Editorial

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

dass der Weg in die Altersgesellschaft für die zahnmedizinische Versorgung in den kommenden Jahren neue Herausforderungen schafft, wurde in den zm aus unterschiedlichen Blickwarten bereits ausführlich erörtert. Aber es ist – interdisziplinär betrachtet – innerhalb der Medizin keine singuläre Erscheinung.

Altersspezifische Augenerkrankungen sind sicherlich eine weitere Herausforderung, die angesichts des zunehmenden Lebensalters unserer Gesellschaft künftig zu bewältigen ist.

Welche Entwicklungen Wissenschaft und Forschung in der Ophthalmologie in den letzten Jahren genommen haben, wie die mit zunehmendem Alter häufiger auftretenden Augenerkrankungen behandelt werden, was die häufigsten Erkrankungen des Bereichs sind, aber auch, wie neue Methoden zur Korrektur und Besserung abgeschwächter Seekraft funktionieren, stellt der Titel dieser Ausgabe dar.

Zweckdienlich ist ein Blick auf die Hauptstränge von Diagnostik und Therapie dieses Faches schon deshalb, weil der häufige Kontakt zu den Patienten – der Zahnarzt ist nun mal derjenige unter den Medizinern, der die Patienten regelmäßig und relativ häufig sieht – hier in dem einen oder anderen Fall durchaus freundliche Hinweise für den Weg zum Fachkollegen bieten kann.

Dass die Kenntnisse über Krankheiten des Auges auch aus Sicht des Zahnmediziners durchaus gewichtig sein können, bestätigen entsprechend wichtige interdisziplinäre Querschlüsse für die Behandlung der Patienten. Es ist damit auch weiteres Beispiel dafür, wie wichtig der wissenschaftliche Blick auf die medizinischen Disziplinen aus Sicht der Zahnmedizin sein kann. Schon deshalb werden die zm diesen Weg expertiser Betrachtung von Erkrankungen anderer Fachgebiete und deren Folgen für die zahnmedizinische Diagnostik und Therapie – und vice versa – fortsetzen.

Unerwähnt bleiben darf selbstverständlich auch nicht, dass die Sehkraft des Zahnarztes – übrigens eins seiner wichtigsten Arbeitsinstrumente – „wie der Augapfel“ zu hüten ist. Nicht umsonst informiert der Berufsstand, wie jüngst in Berlin in Form einer Veranstaltung für die Kollegenschaft geschehen, über den richtigen Umgang mit diesen Sinnesorganen.

Aber noch etwas in eigener Sache: Einen klaren Blick auf die Dinge erfordert mit Sicherheit der Umgang mit Deutschlands Gesundheitspolitik. Gerade wer über Jahrzehnte erfolgreich zahnärztliche Interessensvertretung betreibt, lebt von der sachlichen Sicht auf die Entwicklung aller Facetten des deutschen Gesundheitswesens.

In diesem Sinne gratulieren die zm dem Präsidenten der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, an dieser Stelle ausdrücklich zu seinem 70. Geburtstag.

Mit freundlichem Gruß

Egbert Maibach-Nagel
zm-Chefredakteur