Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser,

gesetzt den Fall, uns Fachjournalisten fragte heutzutage auf der Straße jemand, wo der nächste Zahnarzt zu finden sei, wäre man fast schon geneigt, kurz, knapp und mit Augenzwinkern zu antworten: „Na, wo schon, auf Fortbildung!“

Denn jenseits jeder immer wieder aufkeimenden Stammtisch-Diskussion, ob Deutschlands Heilberufler ihre einmal erlangte Qualifikation auch kontinuierlich weiterentwickeln (und der bekannten „Zwangs“-Reaktion des Gesetzgebers), halten die Zahnmediziner klaren Kurs. Weit mehr als 90 Prozent aller Zahnärzte bilden sich regelmäßig fort. Und es sind nicht die Zwänge des GKV-Modernisierungsgesetzes, die die Leute auf eigene Kosten an Wochenenden und Abends in dunkle Vortragssäle treiben. Die berufliche Neugier ist seit Jahren fester Bestandteil des diesem Berufsstand eigenen Selbstverständnisses.

Ob Zahnärztetage, Kongresse, Seminare: Die im Rahmen der zahnärztlichen Selbstverwaltung organisierten Maßnahmen für ein fortlaufendes, lebenslanges Lernen im Beruf, für die kontinuierliche Weiterqualifizierung und Teilhabe an der Entwicklung des zahnmedizinischen Fortschritts sind seit Jahren Usus. Sie sind, das wissen zumindest die berufsbezogen Beteiligten, gar nicht mehr aus dem Berufsleben wegzudenken.

Mit dieser Ausgabe halten Sie einen weiteren Fortbildungsschwerpunkt der Zahnärztlichen Mitteilungen in Ihren Händen. Diesmal ist Prothetik das Generalthema, das dazu einlädt, sich mit dem aktuellen Stand aus Wissenschaft und Forschung zum Thema der „Dritten“ ausführlich zu befassen.

Bereits über einhunderttausend Mal haben Deutschlands Zahnärzte inzwischen auf die seit gut eineinhalb Jahre laufenden zm- Angebote reagiert, sich via Print-Heft und Internet fortzubilden. Wir „zm-ler“ wissen inzwischen, was wir unserem EDV-Server in dieser Zeit zumuten. Der „traffic“ auf unseren Internet-Seiten weist dann besondere Spitzen auf.

Es ist ein Service, den wir angesichts der uns bekannten Anstrengungen, die die Leser immer wieder in Sachen Fortbildung unternehmen, besonders gern leisten. Die als Experten ausgewiesenen Autoren, die wissenschaftlichen Berater, aber auch die Redaktion ist in dieser Sache besonders engagiert. An dieser Stelle unser ausdrücklicher Dank an alle externen Mitstreiter.

Die hohen Abrufzahlen im Internet haben uns bestärkt, die Möglichkeiten zur freiwilligen Selbstkontrolle dessen, was man sich über den Lesestoff angeeignet hat, auf weitere Angebote auszudehnen.

Es ist unser Beitrag, den Lesern die Möglichkeit zu verschaffen, nicht nur in Vortragssälen und Seminaren, sondern auch in der Praxis oder sogar zuhause der beruflichen Neugier nachzukommen.

Also liegen wir mit unserer eingangs erwähnten Antwort auf die Frage nach dem Zahnarzt gar nicht so falsch.

Freude am Fortbilden wünscht Ihr

Egbert Maibach-Nagel
zm-Chefredakteur