Versicherungsschutz nach Scheidung

Policen prüfen

Auch, wenn’s schwer fällt: Geht das eheliche Glück zu Ende, ist es zunächst wichtig, dem jeweiligen Versicherer die Änderung der Anschrift und Bankverbindung mitzuteilen. Folgendes ist weiterhin zu beachten:

• Dringender Handlungsbedarf besteht für in der gesetzlichen Krankenkasse beitragsfrei mitversicherte und nicht berufstätige Ehepartner. Die müssen sich binnen drei Monaten nach der Scheidung um eine eigene Mitgliedschaft kümmern. Die Kinder bleiben unverändert mitversichert.

• Privat Krankenversicherte sollten bestehende Verträge, über die sie beide versichert sind, aufteilen lassen. Dadurch werden beide eigenständige Versicherungsnehmer und müssen nicht etwa über den Partner abrechnen.

• Bei der Privathaftpflichtversicherung ist der Ehepartner des Versicherungsnehmers auch während der Trennungsphase weiterhin mitversichert. Das ändert sich mit Ausspruch der Scheidung. Trotzdem sollte schon im Trennungsjahr jeder für einen eigenen Vertrag sorgen. Denn der Versicherungsschutz könnte in Gefahr geraten, wenn beispielsweise der Versicherungsnehmer die Prämie nicht zahlt oder möglicherweise einen neuen Partner mitversichert. Unabhängig davon bleiben die Kinder über die Police der Eltern versichert.

• Die Hausratversicherung bleibt prinzipiell beim Versicherungsnehmer. Ist er der ausziehende Partner, nimmt er diese mit in die neue Wohnung. Interessant: Diese Police gilt trotz Auszugs sogar für beide noch bis zu drei Monate nach der nächsten Prämienfälligkeit. Der im bisherigen Domizil bleibende Partner muss spätestens dann bei Bedarf einen eigenen Vertrag abschließen.

• In der Kfz-Versicherung ändert sich für den Versicherungsnehmer nichts. Wenn der mitfahrende Ehepartner wegen der Trennung erstmals ein eigenes Fahrzeug versichern möchte, steigt er schlimmstenfalls mit einem Beitragssatz von 240 Prozent ein. Mit dem Versicherer zu sprechen, lohnt sich, denn viele bieten günstigere Einstufungen.