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Die Rolle des Physiotherapeuten bei CMD

Abbildung: Querfriktionen am M. masseter superficialis lösen fibrosierte Muskelfasern, reduzieren den Schmerz, regulieren den Muskeltonus und dehnen den Muskel. Alle Fotos: Sander / Walter Cimbal

Abbildung: Befundbogen Physiotherapie Foto: Denta Concept Ahlers/Jakstat
Abbildung: Die Dehnung des M. masseter verbessert die Beweglichkeit und reguliert den Muskeltonus.
Abbildung: Die „Manuelle Therapie“ zur Mobilisation der Kiefergelenke wirkt direkt über Traktion im Gelenk.
Abbildung: Aktive Übungsbehandlung: Kombinationsübung – Mundöffnung mit HWS-Rotation
Abbildung: Tapeanlagen bei CMD: Entlastung der Kaumuskulatur, M. masseter superficialis
Abbildung: Entlastung der Kaumuskulatur, M. masseter und M. sternocleido mastoideus
Abbildung: Entlastung des M. masseter und des M. digastricus durch das Tape
Abbildung: Muskeltape mit Crosslink (Trigger-punkte) etwa bei Zahnbehandlungen zur Entlastung
Abbildung: Lymphtape zur Entlastung der Lymphbahnen (operative Eingriffe)
Abbildung: HWS – klassisch: Entlastung und Stabilität der Halswirbelsäule
Abbildung: Aktive Mundöffnung unter taktiler Führung des Unterkiefers zur Stabilisation der symmetrischen Mundöffnung
bbildung: Verordnungsbogen für eine physiotherapeutische Mitbehandlung Foto: Denta Concept Ahlers/JakstatDenta Concept Ahlers/Jaksta
Martina Sander, Physiotherapeutin 1981 Staatsexamen Krankengymnastik, 1986 selbstständig in eigener Praxis, 1985 bis 1989 Ausbildung zur Manualtherapeutin nach Cyriax und Kaltenborn-Eventh-Konzept, 1988 Ausbildung zur Bobath-Therapeutin, 1988 bis 1990 Orafaziale Regulations-Therapie nach Castillo-Morales, 1997 bis 2000 Cranio-Sacrale-Osteopathie, 2007 Manualtherapeutische Diagnostik und Therapie bei Tinnitus, Schwindel und Kopfschmerz, 2012 Myofunktionelle Therapie - Seit 1984 Mitarbeit in der Sprechstunde „Chronischer Gesichtsschmerz“, ZMK-Klinik UKE Hamburg, und im Arbeitskreis „Chronischer Gesichts- und Kiefergelenkschmerz“.Leitung diverser Physiotherapie-Curricula bei CMD. Foto: privat

Häusliches Übungsprogramm

Sehr wichtig ist beim gesamten Behandlungsverlauf die frühzeitige Einbindung des Patienten in ein systematisches, häusliches Übungsprogramm mit nachhaltiger Verhaltensänderung. Ein individuelles häusliches Übungsprogramm zum Erhalt der Beweglichkeit und zur Rezidivprophylaxe sowie eine Haltungskorrektur für den Patienten werden erstellt. Das Ziel des häuslichen Übungsprogramms besteht darin, nach dem Ende einer Behandlungssitzung das erreichte Behandlungsergebnis bis zur nächsten Behandlung zumindest zu er- halten, wenn nicht sogar zu verbessern. Die Grundlage besteht dabei in der Stabilisierung der Muskulatur wie auch in der Einübung korrigierter Bewegungsmuster. Die neurophysiologische Grundlage dieser Korrektur besteht in der Bahnung (korrigierter) bedingter Reflexe. In der Praxis ist der wichtigste Bestandteil dieses häuslichen Übungsprogramms die Einübung einer symmetrischen, schmerzfreien Mundöffnungsbewegung.

Das Übungsprogramm wird häufig mit Tape-Anlagen unterstützt.

Physiotherapeutische Mitbehandlung

Die Zusammenarbeit kann nur bei einer präzisen Übermittlung der zahnärztlichen Fragestellung beziehungsweise des Untersuchungs- und Behandlungsauftrags sowie des Ergebnisses der Behandlung vorhersehbar erfolgreich sein. Im Rahmen der fachlichen Weiterentwicklung gibt es heute einen „Verordnungsbogen Physiotherapie“. Dieses Formular ergänzt das zahnärztliche Rezept, wird zum Zeitpunkt der Untersuchungs- beziehungsweise Therapieanforderung ausgestellt und dem Patienten mitgegeben. Gleichzeitig dient es der Dokumentation der physiotherapeutischen Behandlung sowie der Abstimmung über deren Ergebnisse. Die Tapeanlagen können vom Arzt verordnet werden, vor oder nach zahnärztlichen und oralchirurgischen Behandlungen.

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