Special Olympics Deutschland (SOD)

Voller Erfolg in Garmisch

Mit einer Rekordbeteiligung und großer Zufriedenheit bei allen Mitwirkenden sind in Garmisch-Partenkirchen die Nationalen Special Olympics Winterspiele zu Ende gegangen. Zahnärzte aus vielen Teilen der Republik engagierten sich im Rahmen von Special Smiles. Dabei werden Athleten kostenlos untersucht.

Screening-Team: Zahnmedizinstudentin Elisa Bernardi und Dr. Christian Bolstorff Foto: BLZK

Die Schauspieler Bobby Brederlow und Erol Sander im Zahnputzdialog Foto: BLZK
Prof. Christoph Benz, Dr. Christoph Hils, Dr. Imke Kaschke, Roman Eichler, Bobby Brederlow Foto: BLZK

„Wir hatten Winterspiele von hoher Qualität, es hat einfach alles gestimmt“, so der Präsident des Organisationskomitees, Hans-Georg Hauser. SOD-Geschäftsführer Sven Albrecht resümierte: „Ausstrahlung in die Gesellschaft, mediale Öffentlichkeit, Impulse für Inklusion zu setzen – das haben wir mit diesen Winterspielen erreicht. Nun kommt es darauf an, diese positive Energie in die Alltagsarbeit mitzunehmen.“

Mit 700 Athleten waren es die teilnehmerstärksten Winterspiele. Begleitet wurden die Sportler von 300 Betreuern, 300 Angehörigen und rund 700 ehrenamtlichen Helfern – 150 davon allein im Gesundheitsprogramm „Healthy Athletes“. Noch nie standen – aus Sicht der Veranstalter – die Special Olympics so sehr im Fokus der Öffentlichkeit. Entscheidend dazu beigetragen habe nicht zuletzt das Engagement von großen Sportlern wie Felix Neureuther oder Magdalena Neuner, aber auch von Vertretern der Politik sowie von der Bevölkerung vor Ort. An der Eröffnungsfeier mit viel Lokalkolorit nahmen mehr als 3 000 Besucher teil. Die Lebensgefährtin des Bundespräsidenten Joachim Gauck, Daniela Schadt, zeigte sich begeistert von den Spielen und der dahinter stehenden Philosophie. Sie übernimmt von nun an die Schirmherrschaft für Special Olympics.

Bei einer eigenen Eröffnungsfeier von Healthy Athletes sprach BLZK-Präsident Prof. Christoph Benz das Grußwort. Wichtig sei, Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeiten zahnärztlicher Prävention in gleichem Maß zu eröffnen wie Menschen ohne Behinderung. Die Bayerische Landeszahnärztekammer hatte – unterstützt von der Landesarbeitsgemeinschaft Zahngesundheit (LAGZ) – auch bei diesen Spielen wieder das zahnärztliche Untersuchungs- und Beratungsprogramm „Special Smiles“ als Teil des Gesundheitsprogramms Healthy Athletes organisiert. Finanziell gefördert und personell unterstützt wird Special Smiles in Deutschland maßgeblich durch die Firma Wrigley.

Drei zahnärztliche Teams, zwei Zahnärztinnen sowie drei Zahnmedizinstudenten der LMU und sechs weitere Helfer wirkten ehrenamtlich mit. Ihnen dankte die Leiterin des Healthy-Athletes-Programms, Dr. Imke Kaschke, ausdrücklich für ihr Engagement. „Es ist erfreulich, dass unser zahnärztliches Untersuchungs- und Beratungsprogramm auf immer stärker wachsendes öffentliches Interesse stößt“, sagte Dr. Christian Bolstorff, ehemaliger Berliner Kammerpräsident und seit vielen Jahren ehrenamtlich für Special Smiles bundesweit tätig. „In den Jahren hat sich die Mundgesundheit bei den Athleten sehr verbessert, man sieht die Erfolge der Fluoridierung.“ Dies stellte auch der Hil-desheimer Zahnarzt und Clinical Director Special Smiles Dr. Christoph Hils fest: „Auch wenn es sicherlich eine Positivauswahl der

Menschen mit geistiger Behinderung ist und keineswegs repräsentativ für alle Menschen mit Behinderung, die wir im Rahmen von unserem Special-Smiles-Screening sehen, so ist doch der erfreulich gute Sanierungsgrad positiv festzustellen. Wir haben bei unseren Untersuchungen keine dramatischen Ausreißerbefunde festgestellt.“ Es wurden 254 Athleten untersucht, 600 von GABA gesponsorte Mundspülungen und 1 000 GABA- beziehungsweise Colgate-Zahnpasten sowie 6 000 Wrigley-Zahnpflegekaugummis und 400 Äpfel verteilt. sf/pm

Weitere Bilder
Bilder schließen