Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser, die Veranstalter haben wieder „alles getan, um auch die IDS 2005 zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen“: Die Ausrichter der größten Dentalfachmesse der Welt – sie findet vom 12. bis 16. April wieder in den Kölner Messehallen statt – stehen im Wort.

Die Zahlen sprechen für den Erfolg. 1500 Aussteller aus 50 Ländern bieten diesmal den Überblick über das, was für Zahnmedizin und Zahntechnik neu ist, weiter entwickelt wurde, oder aber konkurrenzfähig als „me too“ von anderen besser oder billiger zu haben sein soll. Wieder mal ein Rekord.

Die Qualitäten werden sich aber nicht nur über Ausstellerzahlen bestimmen lassen. Dies ist keine Messe, die mit der mittelalterlichen Genese des Begriffs noch vieles gemein hat. Sicher, der Kölner Dom ist nicht weit. Aber mit einem „Jahrmarkt“ nach der „missa“, der Entsendung aus dem Gottesdienst, hat eine Dentalfachmesse wohl wenig zu tun. Zwar setzt manch Hersteller nach wie vor eher auf Spektakel denn auf Spektakuläres. Aber die Interessenten kommen nicht von weit her, um in erster Linie Zerstreuung und Unterhaltung zu finden.

Wirklich wichtig für die Besucher Zahnärzte und Zahntechniker – letztlich auch für ein langfristig gesundes Unternehmertum der Aussteller selbst – ist es, dass Messe mit „messen“, mehr noch mit dem „sich messen lassen“ zu tun hat. Transparenz und Vergleichbarkeit, harte Fakten, Anwendungskriterien, eben „Messbares“ vorfinden: Das ist das eigentliche Ansinnen der Besucher, die sich um die künftige Ausrichtung ihrer täglichen Praxisarbeit kümmern müssen.

Auch wenn Leib und Seele nicht zu kurz kommen dürfen: Nicht Rummel oder Kirmes, verlässliche Fachgespräche sind das Ziel der IDS.

Mit freundlichem Gruß

Egbert Maibach-Nagel
zm-Chefredakteur