Initiative zur Unterstützung von Opfern häuslicher Gewalt

"Lächeln schenken!" sucht hilfsbereite Praxen und Labors

Menschen in Not zu helfen, ist in letzter Zeit leider immer nötiger geworden. Denke man an all die Naturkatastrophen der letzten Monate. Menschen aber in unmittelbarer Nachbarschaft zu helfen, weil sie in Not sind, die ihnen in ihrer häuslichen Gemeinschaft zuteil wird, ist nicht an der Tagesordnung. Hier ist eine beispielhafte Initiative, die noch "Mitmacher" sucht.

Als Zahnarzt oder Zahntechniker gehört es zum beruflichen Alltag, das Lächeln der Patienten zu fördern. Doch gibt es leider auch Menschen, die einfach nicht mehr lächeln können - und dies gleich in mehrfacher Hinsicht: Denn viele Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, leiden nicht nur unter den unsichtbaren Spuren ihres Martyriums, sondern weisen auch oftmals Zahnprobleme als direkte oder indirekte Folge von Gewalteinwirkung auf! Würden sie zum Zahnarzt gehen und über ihr Problem sprechen, so würden sie den "Täter" dekuvrieren. Das unterbleibt in den meisten Fällen aus Angst. Mit der Aktion "Lächeln schenken!" unterstützt jetzt der Verein "Wieder Lachen e.V." diese Frauen - und appelliert gezielt an zahnärztliche Praxen und Dentallabors, sich durch unentgeltliche Leistungen oder Spenden an der Initiative zu beteiligen.

Auch psychische Hilfe nötig

Opfer häuslicher Gewalt benötigen in mehrfacher Hinsicht dringend Hilfe, um ihr Lächeln zurückzugewinnen. Zu den psychischen und physischen Leiden kommen leider vielfach noch finanzielle Probleme der Betroffenen hinzu. Denn nicht selten sind die Gewalttäter selbst Opfer einer Alkoholabhängigkeit, arbeitslos oder spielsüchtig. Leittragende in diesen Familien sind nicht nur die Frauen, sondern auch die Kinder. Praxen und Labors können jetzt auf ihre Weise Frauen unterstützen, die durch die Auswirkungen häuslicher Gewalt auf die Wiederherstellung ihrer Zähne angewiesen sind, um zum Beispiel eine Arbeitsstelle zu finden und so finanziell unabhängig zu werden. Unter dem Motto "Lächeln schenken!" bittet der Karlsteiner Verein "Wieder Lachen e.V." Zahnärzte und Zahnärztinnen sowie Zahntechniker und Zahntechnikerinnen, unentgeltlich Hilfe zu leisten bei der ästhetischen und funktionellen Rehabilitation der Betroffenen.

Auch werden Sachspenden (wie Materialien für dentale Versorgungen), Geldspenden oder kommunikativer Support, wie Anzeigenschaltung, Bannerwerbung im Internet und mehr, dankbar angenommen.

Erste Erfolge sichtbar

Der 2005 gegründete Verein fungiert dabei als Schnittstelle zwischen Frauenhäusern, Weißer Ring e.V. und Selbsthilfegruppen auf der einen und den Praxen und Labors auf der anderen Seite. Und das von Anfang an mit Erfolg: So konnte schon im Verlauf der ersten Monate eine zweistellige Zahl von Patientinnen erfolgreich vermittelt und unentgeltlich behandelt werden. Zunächst noch in Zusammenarbeit mit dem Sozialministerium des Landes auf Hessen beschränkt, wird nun ein bundesweites Netzwerk aufgebaut, um künftig in ganz Deutschland "Lächeln schenken" zu können. Unterstützt wird die Initiative dabei unter anderem von der DeguDent GmbH und dem Unternehmen Friadent.

Wer sich an der Initiative aktiv oder passiv beteiligen möchte, erhält weitere Informationen direkt beim Verein unter der Telefonnummer: 06188 - 99 16 95, online unter www.wieder-lachen.com oder auch bei DeguDent unter www.degudent.de, oder wendet sich direkt an die Vorsitzende des Vereins:

Wieder Lachen e.V.
Katrin Rinke
Karolingerring 1, 63791 Karlstein a.M.
info@wieder-lachen.com


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