proDente-Umfrage zur Ästhetik

Der Zahnarzt lotst

Deutsche Patienten sind für das Thema Zahnästhetik in hohem Maße sensibilisiert. Eine proDente-Umfrage ergab, dass immer mehr Menschen Wert auf schöne Zähne legen. Gleichzeitig steigt die Bereitschaft, dafür Geld auszugeben. Als erster Ansprechpartner ist dabei der Zahnarzt gefragt. Ihn wünschen sich die Patienten als Berater und Lotsen.

Mehr als zwei Drittel der 1 012 Befragten gaben an, dass für sie schöne Zähne sehr wichtig sind. Verglichen mit der letzten proDente-Erhebung aus dem Jahr 2003 bedeutet das ein Plus von sechs Prozent. Nur für 13 Prozent hat das Aussehen der Zähne einen geringen Stellenwert. Schon ein Drittel hat dagegen über zahnästhetische Korrekturen nachgedacht, ein Viertel war oder ist deswegen in Behandlung.
Für schöne Zähne würden immer mehr Menschen tiefer in die eigene Tasche greifen. Rund 60 Prozent der Befragten zeigten eine hohe Bereitschaft, Geld dafür auszugeben. Bei knapp 40 Prozent lag sie sogar sehr hoch. Verglichen mit 2003 ist das ein Anstieg um sechs beziehungsweise sieben Prozent. Am ehesten bereit, Geld in Verschönerungen zu investieren, zeigten sich Selbstständige, Freiberufler sowie Privatversicherte und gesetzlich Versicherte mit privater Zusatzversicherung.

Als entscheidende Voraussetzung für eine zahnästhetische Behandlung nannten die Befragten unter anderem die Bioverträglichkeit des Materials. Der Zahnersatz sollte sich außerdem optisch nicht von den echten Zähnen unterscheiden und möglichst in Deutschland angefertigt worden sein. Bekommt der Patient eine Garantie auf den Zahnersatz, hat das ebenfalls einen positiven Effekt. Wichtig ist den Patienten darüber hinaus ein guter Service, insbesondere die fachliche Beratung durch den Zahnarzt. Insgesamt lässt die Umfrage darauf schließen, dass sich Patienten vor allen Dingen durch eins zu zahnästhetischen Behandlungen motivieren lassen: durch Informationen.

Fachwissen gefragt

Zurzeit denken laut proDente 53 Prozent aller Deutschen, dass Zahnlosigkeit zwangsläufig eine Alterserscheinung ist. Das sind 13 Prozent mehr als 2003. Mit diesem Irrtum aufzuräumen, ist eine wichtige Aufgabe des Zahnarztes. Erklärt er den Zusammenhang zwischen Zahnverschönerung und Zahnerhalt in leicht verständlicher Form, würden sich 55 Prozent der Befragten dazu entschließen. Etwa 40 Prozent würden zustimmen, wenn sie sicher sein könnten, dass die Behandlung ohne Schmerzen abläuft. Zahnärzte müssen sich also stärker um den Angstabbau bei Patienten bemühen. 

Fragen gibt es auch im Bereich der Finanzierungsmöglichkeiten. Die Patienten wollen zum Beispiel wissen, ob sie den Zahnersatz in Raten abbezahlen können, und in welcher Höhe sich die Krankenkassen an den Kosten beteiligen. Wie die Ergebnisse der Studie zeigen, besteht stellenweise noch Erklärungsbedarf beim Thema Festzuschüsse. Auch in diesem Punkt kann der Zahnarzt durch Gesprächsbereitschaft dazu beitragen, Informationslücken zu schließen. Eine weitere gute Methode, offene Fragen zur Zahnverschönerung zu klären, sind Broschüren. Laut Untersuchung würden sich über 40 Prozent der Befragten durch Flyer im Wartezimmer neugierig machen lassen.

Unterm Strich lässt die proDente-Umfrage zum Thema Zahnästhetik deutlich erkennen: Das Gespräch nimmt eine Schlüsselfunktion in der Patientenmotivation ein. Die Hälfte aller Patienten gab an, dass die gezielte Ansprache durch den Zahnarzt sie zu zahnästhetischen Maßnahmen bewegen würde. Das sind 14 Prozent mehr als noch 2003.

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