APW: Fit für die Zukunft:

Curriculum „Alterszahnmedizin- Pflege“ eröffnet neue Perspektiven

APW und DGAZ bieten in neun Tagen ein Programm mit allen wesentlichen Aspekten zur Behandlung und Pflege von Senioren

Der demographische Wandel und seine Auswirkungen auf den Gesundheitsmarkt werden zwar immer wieder als Rechtfertigung für politische Zwangsmaßnahmen zur Kostendämmung angeführt. Die angemessene Versorgung einer wachsenden Klientel von älteren und alten Mitmenschen in unserer Gesellschaft gerät aber allenfalls über fiskalische Diskussionen zur Pflegeversicherung in den Blickwinkel der Öffentlichkeit. Dabei ist die angemessene Versorgung der Pflegebedürftigen und Alten mehr als eine lästige Pflichtaufgabe oder eine Frage der Praxis-Ethik. Sie stellt für den Zahnmediziner auch einen immer wichtiger werdenden Wirtschaftsfaktor dar, den er nicht ignorieren kann. Den richtigen Angang und alle wesentlichen Aspekte einer Alterszahnmedizin und -pflege vermittelt das Curriculum „Alterszahnmedizin“ mit dem Schwerpunkt „Pflege“, das von der Deutschen Gesellschaft für Alterszahn-Medizin (DGAZ) sowie der Akademie Praxis und Wissenschaft (APW) angeboten wird. Das Curriculum startet im Januar 2008, Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Das federführend von Prof. Dr. Christoph Benz, München, und PD Dr. Ina Nitschke, Leipzig und Zürich, zusammengestellte Programm des an neun Tagen mit insgesamt 72 Fortbildungsstunden konzipierten Curriculums stellt eine in sich geschlossene Folge von Aufbaukursen dar. Dabei kommen Theorie und Praxis zur Anwendung, einzelne Abschnitte werden teilweise auch als Teamkurse für das Praxispersonal angeboten. Eine Lernzielkontrolle nach Abschluss eines jeden Kursabschnitts sowie ein Referat zu eigenen Behandlungsfällen und -konzepten zum Abschluss des Curriculums stellen den gewünschten Lernerfolg sicher. Die erfolgreiche Abschlussprüfung in Form eines Kollegengespräches mit einem von der DGAZ bestimmten Kollegium mündet in die Verleihung eines entsprechenden Zertifikates. Bei vollständigem Absolvieren aller neun Veranstaltungstage werden insgesamt 91 Fortbildungspunkte vergeben.

Nach einer Einführung, die sich mit Alternsveränderungen und Alterserkrankungen beschäftigt, folgt das „Geriatrische Assessment“ zu Alternsverändungen im Mundraum. Im weiteren Schritt stehen praktische Übungen im geriatrischen Krankenhaus sowie die prothetische Versorgung und Implantatversorgung im Mittelpunkt. Neben Juristischen Implikationen und grundsätzlichen Voraussetzungen für den Umgang mit alten Menschen spielt natürlich auch eine Betrachtung der Ernährung im Alter eine wichtige Rolle. Darüber hinaus wird die intensivmedizinische Betreuung älterer Menschen vorgestellt. Besonders wichtig in der Alterszahnheilkunde ist die Prävention bis hin zum Zahnerhalt im Alter, hier werden auch mobile Konzepte präsentiert. Praktische Erfahrungen in einer Pflegeeinrichtung öffnen den Horizont über die rein zahnmedizinische Betrachtung hinaus. Die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft stellen auch der Zahnmedizin und der damit verbundenen Pflege neue Aufgaben. Sie bieten aber auch neue Chancen. Das Curriculum von DGAZ und APW „Alterszahnmedizin- Pflege“ macht die Absolventen fit für diese Zukunft.

Markus Brakel
Pressereferent der Deutschen Gesellschaft für
Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde,
Liesegangstraße 17a
40211 Düsseldorf
mehr unter: http://www.dgzmk.de