Praxisführung

Früh auf Konflikte im Team reagieren

Foto: MEV

Nur wenn Irritationen und latent vorhandene oder offene Konflikte rechtzeitig beseitigt werden, unterbleiben atmosphärische Störungen im Team, die den gesamten Praxisablauf blockieren können.

Darauf verweist die Praxisberaterin Ute Jürgens aus Lilienthal und unterstreicht: „Auch wenn es kein Zahnarzt gern macht, aber Konfliktgespräche sind Aufgabe der Führungskraft“. Entscheidend für die Entstehung von Konflikten sei in den meisten Fällen eine unzureichende Kommunikation unter den Mitarbeitern, die zu Missverständnissen führe.

Den Verlauf von Konflikten könne man auf die Formel „Je später der Versuch einer Klärung, desto schwieriger wird sie“ bringen. Daher ihr Rat: Konflikte sollten frühzeitig angesprochen werden. Hierzu gehörten ’feine Antennen’ der Praxisinhaber und die Fähigkeit, ausgleichend zu wirken.

Zunächst sollte der Konflikt konkretisiert werden: Worum geht es tatsächlich? Hierbei sollten die beteiligten Kontrahenten die Möglichkeit erhalten, den Sachverhalt aus der jeweiligen subjektiven Sicht zu schildern.

Die zentrale Frage dabei sei: „Versteht unser Gegenüber, was wir meinen oder interpretiert es das Gesagte anders?“, so die Expertin. Wenn der Konflikt klar benannt sei, so Jürgens, sei der nächste Schritt, Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.