Gesunde Schulverpflegung

Nachhilfe in Ernährung

Janine Reichert

„Hauptsache die Kinder werden satt“, schätzt Iris K. den Anspruch an das Mittagsangebot in der Grundschule ihres Sohnes ein. Gedanklich einen Schritt weiter sind die Projekte und Initiativen zur Verbesserung der Schulverpflegung: Sie widmen sich der Frage „Was ist gut für die Pause?“ und präsentieren zahlreiche Aktionen und Unterrichtskonzepte.

Wir stehen noch ganz am Anfang“, sagt Iris K. (Name geändert), die in einer Elterninitiative zur Schulverpflegung an einer neuen Offenen Ganztagsschule in Köln mitarbeitet. „Über gesunde Ernährung oder Zähneputzen nach dem Essen können wir uns erst später Gedanken machen.“ Trotzdem: Wie vielerorts hat sich auch für die Kölner Grundschule mit dem neuen Ganztagsangebot nicht nur der zeitliche Betreuungsumfang verändert, sondern auch die Verantwortung für die Kinder: Hunderte Kindermäuler sollen nicht gestopft, sondern gesund ernährt werden. Diskutiert wird das Thema von Politik und Wissenschaft bis hin zum prominenten Fernsehkoch Tim Mälzer, der in Interviews fordert, „Ernährung in die Lehrpläne der Schulen aufzunehmen“. Für mehr (zahn-) gesunde Kost an den Schulen setzt sich auch die Zahnärzteschaft ein. Bereits seit den Fünfzigerjahren klärt sie mit zahlreichen Aktionen über Prävention auf und hat viele Gruppenprophylaxe-Konzepte entwickelt.

Mit Limo und Fastfood

Dass die Diskussionen berechtigt sind, zeigen zahlreiche Forschungen. Nur ein Drittel der Kids von heute beißt mehr als einmal täglich in Apfel, Möhre und Co. Dieses Ergebnis präsentierte der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KIGGS) vom September 2006. Immerhin: 80 Prozent der Kinder essen Obst oder Gemüse, so die Forscher. Die Studie hatte gezeigt, dass rund 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig sind, dokumentierte aber auch die Ernährungsgewohnheiten der Heranwachsenden.

Weitere KIGGS-Erkenntnisse: Insgesamt trinkt die junge Generation zu wenig – und dann auch noch das Falsche. Ein Drittel der Befragten greift mindestens einmal am Tag zu zuckriger Limo oder Eistee. Zugleich belegen die Daten eine soziale Schieflage: Sprösslinge aus sozial benachteiligten Familien konsumieren mehr Fastfood und löschen ihren Durst öfter mit Softdrinks als solche aus besser gestellten Elternhäusern.

Ähnliche Ergebnisse liefert auch die DONALDStudie des Dortmunder Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE). „Täglich wird nur etwa die Hälfte der empfohlenen Menge an Gemüse und Obst verzehrt“, berichtet Dr. Mathilde Kersting, Stellvertretende Leiterin des FKE, das mit dem Präventionskonzept „OptimiX“ einfache Regeln für ausgewogene Mischkost an Schulen und Kindertagesstätten entwickelt hat.

Falsche Kost, kranke Kids

Falsche Kost – fatale Folgen, warnen die Initiatoren von „5 am Tag“. Die Kampagne der Deutschen Krebsgesellschaft setzt sich für täglich fünf Mahlzeiten mit Obst und Gemüse ein. Ihre Begründung: „Erkrankungen, die durch einen zu geringen Verzehr von Gemüse und Obst mitbedingt sind, wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Bluthochdruck, Schlaganfall, Diabetes, Gelenk- und Rückenbeschwerden, werden in Zukunft zunehmen – ebenso wie die damit verbundenen Behandlungskosten.“

Deshalb muss sich viel ändern: in den Köpfen und auf den Speiseplänen – sowie damit letztlich vor allem auch auf den Tellern. Dieser Meinung ist auch Dr. Bernard Watzl von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel: „Um vielen kostenintensiven Erkrankungen vorzubeugen, müssen wir unsere Ernährung ändern – und zwar grundsätzlich.“

Lernort Schule

Doch zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft (noch) eine große Lücke. „In der Praxis essen wir, was uns schmeckt, und es schmeckt uns, was wir gewohnt sind“, erklären die Initiatoren der bayerischen „Empfehlungen zur Schulverpflegung“. Die Schule müsse daher auch ein Lernort für Ernährungsgewohnheiten sein, meint Antje Gahl, Ernährungswissenschaftlerin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). „Wer als Schüler lernt, was gut für den Körper ist, verliert diese Essgewohnheiten später hoffentlich nicht völlig“, hofft sie.

In dieselbe Richtung gehen auch die Argumente des bayrischen Kultusministers Siegfried Schneider. Bildungseinrichtungen können Mütter und Väter dabei unterstützen, wenn sie den Nachwuchs zu gesunder Ernährung und mehr Bewegung erziehen: „Um allen die gleichen Chancen zu sichern, ist auch Ernährungserziehung in der Schule am richtigen Ort.“

Gesunde Schulverpflegung ist nicht nur für den Körper der Kinder gut, sie wirkt sich auch positiv auf den Geist aus. „Internationale Studien belegen die negativen Auswirkungen von Mangel- und Fehlernährung auf Konzentrationsvermögen, Leistungsfähigkeit und Sozialverhalten, die die Lernerfolge von Schülern beeinflussen,“ unterstreicht Prof. Dr. Ines Heindl vom Institut für Ernährungs- und Verbraucherbildung an der Universität Flensburg. Knurrende Kindermägen oder Verdauungsnickerchen seien alles andere als ideale Voraussetzungen für konzentrierten Unterricht.

Ein Grund mehr für Ernährungswissenschaftler und Pädagogen, nicht nur Brotboxen, sondern auch Mittagsteller im Schulhaus unter die Lupe zu nehmen. „Die Schulverpflegung kann steuern, was Kinder und Jugendliche essen – und damit, wie fit sie sind und was sie lernen,“ sagt Ernährungswissenschaftlerin Gahl.

Gesundheitsförderung ist für die Schulen keine reine Belastung, wie die „Allianz für nachhaltige Schulgesundheit und Bildung in Deutschland“ (ANSCHUB) hervorhebt. Ganz im Gegenteil: Sie hilft, das eigentliche „Kerngeschäft“ – die Bildungsvermittlung – zu leisten, so die These des nationalen Programms, das sich für gute gesunde Schulentwicklung einsetzt.

Küche im Klassenzimmer

Schälen, schneiden, rühren – das sollen nach dem Willen des Bundesernährungsministeriums künftig mehr deutsche Grundschüler in ihren Klassenzimmern lernen. Im November geben der Deutsche Landfrauenverband und aid-Infodienst dazu den „aid-Ernährungsführerschein“ heraus.

Bereits getestet hat ihn Hue Quach, Lehrerin der Grundschule Sande in Paderborn. „Unruhiger und arbeitsaufwendiger als gewöhnlich, jedoch sehr erfahrungsreich“, beschreibt Quach ihre Erfahrungen mit den neuen Unterrichtseinheiten für Drittklässler. Lehrerin und Schüler haben die verschiedenen Inhalte bereits ausprobiert: Zubereiten von Brotgesichtern, Küchenhygiene und Knigge-Regeln am Tisch. „Einige Kinder waren sehr erstaunt, wie gut Quark schmecken kann oder wie eine Paprika von innen aussieht“, sagt Quach. Ihr Fazit: Bei so manchem ABCSchützen hapert es an grundlegendem Wissen über Kochen und Essen. Laut Konzept sollen die Grundschüler das Wissen an den heimischen Herd bringen. Dazu müssen sie als Hausaufgabe die Gerichte daheim nachkochen. Erklärtes Bildungsziel: „Kultur und Technik der Mahlzeitengestaltung und Nahrungszubereitung“.

Ernährung und Gesundheit im gesamten Schulumfeld langfristig und nachhaltig verändern – das will auch das „Netzwerk Gesunde Ernährung“, das auf Kooperation mit anderen Institutionen setzt. Das Netzwerk entwickelte ein Medienpaket aus 85 verschiedenen Materialien: die Erlebniskiste rund ums Essen, Trinken und Bewegen. Ob „von der Kuh zur Milch“ oder „vom Korn zum Brot“ – Arbeitsblätter, Spiele, CDROMs, Hörspiele, Videos und Vorschläge sollen es Lehrern erleichtern, Projekte, Werkstätten und Unterrichtsstunden vorzubereiten.

Teil des Konzepts ist es auch, Eltern durch gezielte Ansprache zu integrieren. So liefert die Erlebniskiste Vorlagen für Elternbriefe mit. Unterstützt wird das Netzwerk, an dem sich aid-Infodienst, der Verband für unabhängige Gesundheitsberatung Deutschland und die Verbraucherzentrale NRW beteiligen, durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Das Ministerium forderte zuletzt, Ernährung als ein Schulfach zu etablieren. Die Länder lehnten dies jedoch mehrheitlich ab.

Angebot an den Schulen verbessern

Doch was nützen die besten Aufklärungskampagnen in Schulen sowie Berge an Informationsmaterialien für Lehrer, Eltern, Kinder, Erzieher, Caterer und Mediziner, wenn die Angebote in den Schulkiosken oder Schulkantinen fehlen? – Das wirft die Initiative „5 am Tag“ ein. Sie fordert, gesunde Produkte wie Obst und Gemüse „überall dort hinzubringen und anzubieten, wo Menschen essen“. Deshalb plädiert „5 am Tag“ auch dafür, ein bundesweites Schulfruchtprogramm einzuführen.

Vitaminstoß statt Kalorienbomben, frisches Obst statt abgepackter Fertigware – das soll künftig mithilfe der neuen „Empfehlungen zur Schulverpflegung“ für die bayerische Jugend zur Regel werden. Der Plan: Unter Moderation des Gesundheits- und des Kultusministeriums arbeiten künftig alle Beteiligten zusammen: Vertreter von Schülern, Eltern, Lehrern und Schulhausmeistern, aber auch aus Kommunen, Landkreisen und Ernährungswirtschaft.

Um eine gesundheitsförderliche Schulverpflegung in Bayern zu schaffen, werden Informationen dazu auf Kanälen wie Schülerforen, E-Mail-Verteilern, Zeitschriften und Lehrerseminaren sowie Fortbildungen gestreut. Auch Multiplikatoren wie Schulzahnärzte spricht die Kooperation an. Außerdem soll Schulen mit Arbeitsblättern bei konkreten Entscheidungen geholfen werden: Was darf in den Snack-Automaten in der Aula? Was gehört in den Pausenverkauf, was nicht? Wie werden gesunde, warme Mittagessen geplant? In der Schule kochen oder anliefern lassen – was ist besser?

Rezepte für den Pausenverkauf, aber auch für das Schulbrot, das daheim geschmiert wird, hat das Kuratorium Schulverpflegung erarbeitet, das die „Empfehlungen zur Schulverpflegung“ und weitere Projekte unterstützt. Zu diesen gehört etwa der Wettbewerb „S.P.I.C.E 2007“, mit dem in Bayern Schulkioske für ein Pausenangebot prämiert werden, das sich durch Frische, Vielfalt und Geschmack auszeichnet.

Standards für mehr Qualität

Die ersten bundesweiten Qualitätsstandards in Sachen Schulverpflegung hat die DGE im Projekt „Schule + Essen = Note 1“ im BMELV-Auftrag erarbeitet und am 20. September veröffentlicht. Die neuen Standards beantworten Fragen rund um die Qualität des Essens für die Kinder – angefangen bei den pädagogischen Rahmenbedingungen über rechtliche Grundsätze bis hin zur praktischen Umsetzung. Auftrag an die Schulen: Sie sollen das Niveau ihrer Verpflegung künftig regelmäßig überprüfen. Als Messlatte stellt ihnen das DGE-Projekt speziell entwickelte Musterspeisepläne und Checklisten zur Verfügung.

Wie Schulen und Zulieferer den Nachwuchs nach den neuen Standards satt bekommen können, haben bereits die Fernsehköche des ARD-Buffets während der Aktionswoche „Schulverpflegung – einfach schlauer essen!“ vom 24. bis 28. September erprobt. Ihre Vollwertrezepte stehen unter www.schuleplusessen.de zum Nachkochen bereit.

Gesundes Essen, gesunde Zähne

Auch Zahnärzte fördern (zahn-)gesundes Essen in deutschen Bildungsstätten. Ob am Schulanfang oder am „Tag der Zahngesundheit“ – der Verein für Zahnhygiene (VfZ), die Landesarbeitsgemeinschaften für Jugendzahnpflege, Initiativen und örtliche Praxen engagieren sich seit Jahren für mehr Kariesprophylaxe. „Der Zahnarzt hat die Rolle eines Multiplikators“, betont Dr. Andreas Lehr vom VfZ. Wichtig sei auch hier die Vernetzung mit anderen Akteuren.

Die Zahnärzte setzen sich auch dafür ein, dass wieder mehr Schulmilch getrunken wird. Dr. Markus Aschenbach, Vorstandsmitglied bei der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft (LAGZ) sagt, was die Milch für die gesunde Zahnentwicklung liefert: Kalzium. In der Verantwortung sieht Aschenbach neben den Eltern auch alle anderen Mitglieder der Gesellschaft, die mit Kindern Kontakt haben – und zählt auf: „Sei es der Inhaber einer Pommes-Bude, der ihnen fettreiche und vitaminarme Speisen verkauft, oder der Hausmeister an der Schule, der Schüler mit gesunder Schulmilch, Obst und Vollkornprodukten versorgen sollte, statt ihnen Limonade und Süßigkeiten anzubieten.“

„Mehr Kuh ins Klassenzimmer“ holen will auch die EU mit ihrem Schulmilch-Programm. Mit einer schon praktizierten Beihilfe – in Deutschland sind dies etwa 4,5 Cent Beihilfe pro Schüler und Schultag für einen viertel Liter – soll Europas junge Generation bei Milch, Milchmischgetränken und Naturjoghurt kräftig zulangen. In einem Schulgetränke-Programm kooperieren bereits seit 1995 Molkereien, Schulmilch-Lieferanten und Tetra Pak. Im Programm „Joe Clever“ bieten sie Milch- und Milchmischgetränke an und organisieren regelmäßig Schulaktionen rund um die Milch. Materialien zur Schulmilch gibt es auch bei der Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH (CMA). Unter dem Motto „Hol dir den Calciumkick!“ sollen Schüler beispielsweise in Projektgruppen lernen, was die Milch für Knochen und Zähne bringt – und wie sie Milchprodukte selbst herstellen können. Auch andere Getränke sind eine sinnvolle Alternative zu Limonade und Eistee – und gehören deshalb in die Schule, sagt Dr. Margret Büning-Fesel, aid-Geschäftsführerin. „Da die Kinder teilweise mehr als einen halben Tag in der Schule verbringen, sollte man ihnen dort Getränke zur Verfügung stellen.“ Ihre Empfehlung: Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen und ungesüßte Früchtetees.

Es geht nicht nur darum, welche Art von Getränken in den Ranzen stecken, sondern auch darum, wie viel und wie oft die Kids zur Getränkeflasche greifen, betont die Initiative „Trinken im Unterricht“ (TiU). Sie setzt sich dafür ein, dass Schüler auch während des Unterrichts Mineralwasser trinken dürfen. Problem laut TiU: Die Mädchen und Jungen löschen ihren Durst in den Pausen mit zu wenig Flüssigkeit oder sogar überhaupt nicht, wie ein Viertel der Befragten in einer Untersuchung der Universität Paderborn angab. Die Initiative hilft deshalb Schulen mit Checklisten und Tipps, ein Anti-Durst-Projekt zu organisieren und geeignete Getränke auszuwählen.

Besser als bisher aufklären

Längere Traditionen in Sachen Ganztagsschulen und Kinderkantinen haben fast alle europäischen Länder. Probleme mit der Qualität des Essens sind aber trotzdem bei vielen Nachbarnationen keine Seltenheit, belegte zuletzt die Studie „Eating at School – a European Study“ aus dem Jahre 2003. Dabei gehen die Europäer ganz unterschiedliche Wege im Kampf gegen Fett und Pfunde: Großbritannien etwa mit Standards und Kampagnen mit Promi-Koch Jamie Oliver oder Portugal mit Gesundheitsassistenten an allen Schulen. In Schweden und Finnland ist das Essen für alle Kinder kostenlos.

Diese skandinavische Lösung würde auch ein weiteres Problem in Deutschland lösen. Was nämlich, wenn zwar Mittagsmenüs in den Schulen angeboten werden, die Kids aber hungrig bleiben müssen, weil sie sich die Schulspeisung nicht leisten können? Nicht zuletzt die Ergebnisse einer aktuellen FKE-Untersuchung geben Anlass zu dieser Sorge, meinen kritische Stimmen. Die Studie hatte gezeigt, dass das Arbeitslosengeld II nicht ausreicht, um Jugendliche ausgewogen zu ernähren.

Mit mehr Geld allein sei es allerdings nicht getan, betont FKE-Vize Kersting. Wichtig sei es, die Bevölkerungsgruppe der sozial Benachteiligten vom Nutzen einer gesunder Ernährung zu überzeugen. Kersting: „Wir müssen einfacher umsetzbare Maßnahmen entwickeln, um die Familien besser als bisher mit unseren Ernährungsinformationen zu erreichen.“ Auch an Deutschlands neuen Ganztagsschulen.

INFO

Stöbern, Spielen, Singen

Ernährungshits für Kids
Tipps und Infos zur gesunden Kinderküche für Kinder ab 3 Jahren Dr. Annette Nagel Wilhelm Goldmann Verlag, München, 2001, 6,95 Euro, ISBN 3-442-16834-1

Ernährungsberatung für Kinder und Familien
Zusammenfassung der Ernährungsempfehlungen des FKE Mathilde Kersting und Gerhard Schöch Gustav Fischer Verlag, Jena 1996 19,95 Euro, ISBN 3-437-31100-X

Putzmunter – Ein Kinderspiel für gesunde Zähne & Ernährung
ab 4 Jahre, Verein für Zahnhygiene e.V., Darmstadt, 19,80 Euro

Musik-CD „Zahnhits“
Verein für Zahnhygiene e.V., Darmstadt 9,90 Euro

INFO

Zahnmännchen

Für mehr Produkte, die keine Zahnschäden verursachen, engagiert sich die Aktion zahnfreundlich e. V.. Sie zeichnet seit 1985 Süßwaren und frei verkäufliche Arzneimittel mit dem bekannten „Zahnmännchen“ aus. Alle Gummibärchen, Bonbons, Lutscher, Kaugummis und Hustensäfte, die den weißen Zahn mit Schirm auf rotem Grund tragen, haben sich im wissenschaftlichen Test bewährt: Statt Zucker enthalten sie Zuckeraustauschstoffe wie Isomalt, Mannit, Maltit, Sorbit oder Xylit und Süßstoffe. Diese können von den Mundbakterien nicht oder kaum zu zahnschädigenden Säuren abgebaut werden, betont die Aktion zahnfreundlich. Derzeit liefern in Deutschland 25 Mitgliedsfirmen und fünf Partnerfirmen insgesamt 111 verschiedene Zahnmännchen-Produkte. Diese gibt es in Apotheken, Drogerien, Supermärkten, Kaufhäusern, Tankstellen und Kiosken.
 
„Keine Verbote, sondern kluge Alternativen und leicht umsetzbare Ernährungstipps“, so lautet die Leitlinie der Akteure des Vereins, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, über die Zusammenhänge zwischen Zahngesundheit und Ernährung aufzuklären. Unterstützt werden sie dabei von etwa 6 000 Zahnärzten, Ernährungsfachleuten, Krankenkassen und anderen Gesundheitsorganisationen, die als Multiplikatoren mit den Medien der Aktion arbeiten.
 
Mehr dazu gibt es unter http://www.zahnmaennchen.de

INFO

Verein für Zahnhygiene

„Zahngesundheit und Ernährung“, so lautete der Titel eines Kurzfilms des Vereins für Zahnhygiene e. V. (VfZ) aus den Siebzigerjahren, der speziell für den Schulunterricht entwickelt wurde. Ein Beispiel von vielen aus dem Medienangebot des VfZ, das zeigt, wie eng die Themen Prophylaxe und gesunde (Schul-)Kost zusammenhängen. Die Initiative aus Industrie und Verbänden setzt sich seit fünfzig Jahren dafür ein, die Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu verbessern. Seit seiner Gründung im Jahr 1957 klärt der Verein nicht nur darüber auf, wie wichtig Zahn- und Mundgesundheit sind und wie man sie erhalten kann, sondern hat bereits Generationen von Kindern motiviert, ihre Zähne gründlich zu putzen und regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen.

Die gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft bietet Schülern, Lehrern und Eltern heute ein breites Medienangebot von Broschüren und Lerneinheiten über Audio-CDs und Film-DVDs bis hin zu interaktiven Spielen und Lernspielzeug. Ein „echter Klassiker“ ist der Zahnputzbeutel. Er ist seit 50 Jahren – mit Zahnpasta, - bürste, - putzbecher und Tipps – im VfZ-Programm. Etabliert haben sich, wie der Verein berichtet, auch Lern- und Unterrichtseinheiten für Kindergarten, Grundschule und Sekundarstufe I, die der VfZ Mitte der Siebzigerjahre mit der Hilfe von Pädagogen und Zahnmedizinern entwickelt hat. Die Unterrichtswerke bilden ein erstes zahngesundheitliches Curriculum, auf das Lehrer auch heute noch – in aktualisierter Form – zurückgreifen können. Inhalt des Arbeitsmaterials sind Themen wie Zahnbelag und Säurebildung sowie die Antwort auf die Frage „Was passiert, wenn ich einen Apfel esse?“ Auch im neuen multimedialen Angebot des VfZ werden Ernährung und Zahnpflege verknüpft: So behandeln die Texte der Musik-CD „Zahnhits“ das Thema Essen. Das Spiel „Zahnmemo“ für Kinder ab vier Jahren enthält in seiner Spielanleitung unter anderem Tipps zum optimalen Pausenfrühstück.

Mehr Informationen gibt es unter http://www.zahnhygiene-ev.de

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