Neue Broschüre der BZÄK

Engagement mit BISS

Corporate Social Responsibility (CSR) – unter diesem etwas sperrigen Begriff steht der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen und Organisationen. Die Zahnärzteschaft ist sich ihrer Rolle in der Gesellschaft bewusst und hat zahlreiche Aktivitäten entwickelt. Wie groß das Spektrum tatsächlich ist, dokumentiert BISS, eine neue Broschüre über das Engagement des Berufsstands.

Die neue Broschüre geht auf viele Facetten des Engagements im Berufsstand ein: Hier geht es zum Beispiel um die Zusammenhänge von Zahn- und Allgemeinerkrankungen. Foto: BZÄK

Markanter Blickfang – das Cover von „BISS“ Foto: BZÄK
Gesunde Zähne und gesunder Körper: Gefragt ist der Querschnittsblick bei der Prävention. Foto: BZÄK

„Wir haben BISS und handeln mit Verantwortung. Nachhaltiges Engagement der deutschen Zahnärzteschaft“ – so lautet der Titel einer neuen Broschüre, die die Bun-deszahnärztekammer aufgelegt hat. Diese können Zahnärzte bei ihrer Landeszahnärztekammer anfordern. Zahnärzte seien „für weit mehr als nur für den Mund zuständig“, das Klischee des Löcherbohrens und Zähneziehens sei längst überholt, heißt es zur Zielsetzung im Vorwort der Broschüre. Denn Zahnärzte spielten in- zwischen etwa bei der Früh- erkennung und Behandlung ganzkörperlicher Erkrankungen wie Rheuma, Diabetes oder Krebs eine  bedeutende Rolle. Mit Projekten für sozial Schwache, für Pflegebedürftige oder für Menschen in Not setzen sie Zeichen nicht nur vor der eigenen Haustür, sondern weltweit.

Die Broschüre dokumentiere diese besondere Verantwortung des Berufsstands für die Gesellschaft und umreiße das Engagement der Zahnärzte in seiner ganzen Bandbreite, erklärt Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK. „Gerade wir als Freiberufler und Heilberufler stellen uns diesen Aufgaben in besonderem Maße. Unser Know-how ist stärker gefragt denn je, eine Aufgabe, der wir uns weiterhin mit aller Kraft stellen werden.“

BISS ist auch als Beitrag des zahnärztlichen Berufsstands zum Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Corporate Social Responsibility gedacht. Der Aktionsplan versteht sich als Startschuss für eine strategische Allianz zur Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen in Deutschland. Auch die Zahnärzteschaft als Freiberufler sind Teil dieser Unternehmenskultur. Ein nationales CSR-Forum unterstützt die Bundesregierung bei der Umsetzung.

Die neue Broschüre geht auf viele Facetten ein und geht damit weit über den CSR-Ansatz hinaus. Hier die wichtigsten Themen:

• Diabetes und Rheuma:

Zahnmediziner sind „viel mehr als Ärzte für gesunde Zähne“, sondern wirken bei der Prävention und Behandlung unterschiedlicher Krankheiten mit.

• Gesunde Zähne – gesunder Körper:

Volkskrankheiten beeinflussen die Mundgesundheit, deshalb gehört zu einer umfassenden Prävention stets der geschulte Querschnittsblick. Die gemeinsame Forschung von Medizin und Zahnmedizin birgt ein immenses Potenzial.

• Von Karies bis Krebs:

Zahnärzte können verschiedenste Erkrankungen frühzeitig im Mund erkennen. Dazu gehört die Früherkennung von Mundhöhlenkrebs genauso wie die Aufklärung über Risikofaktoren wie Rauchen oder Alkohol.

• Gruppenprophylaxe:

Zahnärzte leisten in Schulen und Kindergärten erfolgreiche Aufklärungsarbeit vor Ort.

• Tabuthema häusliche Gewalt:

Erste Anzeichen von Misshandlung können häufig vom Zahnarzt erkannt werden.

• Von Magersucht bis Bulimie: Psychosomatische Erkrankungen können schon in der Mundhöhle erkannt werden.

• Mund auf gegen Blutkrebs:

Die BZÄK hat eine Initiative mit der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gestartet, bei der Zahnärzte helfen sollen, potenzielle Stammzellenspender im Kampf gegen Blutkrebs zu finden.

• Engagement für Pflegebedürftige, für immobile Patienten und für Menschen mit Behinderungen:

Mit dem Konzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“ hat die Zahnärzteschaft Vorschläge für eine bessere zahnmedizinische Versorgung dieser Patientengruppe vorgelegt und fordert deren politische Umsetzung.

• Soziales Engagement:

Es gibt zahlreiche ehrenamtliche Initiativen zur Hilfe für sozial Schwache, Obdachlose, Migranten, Menschen in sozialen Brennpunkten sowie Aktionen für Bedürftige in aller Welt. Vor allem das Hilfswerk Deutscher Zahnärzte leistet in Krisengebieten weltweit fundierte Hilfestellung.

• Vereinbarkeit von Familie und Beruf:

Die BZÄK setzt sich zusammen mit den Zahnärztekammern für familienfreundliche Arbeitsbedingungen im Berufsstand ein.

• Wirtschaftsimpulse setzen:

Nicht zuletzt ist die Dentalbranche mit 400 000 Arbeitsplätzen ein starker Wirtschaftsfaktor für Deutschland.


Weitere Bilder
Bilder schließen