Empfang zum 70. Geburtstag des BZÄK-Präsidenten Dr. Dr. Weitkamp

Steter Einsatz für Freiheit in Beruf und Gesellschaft

ZahnMedizin schreibt er mit großem „M“; seine berufspolitischen Ideen sind Legion; Freiheit – in Beruf und Gesellschaft – ist einer seiner höchsten Werte: Worte, die anlässlich des Empfangs zu seinem 70. Geburtstags fielen, sprechen Bände über Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, den Präsidenten der Bundeszahnärztekammer. Gut 300 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Freundeskreis feierten an diesem Tag den Einsatz eines Menschen mit hohen Idealen.

Nach fast acht Jahren gemeinsamer Vorstandsarbeit war die Ehrung seiner Präsidialkollegen Dr. Dietmar Oesterreich und Prof. Dr. Wolfgang Sprekels an den Geburtstagsjubilar geprägt von Freundschaft, Achtung und Anerkennung. Oesterreich zeigte sich „beeindruckt von der Klarheit der Aussagen“ dieses Präsidenten, mit dem man gemeinsam angetreten war, „etwas anders zu machen“ als ihre Amtsvorgänger. Das Resultat – eine starke Bundesorganisation in der Bundeshauptstadt Berlin, anerkannt von Politik und Berufsstand – bestätige den Erfolg dieser Zielsetzung.

Auch die Laudatio des Vizepräsidenten Sprekels war eine Bilanz aus Hochachtung vor dem Menschen und fachlicher Anerkennung des Standespolitikers Weitkamp. Ihn zeichne der Blick über den beruflichen Tellerrand ebenso aus wie seine Fähigkeit, ohne „Scheuklappenmentalität zu ausgewogenen Urteilen“ zu kommen. Weitkamps Glaubenssatz – „Alles, was wir nicht selbst in die Hand nehmen, werden andere für uns regulieren“ – sei Programm, das hohe Zeitmaß an Ehrenamtstätigkeit „bewunderungswürdig“. Ob Consilium unabhängiger Wissenschaftler, Zusammenführung von Zahnärzteschaft und Hochschule, ob Deutscher Zahnärztetag, Anerkennung als kompetenter Gesprächspartner in Politik und Gesellschaft oder als Initiator des GOZ-Senats: Weitkamps Verdienste vollständig zu nennen, sprenge den Rahmen der Veranstaltung. Weitkamp sei, „der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort“.

DGZMK-Präsident Prof. Dr. Thomas Hoffmann hob hervor, dass es Weitkamp gelungen sei, die Ressentiments zwischen Hochschule, zwischen wissenschaftlicher Zahnheilkunde und Praxis abzubauen. Anläßlich des Empfangs erhielt Weitkamp „für besondere Verdienste in der Förderung und Zusammenarbeit von Wissenschaft und zahnmedizinischer Standespolitik“ die Ehrenmitgliedschaft der DGZMK.

Als Freund und Vertreter der Bundespolitik urteilte Zahnarzt und CDU-MdB Dr. Rolf Koschorrek: „Jürgen Weitkamp ist im positiven Sinne ein politischer Präsident.“ Sein Engagement sei „weit über den Bereich der Zahnärzteschaft gesellschaftlich anerkannt“. Er sei ein berufspolitisch erfolgreicher Ideengeber, hob der KZBV-Vorsitzende Dr. Jürgen Fedderwitz hervor, und könne auf eine Vielzahl von Erfolgen zurückgreifen. Mit Augenzwinkern erinnerte Fedderwitz daran, dass Weitkamp nicht nur seine standespolitischen Anfänge in der KZV hatte, sondern jetzt – mit abzusehenden Rücknahme der 68er-Regelung – wieder Vertragszahnarzt werden könne.

In seiner Dankesrede wies der Jubilar darauf hin, dass er seinen ursprünglichen Ambitionen – das, was ihm an seinem Berufsstand „nicht passte“, zu verändern – nachgekommen sei. Weitkamp nannte drei Wünsche, die er an den Berufsstand habe:

Dass der Berufsstand wertschätze und respektiere, dass in Deutschland allein der approbierte Zahnarzt die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde ausüben dürfe, diese in Freiberuflichkeit und nicht als Gewerbe praktiziere; dass für die Patienten, die besten Kritiker seiner Praxis, die freie Arztwahl und die dazu gehörige Möglichkeit der Kostenerstattung erhalten bleibe; und dass die Führung des Berufsstandes mutig und entscheidungsfreudig bleibe. Weitkamp: „Wir sind verantwortlich nicht nur für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“

 

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