HOZ-Kalkulationsraster

Fundierte Hilfe für den Praxis-Check

Im Januar 2007 hatte die Bundesversammlung der BZÄK beschlossen, ein Kalkulationsraster zur Verfügung zu stellen, damit jeder Zahnarzt die Durchschnittswerte, die für die Honorarordnung für Zahnärzte (HOZ) ermittelt wurden, für die eigene Praxis individualisieren kann. Dieses Raster hat die Prognos AG erstellt. Es ist jetzt als Download auf der Homepage der Bundeszahnärztekammer verfügbar.

Zum Hintergrund: Auf ihrer außerordentlichen Tagung zum Schwerpunkt „Honorarordnung der Zahnärzte“ (HOZ) hatte die Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer beschlossen, jeder zahnärztlichen Praxis ein betriebswirtschaftliches Kalkulationsraster zur Verfügung zu stellen, um die vom Prognos-Institut für die Honorarordnung der Zahnärzte (HOZ) ermittelten Durchschnittswerte für die eigene Praxis individualisieren zu können. Auf Basis des Beschlusses des BZÄK-Vorstandes hat die Prognos-AG ein entsprechendes Kalkulations-Softwareprogramm entwickelt und umgesetzt.

Auf Herz und Nieren geprüft

Ganz wichtig war der Prognos AG die Funktionalität des Programms, um die Akzeptanz im Kollegenkreis zu gewährleisten. Aus diesem Grund ist es in mehreren Probeläufen mit potentiellen Anwendern ausgiebig getestet worden, die zuvor in entsprechenden Workshops ein ausführliches Briefing erhielten. So bestand Gelegenheit, das Programm auf „Herz und Nieren“ zu prüfen, Erfahrungen aus der Praxis einzubringen, mit den Entwicklern zu diskutieren und Verbesserungsvorschläge einzubringen.

Das fertige Programm liegt jetzt vor. Es bietet dem Zahnarzt Informationen über die betriebswirtschaftliche Situation seiner Praxis, ermöglicht eine Aufnahme aller relevanten Kosten des Praxisbetriebs und gibt ihm die Möglichkeit, einen angemessenen Unternehmerlohn für seine zahnärztliche Leistung in die Berechnung der Wirtschaftlichkeit aufzunehmen. Die Methodik orientiert sich im Wesentlichen an der HOZ-Studie, die die Prognos AG im Auftrag der Bundeszahnärztekammer durchgeführt hat.

Mithilfe des Kalkulationsrasters ist es möglich, auf individuelle Gegebenheiten der Praxis einzugehen. Das betrifft zum Beispiel sowohl Einzelpraxen, Gemeinschaftspraxen als auch Praxisgemeinschaften. Kalkuliert werden auch der Praxis- und Laborbedarf, Raum- und Betriebskosten, Gerätekosten, Abschreibungen, Investitionen sowie weitere Positionen. Es ist möglich, zwischen Ist-Umsatz, Ziel-Umsatz und HOZ-Umsatz zu differenzieren und verschiedene Szenarien aufzuführen.

Das Kalkulationsraster versteht sich als praktische Hilfestellung für den Zahnarzt bei der Überprüfung seiner betriebswirtschaftlichen Situation.

INFO

Praxis-Check – die BZÄK rät:

Jeder Zahnarzt sollte regelmäßig die Liquidität seiner Praxis checken, empfiehlt die Bundeszahnärztekammer. Das HOZ-Kalkulationsprogramm soll eine Hilfestellung sein, wenn es darum geht, seine eigene betriebswirtschaftliche Situation zu überprüfen und mögliche Handlungsbedarfe daraus abzuleiten. Basis dafür ist die HOZ, mit der die Zahnärzteschaft eine sowohl medizinisch wie auch betriebswirtschaftlich stimmige Grundlage vorgelegt hat.

Das HOZ-Kalkulationsraster steht als Download auf der Homepage der BZÄK zur Verfügung unter http://www.bzaek.de