EU-Vorschlag zur Patienteninformation

Weiterhin in der Kritik

Eine Allianz von Verbraucherschützern, Patientenorganisationen sowie Vertretern der europäischen Ärzteschaft und der Sozialversicherungen begrüßt die kritische Haltung der EU-Gesundheitsminister gegenüber der vorgeschlagenen EU-Richtlinie zur Patienteninformation. Auf ihrem Treffen in Luxemburg hatten die Regierungsvertreter moniert, dass der von der Europäischen Kommission vorgelegte Richtlinienvorschlag nicht ausreiche, um die Umgehung des Verbots der Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel zu verhindern. Zwar sehen die Minister grundsätzlichen Bedarf, die Informationen über verschreibungspflichtige Arzneimittel für die Öffentlichkeit zu verbessern. Der Richtlinienvorschlag treffe jedoch keine ausreichend klare Unterscheidung zwischen zulässiger „Information“ und verbotener „Werbung“. Ferner fürchten zahlreiche Mitgliedsstaaten, dass der Richtlinienvorschlag zu übermäßiger Bürokratie führen könnte. In einer gemeinsamen Stellungnahme fordert der Zusammenschluss von Ärztevertretern, Patientenorganisationen, Verbraucherschützern und Sozialversicherungen die Kommission dazu auf, eine neue Strategie zur Verbesserung der Patienteninformation zu entwickeln. Diese solle in erster Linie darauf abzielen, die Lesbarkeit von Arzneimittelverpackungen und Beipackzetteln zu erhöhen und die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten über Arzneimittelverordnungen zu verbessern. pr/ps