EDV-Statistik

Die Abrechnung

Die neue EDV-Statistik zeigt, dass es kaum noch Handabrechner im konservierend/chirurgischen Bereich gibt: Bundesweit wurden im 4. Quartal 2007 gerade mal 909 Abrechnungen in Papierform eingereicht.

Zum 4. Quartal 2007 (Stichtag 31. 12. 07) reichten die Praxen bei den KZVen 42 164 konservierend/chirurgische (KCH) Abrechnungen per Datenträgeraustausch (DTA) ein: Bei insgesamt 43 073 Abrechnungen erfolgten damit 97,9 Prozent auf elektronischem Wege.

Eine Wende ereignete sich im Bereich Kieferorthopädie (KFO): Hier wurden in dem Zeitraum erstmals mehr DTA-Abrechnungen (4 398) als Papiereinreichungen (4 247) gezählt – 50,9 Prozent.

Willkommen im elektronischen Zeitalter

Grafik 1 zeigt den prozentualen Anteil der elektronisch abrechnenden Zahnärzte für den Bereich KCH (dunkelblauer Balken) und KFO (hellblauer Balken) je KZV im 4. Quartal 2007. Erstmals rechnete mit der KZV Bremen ein KZV-Bereich auf dem Gebiet KCH ausschließlich elektronisch ab. Nicht weit davon entfernt sind die KZVen Thüringen mit 99,7, Rheinhessen mit 99,4 und Saarland mit 99,3 Prozent. Letztlich ist es jedoch so, dass die prozentualen Unterschiede zwischen den einzelnen KZVen relativ gering ausfallen: Sie liegen zwischen den genannten 100 Prozent in Bremen und 96,4 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern. Dort hat sich im Vergleich zur Vorjahresstatistik der prozentuale Anteil der DTA-Abrechnungen freilich ebenfalls gesteigert, nämlich um 0,9 Prozent.

Der Anteil der KFO-Abrechnungen per DTA bewegt sich zwischen 88,5 Prozent in Bremen und 21,9 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern.

Bei der Interpretation der KFO-Grafik darf man nicht vergessen, dass es in den neuen Bundesländern noch viele kieferorthopädisch tätige Zahnärzte gibt. Es handelt sich hierbei um Behandler, die in erster Linie konservierend/chirurgisch tätig sind, jedoch auch einige Kieferorthopädie-Fälle übernehmen. Die meisten von ihnen schaffen sich keine eigene KFO-Abrechnungssoftware an – die Abrechnung erfolgt nach wie vor manuell und drückt die Zahlen der kieferorthopädischen DTA-Abrechnung nach unten.

Bewährte Markenprodukte

DS-WIN-Plus (Dampsoft) und Z1 (CompuDENT Z1) haben ihren Marktanteil im KCH-Bereich weiter gesteigert und kommen beide erstmals über die 20 Prozent-Marke. Zugleich haben sie sich im Vergleich zum Vorjahr weiter angenähert. Die Differenz zwischen beiden Praxisverwaltungssystemen (PVS) ist minimal: 0,02 Prozent. Beide Programme zusammen bedienen mittlerweile 41,7 Prozent des Marktes. WinDent (ChreMaSoft) legte ebenfalls zu und behauptete seinen dritten Platz mit 10,1 Prozent. Mehr als die Hälfte aller Abrechnungen wurde also mit einem dieser Programme erstellt.

Jenseits der Drei-Prozent-Marke liegen 60 der insgesamt 67 zur elektronischen Abrechnung eingesetzten Abrechnungssysteme, die unter „Andere“ zusammengefasst sind. Davon wiederum beträgt der DTA-Anteil bei 50 Programmen weniger als ein Prozent.

Bei der Abrechnung kieferorthopädischer Leistungen per DTA ist der Marktanteil des Programms KFO-Win der Firma Computer konkret auf 22 Prozent geklettert: Mehr als jede fünfte Abrechnung wurde somit mit dieser Software erstellt. Genau 48,4 Prozent der DTA-Abrechnungen im kieferorthopädischen Bereich wurden mit den drei Abrechnungsprogrammen KFO-Win (Computer konkret), Z1 (CompuDENT Z1) und Praxident/A4 KFO (Haag & Kubitschek) ausgeführt. Von den insgesamt 55 PVS-Systemen sind unter „Andere“ 46 zahnärztliche Abrechnungssysteme subsummiert. Davon haben wiederum 40 Programme weniger als ein Prozent Marktanteil.

Oder selbstgestrickte Ware

Grafik 4 zeigt die Gesamtanzahl aller bei den KZVen eingereichten konservierend/chirurgischen Abrechnungen per DTA. Die Programme DS-WIN-Plus (Dampsoft) und Z1 (CompuDENT Z1) haben sich noch gesteigert und weiter angenähert. Mit dem Abrechnungssystem DS-WIN-Plus wurden im 4. Quartal 2007 gerade mal acht DTA-Abrechnungen mehr eingereicht als mit Z1.

Unter „Andere“ sind 4 995 elektronisch erledigte Abrechnungen zusammengefasst, die mit 53 verschiedenen Systemen erstellt wurden – wobei die Zahnärzte mit 26 Programmen weniger als 10 Abrechnungen und mit 11 nur je eine Abrechnung ermittelten. Dabei handelt es sich zum größten Teil um Software, die Zahnärzte für den Eigenbedarf geschrieben haben.

Zur Abrechnung des 4. Quartals 2007 wurden für den Fachbereich Kieferorthopädie 4 398 elektronische Abrechnungen bei den KZVen eingereicht, 122 DTA-Abrechnungen mehr als im Vorjahr. Mit KFO-Win (Computer konkret) wurden insgesamt 967 DTA-Abrechnungen erstellt – 89 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Im Vergleich zu den Jahren davor verzeichnet dieses KFO-Programm somit den größten Zuwachs. Die Plätze zwei und drei gehen wie in den vergangenen Jahren auch an Z1 (CompuDENT Z1) mit 758 und Praxident A4/KFO (Haag & Kubitschek) mit 405 elektronischen Einreichungen. 317 DTA-Abrechnungen wurden unter „Andere“ zusammengefasst und beinhalten 41 verschiedene zahnärztliche Programme, mit denen jeweils weniger als 50 Abrechnungen erstellt wurden.

Susanne Bonin, M.A.
KZBV Vertragsinformatik

• Die nach KZVen aufgegliederten Über - sichten der Software-Hersteller gibt es als KCH-TOP10 und KFO-TOP5 bei der KZBV: S.Bonin@ KZBV.de.

zm-Info

Eine Sache der Statistik

Die EDV-Statistiken geben die Anzahl der Abrechnungen wieder, die mit einem zahnärztlichen Abrechnungsprogramm per Datenträgeraustausch erzielt wurden – dazu zählen hier auch die auf anderem elektronischem Weg eingegangene Abrechnungen. Primär werden die Daten in den KZVen durch das Empfangsmodul der KZBV automatisch erfasst und an die KZBV weitergemeldet, die die Zahlen dann statistisch aufbereitet.

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