Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser,

symbolisch wird sie nach wie vor gern genutzt, die These, an jedem Zahn hänge ein Mensch. Für die Endodontie ist das ein nicht nur ethisch, sondern auch physikalisch recht nahe liegender Gedanke. Und die Entwicklung der letzten Jahre trägt dem durchaus Rechnung.

Zumindest ist die Zahl der Wurzelkanalaufbereitungen (laut vertragszahnärztlicher Statistik) deutlich gestiegen. Ein klarer Hinweis darauf, dass Endodontie – nach wie vor unter Zahnmedizinern meist als eine der nicht gerade leichten Aufgaben dargestellt – inzwischen vermehrt Eingang in den Praxisalltag findet.

Und selbst wenn diese Zahlen noch nicht mit der der Wurzelkanalfüllungen korrespondieren: Für den immer mehr von „dental awareness“ geprägten Patienten und seinen Zahnarzt ist das Thema der Zahnerhaltung „bis in die Wurzel“ durchaus opportun.

Letztlich hat auch die weitere Entwicklung der technischen Möglichkeiten hier Fortschritte ermöglicht, die heute Situationen in der Praxis beherrschbar machen, die noch vor wenigen Jahren als nahezu aussichtslos galten. Heute wird mancher Zahn durchaus als erhaltungswürdig erachtet, dessen Prognose früher eher ungünstig beurteilt wurde.

Die sechs Beiträge unseres Fortbildungsschwerpunktes in diesem Frühjahr greifen den aktuellen Wissensstand des Themas ab: Von der Kanalsuche und -aufbereitung über die Darstellung von Keimbestimmung und -beseitigung bei Pulpainfektionen, vom „Schreckensthema“ Wurzelperforation über den Umfang mit Längsfrakturen oder abgebrochenen Kanalinstrumenten bis zur Wurzelspitzenresektion oder Notfall- Schmerzbehandlung reicht das Spektrum, das Ihnen die zm in dieser Ausgabe im Überblick darstellen.

Die Endo-Experten dieses Fortbildungsschwerpunktes leisten mit ihren Darstellungen einen Beitrag, dass der Niedergelassene diesen Themenbereich noch sicherer und besser bewältigen kann.

Das zum Thema „Kanalarbeiten“ Angelesene und Angeeignete kann dann aber auch in bewährter Weise via Internet in Eigenregie unter www.zm-online.de geprüft und getestet – und bei Erfolg per Ausdruck für den Fortbildungsnachweis in Form von Punkten genutzt werden.

Wir haben uns auf die erwartungsgemäß hohe Abfrage auf unserer Homepage eingestellt. Wir wünschen Ihnen bei unserer Frühjahrs-Fortbildung natürlich die nötige Ruhe und Konzentration, die notwendige Portion Spaß und – so Sie sich dafür entscheiden – den entsprechenden Erfolg beim Abgleich des aufgefrischten Wissens.

Mit freundlichem Gruß

Egbert Maibach-Nagel
zm-Chefredakteur