Pressespiegel

„Fauler McZahn“

„Zahnersatz zum Nulltarif“ preist McZahn auf seiner Website. Mehr als 100 Patienten im lippischen Bünde verließen sich auf die PR und waren den Medien zufolge „prompt verlassen“. Sie warteten wochenlang vergeblich auf ihre Brücken und Kronen, weil der Discounter mit seinem Partnerzahnarzt in Streit geriet und den ZE zurückhielt. Damit sich der Leser selbst ein Bild der Ereignisse machen kann, haben wir in Auszügen die Presseberichte zusammengestellt

„McZahn ohne Zahnersatz

Bünder Praxis ist laut Franchise-Nehmer Dr. Ralph Koeser lahmgelegt

Während etwa 100 Patienten seit Wochen ein Zahnersatzprovisorium tragen und dringend behandelt werden müssten, verpasst die in Willich ansässige McZahn-AG dem in Bünde praktizierenden Franchise-Zahnarzt Dr. Ralph Koeser offenbar ein paar Tiefschläge. Laut Koeser verweigere die Zentrale ihm die Lieferung der notwendigen Prothesen aus China und den Zugriff auf notwendige Patienten-Daten. Seit gestern, 16 Uhr, sind die Computer-Bildschirme der Bünder Praxis schwarz.“
Neue Westfälische vom 27. 3. 2007

„Chaos bei McZahn

Mit großspurigen Ankündigungen verbreitete der Discount-Anbieter McZahn unter Medizinern Angst und Schrecken. Doch das Unternehmen erreicht seine ehrgeizigen Expansionsziele nicht einmal ansatzweise. Bisher gibt es nur zwei Praxen – denn Anträge auf Neueröffnung werden reihenweise abgelehnt.“
Spiegel online vom 8. 4. 2007

„Bei McZahn ist was faul

Bünder Arzt von Franchise-Unternehmen unter Druck gesetzt / Patienten in Not

Während sich die McZahn AG einen unerbittlichen Streit mit ihrem Bünder Franchise-Nehmer Ralph Koeser liefert, steigt die Sorge der Patienten. Helga Krause (Name geändert) wurden vor zwei Monaten alle Zähne des Oberkiefers gezogen. Seither trägt sie ein Provisorium, das sich zunehmend lockert. Die Bünderin war davon ausgegangen, dass ihre endgültige Vollprothese aus China kommt. Dass der Zahnersatz absichtlich in Willich, dem Hauptsitz der AG, zurückgehalten wird, erfuhr sie gestern aus dieser Zeitung.
Neue Westfälische vom 29. 3. 2007

„McZahn nimmt den Mund zu voll

Die Revolution fällt vorerst aus. Eigentlich wollte der Zahnarzt-Discounter McZahn Kassenpatienten im großen Maßstab mit Kronen und Brücken ohne Zuzahlung versorgen. Ein Konzern mit 400 Praxen sollte bis 2009 entstehen, der die Zahnmedizin in Deutschland aufscheuchen und die Leistungen billig machen wollte. Doch rund ein halbes Jahr nach dem Start sind Fortschritte ernüchternd: Nur zwei McZahn-Praxen wurden eröffnet.“
FAZ vom 8. 4. 2007

„McZahn hat Wachstumsprobleme

Der Discount-Zahnarzt McZahn hat Probleme, seine angekündigte Expansion voranzutreiben. Rund ein halbes Jahr nach dem Start im September 2006 seien bundesweit nur zwei von sechs eingerichteten Praxen geöffnet, sagte ein Unternehmenssprecher. An drei Standorten hätten die Zahnärzte noch keine Zulassung. Die Praxis im westfälischen Bünde sei vorübergehend geschlossen, weil es einen Zahnarztwechsel gebe. Ursprünglich sollte bis 2009 ein Konzern mit 400 Praxen entstehen, später wurde die Zahl auf 300 reduziert. McZahn bietet Patienten Zahnersatz ohne Zuzahlung, der in China gefertigt wird.“
Financial Times Deutschland v. 12. 4. 2007

„Fauler McZahn

Unter dem Streit zwischen Zahn-Discounter und seinem Franchise-Nehmer in Bünde leiden die Patienten

Wasser auf den Mühlen der Kritiker: Bei der McZahn AG ist der Kunde nicht König. Der Zahn-Discounter hat Ärger mit seinem Franchise-Nehmer in Bünde und trägt den Streit auf dem Rücken der Patienten aus.“
TAZ vom 5. 4. 2007

Zahnärztekammer Westfalen-Lippe

Patienten sind die Leidtragenden

Erschrocken zeigt sich die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe über die der Presse zu entnehmenden aktuellen Entwicklungen in der bislang im Kammerbereich einzigen McZahn-Praxis in Bünde. Danach warteten etwa 100 Patienten seit Wochen auf ihren endgültigen Zahnersatz, weil McZahn die vereinbarte Lieferung von Prothesen und den Zugriff auf Patientendaten verweigert. Dr. Walter Dieckhoff, Präsident der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe: „Wenn derart in Belange der zahnärztlichen Berufsausübung eingegriffen wird, dann ist dies bedenklich. Es kann nicht sein, dass gewerbliche Unternehmen über den Umgang mit Patientendaten bestimmen und so für die Behandlung wichtige Informationen zurückhalten. Wenn die Presseberichte stimmen, so sind die McZahn-Patienten eindeutig die Leidtragenden.“

Pressemitteilung vom 29. 3. 2007