Der besondere Fall

Abformmaterial von Gingiva umwachsen

Ein Patient, der kürzlich neu in die Praxis kam, berichtete über eine Stelle regio 47, die sich bei Druck unangenehm anfühlte.

 

 

Dieses war ein zahnloser Bereich, die Gingiva erschien klinisch unauffällig. Im angegeben Bereich war eine etwa ein Zentimeter große, verschiebliche Verhärtung tastbar. Die Palpation wurde als unangenehm empfunden. Frappierender Nebenbefund: Bei der Palpation schimmerte der druckdolente Bereich himmelbau durch. Das Röntgenbild in dem Bereich sah unauffällig aus. Verdachtsdiagnose: versehentlich eingeschlossenes Abformmaterial, das reizlos eingeheilt war und schon länger dort lag. Die Inzision, die nach Absprache mit dem Patienten erfolgte, förderte ein Stück Silikonabformmaterial zu Tage, das leichte Haftung am Bindegewebe aufwies.

Angesichts dieses Falles stellt sich mir die Frage, warum Abformmaterialien eigentlich nicht röntgenopak sind.

Dr. Winfried Zeppenfeld
ESE certified member
Holm 55, 24937 Flensburg
zeppenfeld@foni.net

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