Integration der Mundgesundheit

Afrika übernimmt die Führung

Afrika wird die erste Region weltweit sein, die konkrete Maßnahmen zur Integration der Mundgesundheit in Programme zum Kampf gegen andere chronische Krankheiten ergreift.

Das war das wichtigste Ergebnis einer Konsultation vom WHO-Regionalbüro für Afrika in Harare, Simbabwe, im September. Daran nahmen auch Experten von WHO-Kollaborationszentren, der FDI World Dental Federation und der WHO-Zentrale teil.

„Die Einführung einer integrierten Strategie für Mundgesundheit auf der Grundlage solider Indikatoren ist eine wichtige Voraussetzung für Verbesserungen der Mundgesundheit in den afrikanischen Ländern“, erklärt Dr. Charlotte Ndiaye, die WHO-Beraterin für Mundgesundheit in der Region Afrika. „Diese Konsultation hat gezeigt, dass besonders in einem von knappen Mitteln bestimmten Umfeld die Integration der Mundgesundheit in andere Aktivitäten zur Bekämpfung chronischer Krankheiten eine realistische Methode sein kann, die dem dringenden Handlungsbedarf vieler Gemeinden entgegenkommt. Hier bietet sich ebenfalls eine Chance, die auf der Weltgesundheitsversammlung im Mai verabschiedete Resolution konkret umzusetzen.“

Die Experten erörterten Möglichkeiten der Durchführung integrierter Aktivitäten im Kontext mit der Gesundheit von Kindern und Müttern, integrierter Behandlung von Kinderkrankheiten, Schulgesundheitsprogrammen, HIV/AIDS, traditioneller Medizin, Ernährungsprogrammen und Gesundheitserziehung.

Die Fachleute wiesen ebenfalls auf die Aufgabe hin, Leitlinien für eine integrierte Strategie zur Mundgesundheit auf der Grundlage konkreter Aktionen zu erarbeiten, damit die Mitgliedstaaten die im Mai 2007 auf der Weltgesundheitsversammlung verabschiedete Resolution über Mundgesundheit umsetzen können.

Dr. Habib Benzian, Manager für Entwicklung und Gesundheitswesen der FDI World Dental Federation, erklärte: „Die Gesundheitsfachkräfte stehen im Mittelpunkt dieser integrierten Strategie für Mundgesundheit. Sie sind es, die für einen höheren Aufmerksamkeits- und Stellenwert der Mundgesundheit sorgen müssen. Wir brauchen einen konstanten Dialog zwischen den Zahnärzten und ihren Kollegen im Bereich der Pflege, Pharmazie und Medizin und im Rahmen von Gesundheitsprogrammen der Gemeinden. Nur durch diese Zusammenarbeit kann eine echte Integration auf der Grundlage des Konzepts und der klaren Vorstellung gemeinsamer Risiken Realität werden.“ Die Empfehlungen aus der Expertenkonsultation werden die Grundlage für einen Bericht über die integrierte Strategie für Mundgesundheit bilden, der auf der 58. Sitzung des WHO-Regionalkomitees für Afrika vom 1. bis zum 5. September 2008 in Kamerun vorgelegt werden wird.

Mehr Infos unter: www.fdiworldental.org

Weitere Bilder
Bilder schließen