Praxis

Die schwangere Mitarbeiterin

Nachwuchs - eine freudige Angelegenheit fürwahr. Aber auch verbunden mit Pflichten: Wenn die Mitarbeiterin schwanger ist, muss der Zahnarzt als Arbeitgeber die Bestimmungen zum Mitarbeiterschutze beachten.

Was darf die schwangere Mitarbeiterin, was darf sie nicht? Das Mutterschutzgesetz gibt Antworten darauf, welche Arbeiten in der Praxis noch gestattet sind. teracreonte - Fotolia

Für Zahnärzte als Arbeitgeber wichtig: Im Mutterschutzgesetz sind die Bestimmungen für werdende Mütter geregelt. Mauritius Images

Sobald eine Mitarbeiterin einer Zahnarztpraxis ihre Schwangerschaft bekannt gibt, hat der Praxisinhaber zu reagieren. Er muss diverse Pflichten erfüllen, die sich aus den gesetzlichen und untergesetzlichen Regelungen zum Mutterschutz ergeben. Diese Vorschriften, ihre Auswirkungen und etwaige arbeitsrechtliche Reaktionsmöglichkeiten sollen hier dargestellt werden.

Zunächst hat der Arbeitgeber der zuständigen Bezirksvertretung die Schwangerschaft anzuzeigen. Hierzu muss er folgende Daten mitteilen:

• den Namen der Mitarbeiterin

• den voraussichtlichen Entbindungstermin

• die von der Schwangeren ausgeübte Tätigkeit

• deren Arbeitszeit

Generelle Beschäftigungsverbote

Unabhängig von der ausgeübten Tätigkeit gelten für alle werdenden Mütter die Beschäftigungsverbote in den §§ 3 Abs. 2, 6 Abs. 1 Mutterschutzgesetz (MuSchG): In den letzten sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin und acht Wochen nach der Entbindung – bei Früh-/Mehrlingsgeburten zwölf Wochen nach der Entbindung – dürfen (werdende) Mütter nicht beschäftigt werden. Auf den Mutterschutz vor der Geburt können die Frauen verzichten. Dieser Verzicht kann jederzeit widerrufen werden.

Ferner dürfen schwangere Mitarbeiterinnen nicht mit Tätigkeiten beauftragt werden, die wegen der Begleitumstände die Gesundheit von Mutter und/oder Kind gefährden (§ 4 MuSchG). Verboten sind insbesondere

• schwere körperliche Arbeiten,

• Arbeiten, bei denen die Beschäftigten der Gefahr einer Erkrankung oder einer Gesundheitsschädigung ausgesetzt sind,

• nach Ablauf des fünften Schwangerschaftsmonats Arbeiten, bei denen die schwangeren Mitarbeiterinnen ständig stehen müssen, sofern diese stehende Tätigkeit täglich mehr als vier Stunden andauert.

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