Editorial

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Liebe Leserinnen und Leser,

man solle darum beten, dass im gesunden Körper ein gesunder Geist sei. Das empfahl der römische Dichter Juvenal seinen Zeitgenossen. Dass „in corpore sano“ „mens sana“ steckt, ist der etwas verkürzte Rest, der – mit modifiziertem Sinngehalt – bis in unsere gesundheits-“kultige“ und „wellness“-geschwängerte Zeit gerettet wurde.

Chance und Nutzen der mit diesem Idealzustand verknüpften Anstrengungen sind, so zeigen die inzwischen breit gefächerten Maßnahmen gesundheitlicher Prävention, selbstverständlich nicht nur für das Ego, sondern auch für die Gemeinschaft wichtig. Volksgesundheit ist nicht allein humanistischer Auftrag, sondern eine messbare und in ihrem Gewicht durchaus bedeutende wirtschaftliche Komponente. Selbst Vater Staat hat dieses erkannt und fördert in seiner lenkend erzieherischen Art Maßnahmen, die Wirtschaft und Bevölkerung in „gesundem“ Zustand halten sollen. Wie sinnvoll physische und psychische Vorsorge aus ökonomischer Sicht sind, belegen die Statistiken über Krankheitstage, Krankheitsfolgekosten und die „Never-Ending-Story“ vom Wechselverhältnis volkswirtschaftlicher Kosten und medizinischem Fortschritt.

Soviel zur Makroebene. Aber was bringt das tägliche Ringen für Leib und Seele dem zahnärztlichen Unternehmer und seinem Team? Die Beispiele der Titelgeschichte belegen es: Weit mehr als „nur“ verbesserte körperliche Gesundheit.

Selbst wenn mancher Großkonzern in heutiger Zeit im schludrigen Umgang mit seinem „Humankapital“ andere Eindrücke vermitteln mag: Einer der wichtigsten Faktoren betrieblichen Erfolges ist immer noch die Qualität, Motivation und Leistungsfähigkeit des Teams. Das gilt für klassische Dienstleistungsbereiche genau so wie für die Zahnarztpraxis.

Wer also für sich selbst sorgt, gesundheitliche Ergonomie für sich und seine Mitarbeiter berücksichtigt, „investiert“ an einer wichtigen Stelle: Aktives Vorbeugen mittels durchdachter Maßnahmen und Konzepte hilft gegen Krankheit, mangelnde Motivation und gefühlte Überlastung.

Welche Wege man zur Erreichung dieser Ziele beschreitet, ist sicherlich abhängig von den individuellen Verhältnissen, in denen man gemeinsam mit dem eigenen Team den Arbeitsalltag bewältigt. Einem selbst, den Mitarbeitern, der Praxis und nicht zuletzt den Patienten kommen Anstrengungen auf dieser Ebene sicherlich zugute.

Der Dichter Juvenal jedenfalls dürfte über die neuzeitliche Abwandlung seiner Forderung erfreut sein.

Spaß beim Lesen wünscht

Ihr

Egbert Maibach-Nagel
zm-Chefredakteur