Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser,

die Verhandlungen waren aufwändig, langwierig und so kompliziert, wie die Thematik es vermuten ließ. Jetzt, wo die neuen Hygiene-Empfehlungen des Robert Koch-Institutes (RKI) veröffentlicht sind, die Ergebnisse diskutiert werden, kristallisiert sich heraus, dass sich die Strategie der Schadensvermeidung in vielen Bereichen als der richtige Weg herausgestellt hat.

Die Befürchtungen, dass sich auch das RKI auf die anfänglich diskutierten Standards der Krankenhaushygiene und deren konkrete Übertragung auf die zahnärztliche Praxis einlasse, sind nicht eingetroffen. Ein Erfolg der Intervention und kontinuierlichen Begleitung und Mitgestaltung des Verhandlungsprozesses durch die Zahnärzteschaft. Dieses Vorgehen half, schiere Unmöglichkeiten zu verhindern. Ganz klar: Auch die jetzt vorliegenden Empfehlungen, so wird von Fachleuten nach erster Einschätzung gewertet, bringen zusätzlichen Aufwand für die Praxis und verlangen mehr ab, als bisher üblich war.

Und mit der RKI-Empfehlung sind letztlich auch die Irrealitäten mancher länderspezifischen Sichtweise nicht per se vom Tisch. Aber das, was das RKI vorgibt, schafft den wissenschaftlich fundierten Rahmen, an dem sich alle Beteiligten, vor allem auch die Länderregierungen, denen die Umsetzung obliegt, künftig orientieren können.

Zu hoffen bleibt, dass auch die ausgemachten Hardliner unter den Bundesländern sich an der Politik des Machbaren orientieren.

Und die liegt nicht bei Maßgaben, die über die Empfehlungen des Robert Koch-Institutes hinausgehen.

Mit freundlichem Gruß

Egbert Maibach-Nagel
zm-Chefredakteur

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