125 Jahre Zahnmedizin in Rostock

Eine beispielgebende Geschichte

Die Rostocker Zahnklinik mit dem heute ältesten deutschen Lehrstuhl in diesem Fach galt seinerzeit als eine der modernsten Eirichtungen ihrer Art in Europa. 125 Jahre Studium der Zahnmedizin und 100 Jahre Zahnklinik sind stolze Jubiläen – und Anlass für einen Rückblick in die Geschichte der Institution.

1855 wurde in Berlin die erste zahnärztliche ambulante Klinik gegründet. Nach 1869 entstanden zahnärztliche Ausbildungsstätten an acht weiteren deutschen Universitäten. Anlass war die in Kraft getretene preußische Gewerbeordnung, nach der nur der Staat berechtigt war, Approbationen für Ärzte und Zahnärzte zu erteilen. In Rostock ging erst 1906 aus der Praxis des Zahnarztes Paul Birkenfeldt eine private geführte „Zahnärztliche Poliklinik“ hervor, in der die praktische Ausbildung der damals sieben Zahnmedizinstudenten der Rostocker Universität erfolgte. Das wurde erforderlich, da die in Mecklenburg- Schwerin gültige Prüfungsordnung für Zahnärzte ein zweijähriges Universitätsstudium und eine praktische Ausbildung in einer zahnärztlichen höheren Lehranstalt forderte.

Für die Entwicklung der Zahnmedizin in Rostock waren drei Persönlichkeiten prägend, die wegen ihrer Verdienste von der Medizinischen Fakultät mit der Ehrendoktorwürde geehrt wurden.

Dies waren Johannes Reinmöller (1877 – 1955), Hans Moral (1885 – 1933) und Matthäus Reinmöller (1886 – 1977).

Vorausschauend erkannte Johannes Reinmöller die Notwendigkeit einer stationären Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit schweren Erkrankungen im Mund-, Kieferund Gesichtsbereich und gründete 1907 eine private „Fachkrankenanstalt“ mit sechs kieferchirurgischen Betten in Rostock.

Vor 100 Jahren war es die erste Fachklinik dieser Art in Deutschland. Rostock, wo erst relativ spät das Zahnmedizinstudium eingerichtet wurde, übernahm damit eine Wegbereiterfunktion auf dem Gebiet der klinischen Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Johannes Reinmöller – zahnärztlich und ärztlich approbiert – war zugleich Lektor für Zahnmedizin an der Universität Rostock. Nach der Habilitation wurde er 1909 Privatdozent für das Fach Zahnheilkunde an der Medizinischen Fakultät. Bereits ein Jahr später wurde für Reinmöller ein Extraordinariat in Rostock eingerichtet.

Bei einer inzwischen auf 72 angestiegenen Studentenzahl genügte das Gebäude der Privatklinik – inzwischen in „Zahnärztliches Lehrinstitut“ umbenannt – den Anforderungen räumlich nicht mehr. Deshalb verlagerte Johannes Reinmöller 1919 seine Privatklinik in zwei andere, benachbarte Gebäude. Im gleichen Jahr wurde er auf den aus Anlass des 500-jährigen Bestehens der Universität Rostock neu geschaffenen Lehrstuhl für Zahnheilkunde – den ersten für das Fachgebiet in Deutschland – berufen. Nach Ende des Ersten Weltkrieges war die Studentenzahl auf 107 angestiegen. Rostock nahm inzwischen bezüglich Qualität und Quantität der Zahnmedizinausbildung einen führenden Platz in Deutschland ein.

1920 verließ Johannes Reinmöller zum Bedauern der Medizinischen Fakultät aus persönlichen Gründen Rostock. Seine Privatklinik wurde vom Land Mecklenburg erworben und erhielt die Bezeichnung „Universitätsklinik und -poliklinik für Mundund Zahnkrankheiten“. Somit bestand in Rostock erst ab 1920 eine staatliche zahnärztliche Ausbildungsstätte, welche die praktische studentische Ausbildung einschloss.

Nachfolger bestimmt

Nachfolger wurde der ebenfalls doppelt approbierte Hans Moral. Er war bereits seit 1913 als Assistent in Rostocker tätig und wurde nach Habilitation im Jahre 1914 Privatdozent. Noch im gleichen Jahr wurde Moral mit der kommissarischen Leitung der Rostocker Klinik betraut, da Reinmöller während des gesamten Ersten Weltkrieges mit kurzer Unterbrechung als Sanitätsoffizier eingezogen war. Moral übernahm 29-jährig mit enormem Einsatz Vorlesungen in allen Gebieten der Zahnheilkunde. 1920 als Extraordinarius zum Klinikdirektor berufen, wurde Moral 1923 Lehrstuhlinhaber für Zahnheilkunde in Rostock.

Ihm gelang es 1924, die während des Krieges stillgelegte kieferchirurgische Bettenstation mittels einer Stiftung wieder einzurichten. Da die für maximal 50 Studierende ausgelegte Klinik inzwischen für den akademischen Unterricht nicht mehr ausreichte, verfasste Moral 1929 eine Denkschrift, in der ein Klinikneubau gefordert wird. Dieses Ziel verfolgt er konsequent weiter, zumal sich die Situation 1932 aufgrund eines Anstieges der Studentenzahl auf 269 zuspitzte. Die Realisierung dieses Planes war jedoch erst seinem Nachfolger vergönnt.

Wissenschaftlich produktiv

Moral war wissenschaftlich äußerst produktiv. Unten den zahlreichen Publikationen finden sich Lehrbuchbeiträge zu „Anatomie und Physiologie“ im Rahmen der „Ergebnisse der gesamten Zahnheilkunde“ (1912), ein „Atlas der Mundkrankheiten“ (1924) sowie die fortlaufende Bearbeitung des Kapitels „Spezielle Pathologie der Mundhöhle“ im Rahmen der Schriftenreihe „Fortschritte der Zahnheilkunde“ (1926 – 1934). Durch Morals zahlreiche wissenschaftliche Kontakte festigte sich der Ruf der Rostocker Klinik im In- und Ausland. Vortragsreisen führten ihn in zahlreiche europäische Länder. Zudem war Moral Ehrenmitglied von neun internationalen zahnärztlichen Gesellschaften. Für zwei Jahre wählte die Rostocker Medizinische Fakultät Moral zu ihrem Dekan.

Die in jeder Hinsicht produktive Ära Moral, in der sich die Fächervielfalt der Rostocker Klinik erheblich vermehrte und in der ihr internationaler wissenschaftlicher Ruf begründet wurde, endete leider nach der faschistischen Machtübernahme jäh. Wegen jüdischer Abstammung wurde Moral im April 1933 durch die Landesregierung beurlaubt und bald darauf trotz Intervention der Rostocker Medizinischen Fakultät aus seinem Amt entlassen. Durch diesen Schicksalsschlag schwer getroffen, wählte Moral am 6. 8. 1933 den Freitod. 70 Jahre später wurde der Rostocker Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Würdigung seiner großen Verdienste der ehrenvolle Name „Hans Moral Klinik“ verliehen.

Zähes Agieren

Sein langjähriger Oberarzt, Matthäus Reinmöller, ein Bruder des Klinikgründers, trat die Nachfolge an. Als Zahnarzt und Arzt approbiert habilitierte er sich 1923 unter Moral und war bereits seit 1928 außerordentlicher Professor für Zahnheilkunde. 1933 wurde Matthäus Reinmöller auf den Rostocker Lehrstuhl für Zahnheilkunde berufen. Seinem zähen Agieren ist es zu verdanken, dass 1936 mit dem bereits von Moral geforderten Klinikneubau begonnen wurde. Reinmöller erwirkte eine in Größe und Ausstattung großzügige Bauausführung. Besonderen Wert legte er auf optimale stationäre Behandlungsmöglichkeiten mit modernen Operationsräumen und hellen Krankenzimmern für bis zu 40 Patienten. So galt die am 1. 3. 1938 eröffnete „Klinik für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“ in Rostock seinerzeit als eine der modernsten Zahnkliniken Europas.

Ihrem eigentlichen Zweck der zahnärztlichen Versorgung sowie der Lehre und Forschung diente diese Klinik jedoch nur kurz. Schon im September 1939 wurde sie zu einem Reservelazarett umfunktioniert. Die Bettenzahl erhöhte sich von anfangs 80 auf 150 im Jahre 1944. Das war nur durch Demontage eines Großteils der zahnärztlichen Behandlungseinheiten sowie Technikarbeitsplätze möglich, was zu einer erheblichen Einschränkung der zahnärztlichen Behandlungsmöglichkeiten führte und zum Abbruch der studentischen Ausbildung zwang.

Am 1.10. 1946 gelang es Matthäus Reinmöller, die Zahnmedizinerausbildung mit 31 Studierenden unter schwierigen Bedingungen wieder aufzunehmen. Erst 1953 war nach vollständiger Wiedereinrichtung der Klinik gemäß Vorkriegsstandard die volle Arbeitsfähigkeit gegeben. Nach 22- jähriger engagierter Klinikleitung wurde Reinmöller 1955 emeritiert.

Weitere Entwicklung

Die weitere Entwicklung der Klinik bis zur Gegenwart soll nur skizziert werden. Im Zuge zunehmender Subspezialisierung vertrat Matthäus Reinmöller als Lehrstuhlinhaber seit 1952 nur noch die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, während aus den bestehenden Oberarztbereichen zunächst Abteilungen für Konservierende und Prothetische Zahnheilkunde sowie Kieferorthopädie, später auch Abteilungen für Parodontologie und Kinderzahnheilkunde entstanden. Als Klinikdirektoren wirkten anschließend die Professoren Oskar Herfert (1955 – 1960, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie), Eberhard Reumuth (1960 – 1970, Prothetik und Werkstoffkunde) und Eva-Maria Sobkowiak (1970 – 1983, Konservierende Zahnheilkunde).

1983 entstanden aus der von einem Lehrstuhlinhaber geleiteten Klinik dem internationalen Trend folgend vier Kliniken mit Lehrstühlen für die Fachgebiete Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Prothetik und Werkstoffkunde, Konservierende Zahnheilkunde und Parodontologie sowie Kieferorthopädie und Kinderzahnheilkunde. Die Gesamtleitung dieser sogenannten „Sektion für Stomatologie“ (DDR-typischer Begriff) oblag einem Sektionsdirektor (Prof. Dr. mult. Armin Andrä, 1983 – 1991). Seit 1992 besteht die Organisationsform einer Mehrfachklinik, wobei die Kinderzahnheilkunde wieder der Konservierenden Zahnheilkunde zugeordnet wurde. Die Koordination obliegt einem aus der Reihe der Klinikdirektoren gewählten Geschäftsführenden Direktor.

Seit 2005 ist die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in den Räumlichkeiten des neu errichteten „Perioperativen Zentrums“ gemeinsam mit den anderen operativen Disziplinen sowie der Anästhesiologie und Intensivmedizin untergebracht. Das Klinikgebäude aus dem Jahre 1938 steht seither neben der verbliebenen oralchirurgischen Ambulanz den übrigen Fachgebieten der Zahnmedizin sowie der Hautklinik zur Verfügung. Zurzeit erfolgt eine umfangreiche Gebäudesanierung entsprechend des veränderten Nutzungskonzeptes, so dass in Kürze für alle zahnärztlichen Einrichtungen optimale Arbeitsbedingungen bestehen werden.

Steigende Studentenzahl

Die Zahl der Rostocker Zahnmedizinstudenten stieg aufgrund erhöhten Bedarfs an Zahnärzten 1960 auf 200 und wuchs kontinuierlich bis auf 277 im Jahre 1965. Parallel dazu erfolgte eine Anpassung des Lehr- und Studienkonzeptes sowie eine Neuausstattung der vorklinischen, propädeutischen und klinischen Kursräume sowie der Hörsäle, deren Ausrüstungen noch dem Stand von 1938 entsprachen. Ab 1980 ging die Studentenzahl wieder auf 200 zurück und blieb bis 1997 konstant, wobei die klinischen und vorklinischen Unterrichts- und Behandlungsräume in den Jahren 1992 bis 1994 erneut modernisiert und zeitgemäß ausgerüstet wurden. Nach fünfjährigem Immatrikulationsstopp aufgrund von Überlegungen der Landesregierung, den Studiengang Zahnmedizin in Rostock einzustellen, kam es nach zähem Ringen 2002 zur probeweisen Einführung eines kostenneutral zu finanzierendes Ausbildungsmodells mit 125 Studierenden. Dieses erforderte eine Veränderung des Studienkonzeptes, das auf einer individuelle, praxisbezogene Ausbildung in kleinen Gruppen basiert und im aktuellen bundesweiten Studien-„Ranking“ Platz fünf belegte. Die ersten 27 nach diesem Modell ausgebildeten Studierenden legten vor Kurzem ihr Staatsexamen mit deutlich besserem Leistungsdurchschnitt als ihre Vorgänger ab.

Enge Integration

Die Rostocker Zahnmedizin war stets um eine enge Integration von Lehre und Forschung bemüht. Eigene Forschungsergebnisse wurden frühzeitig in die Lehre einbezogen und Studierende gewonnen, Teilergebnisse selbständig zu erarbeiten, was vorwiegend in Form von Promotionsarbeiten erfolgte. Die zahnmedizinische Forschung in den 1970er- und 80er-Jahren lehnte sich an die Schwerpunkte der Medizinischen Fakultät an, zum Beispiel Fehlbildungs- und Tumorforschung. Zudem wurden zahnmedizinspezifische Themen erforscht, beispielsweise die Reaktivität von Endodont und Parodont beziehungsweise Fragen der unspezifischen Abwehrfunktion des Speichels. Nach 1990 änderten sich diese Forschungsschwerpunkte auf Fakultäts- und Klinikebene. Fragen der Transplanationsmedizin und der regenerativen Medizin traten in den Vordergrund. In der Zahnmedizin kamen unter anderem Arbeiten über die Osteointegration von Implantaten sowie biogenerativ wirksame Knochenaufbaumaterialien hinzu, wobei eine enge Forschungskooperation mit der Schwesteruniversität Greifswald aufgebaut wurde.

Im Rahmen der Medizinischen Versorgung war die universitäre Rostocker Zahnmedizin stets bemüht, effektiv mit den Zahnärzten des Einzugsgebietes zusammenzuarbeiten und an ihrer berufsbegleitenden Fortbildung mitzuwirken. Zudem ist sie in verschiedene Betreuungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät eingebunden. Hervorzuheben ist das mehr als 40 Jahre bestehende, komplexe Rehabilitationszentrum für Patienten mit Lippen-Kiefer- Gaumenspalten, in das unter Federführung die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie alle Fachgebiete der Zahnheilkunde sowie mehrere medizinische Disziplinen integriert sind.

Die Darstellung der Historie der Rostocker Zahnmedizin konnte aufzeigen, dass sie einige Besonderheiten aufweist, welche die Entwicklung des Fachgebietes in Deutschland maßgeblich beeinflusst haben. An diese positiven Traditionen soll angeknüpft werden, nachdem der Erhalt von Klinik und Studiengang auf der Basis eines komplex abgestimmten Konzeptes in Lehre, Forschung und medizinischer Versorgung auf Landesebene gewährleistet ist. Dieses wurde in engem Zusammenwirken beider Landesuniversitäten, der Standesvertretungen und der Landesregierung erarbeitet und kann beispielgebend für andere Bundesländer sein.

Dr. med. Dr. med. dent. Volker Bienengräber
em. Prof. für Experimentelle Zahnheilkunde an der Universität Rostock
Stülower Weg 13 a
18209 Bad Doberan

Der Autor ist Mitglied des Arbeitskreises Geschichte der Zahnheilkunde der DGZMK, einer Interessengemeinschaft von Zahnärzten und Wissenschaftlern, die sich mit der Geschichte der Zahnheilkunde befassen.
Kontakt: volker.bienengraeber@uni-rostock.de
Tel:. 038203 42802, Fax: 038203 779817

zm-Info

Zwei Jubiläen

Vor 125 Jahren – am 19. Dezember 1882 – begann die Zahnmedizinerausbildung an der Rostocker Universität. Der erste Student, Anton Witzel aus Langensalza, wurde noch mit sogenannter kleiner Matrikel an der Philosophischen Fakultät eingeschrieben, da ein regulärer Studiengang Zahnmedizin erst 1886 eingeführt wurde.

Anlässlich dieses Jubiläums fand am 29. November 2007 eine Festveranstaltung im Hörsaal der Klinik und Polikliniken für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde mit Grußadressen des Rektors der Universität, Prof. Dr. Thomas Schrothotte, des Ministers für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpomern, Henry Tesch, und des Präsidenten der Landeszahnärztekammer, Dr. Dietmar Oesterreich, statt. Es schloss sich ein die Klinikhistorie würdigender Festvortrag des Geschäftsführenden Direktors Prof. Dr. Heinrich von Schwanewede an. Darüber hinaus war das 100-jährige Bestehen der klinischen Kieferchirurgie Anlass für die Austragung des 57. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie vom 29. 5. bis 2. 6. 2007 in Rostock-Warnemünde, wobei die wissenschaftliche und organisatorische Leitung in den Händen der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen der Universität Rostock lag. Alle Teilnehmer erhielten den Vorabdruck einer von Uwe Peter verfassten Promotionsschrift mit dem Kurztitel „100 Jahre Kieferchirurgie in Rostock”. Beide Jubiläen geben Anlass zu einem kurzen historischen Rückblick. vb

• Die von Uwe Peter verfassten Promotionsschrift mit dem Kurztitel „100 Jahre Kieferchirurgie in Rostock” ist für Interessenten noch in begrenztem Umfang im Sekretariat der Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Strempelstraße 13, 18057 Rostock, Tel. 0381 4946552 abrufbar.

INFO

Hochwertige Versorgung der Patienten

In Rostock wurde Geschichte für die gesamte deutsche Zahnmedizin geschrieben, betonte der Präsident der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern und gleichzeitige Vizepräsident der BZÄK, Dr. Dietmar Oesterreich, anlässlich der Feierstunde in Rostock. Er betonte, dass Zahnmedizin heute mehr denn je integraler Bestandteil des medizinischen Fächerkanons sei, was in Rostock dank des intensiven Zusammenhalts aller medizinischen Fachbereiche auf allen Ebenen der Wissenschaft wie ärztlichen und zahnärztlichen Berufsvertretung gelebt werde. „Der gemeinsame Einsatz mit unseren medizinischen Fachkollegen für den Erhalt des ältesten deutschen Lehrstuhls ist vor diesem Hintergrund bundesweit beispielgebend und fachlich konsequent”, sagte Oesterreich. Er verwies auf den langen Kampf um die Erhaltung der Zahnklinik Rostock innerhalb der Hochschullandschaft des Landes und auf das Engagement des Professoren- und Mitarbeiterkollegiums, allen voran Prof. von Schwanewede. Auch die verfasste Zahnärzteschaft habe dies unterstützt. Seine Hochachtung gelte auch der Landesregierung, die den Mut hatte, einmal getroffene Entscheidungen einer neuen Bewertung zu unterziehen und die Fakten neu zu gewichten.

 

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