel (Israel) sowie als Ratsmitglied für Europa Dr. José Font Buxo.

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