Parodontologie

Parodontitis als Vorhersagevariable für Zahnverlust

Die Schwere der Parodontitis und das Parodontitisrisiko wurden in einer Studie an 523 Teilnehmern als Vorhersagevariable für Zahnverlust eingesetzt. Die Kombination dieser beiden Werte scheint den Zahnverlust besser vorhersagen zu können als die Einzelwerte und kann für die Therapieentscheidung oder Prognose herangezogen werden.

Zahnverlust kann die natürliche Folge einer Parodontitis sein. Von der erwachsenen Bevölkerung der USA existiert eine Stratifizierung von Schwere der Parodontitis, Risiko und Zahnverlust. Der Zahnverlust korreliert in dieser Population mit Schwere und Risiko. In der vorliegenden Studie wurde der Zahnverlust bei einer an Parodontitis erkrankten Population, die charakterisiert war durch die Kombination von Schwere und Risiko und in der die meisten Personen keine parodontale Behandlung erfuhren, untersucht. Die klinischen Befunde stammen von 523 Teilnehmern der Veterans Affairs Dental Longitudinal Study. Der Beobachtungszeitraum betrug 15 Jahre, in denen Schwere der Erkrankung, Risikoniveau und Anzahl der verloren gegangenen Zähne dokumentiert wurden. Die schrittweise Regressionsanalyse zeigte, dass die Erkrankungs- und Risikowerte den durchschnittlichen Zahnverlust vorhersagen konnten (p-Wert 0,0005 und 0,001). Die Schlussfolgerung der Studie war, dass der Zahnverlust durch eine Kombination aus Risikowert und Parodontalerkrankungswert genauer vorhergesagt werden kann als durch die Einzelwerte. Der Kombinationswert könnte eine Surrogatvariable für den Parodontalstatus sein. Da sich die Werte aus den klinischen Routineuntersuchungen ergeben, sind sie leicht zu gewinnen und können für viele Berechungen und Entscheidungsfindungen verwendet werden.

Quelle: Martin JA, Page RC, Krall
Kaye E, Hamed MT, Loeb CF.
Periodontitis severity plus risk as a
tooth loss predictor.
J Periodontol 2009; 80:202-209