Medizin

Auf außergewöhnliche Erstsymptome achten

Rund 300000 Menschen sind hierzulande an einer Parkinson-Krankheit, im Volksmund auch Schüttellähmung genannt, erkrankt. Die Symptome werden oft erst vergleichsweise spät erkannt und nicht selten fehlgedeutet. Dabei gibt es charakteristische Frühzeichen wie Riechstörungen, REM-Schlaf-Störungen oder Auffälligkeiten im Bewegungsverhalten. Bei der Behandlung des Parkinson-Syndroms macht vor allem immer wieder die tiefe Hirnstimulation Schlagzeilen.

Akinese, Rigor, Tremor – das sind nur die Leitsymptome des Dopaminmangels beim Parkinson. Foto: DocStock

Die Neurodegeneration beeinträchtigt unter anderem die Halte- und Stellreflexe, was oft eine gebeugte Körperhaltung nach sich zieht. Foto: Grafikatelier Riediger
Ursache der Parkinson-Krankheit sind degenerative Veränderungen im extrapyramidalmotorischen System im Gehirn. Foto: DocStock
Auffälligkeiten beim Zeichnen eines Zifferblatts können die Entwicklung einer Parkinson-Demenz anzeigen. Foto: zm-km
Üblicherweise wird die Parkinson-Krankheit zunächst mit L-Dopa oder Dopaminagonisten behandelt. Foto: © Nenov Brothers - Fotolia.com
Im Verlauf der Erkrankung drohen zunehmende Beeinträchtigungen der Mobilität und der Selbstständigkeit im Alltag. Foto: Mauritius Images
Klinisch manifestiert der Parkinson sich im Allgemeinen erst, wenn bereits rund zwei Drittel der Dopamin-produzierenden Zellen zugrunde gegangen sind. Foto: © Zerbor - Fotolia.com

Das Parkinson-Syndrom (PS) gehört zu den häufigen neurologischen Krankheitsbildern in unseren Breitengraden. Das Krankheits- risiko steigt mit dem Lebensalter, so dass aufgrund der demografischen Entwicklung mit einer weiter zunehmenden Zahl an Patienten hierzulande zu rechnen ist. Die Erkrankung beginnt meist zwischen dem 50. und dem 80. Lebensjahr, kann sich in seltenen Fällen aber auch bereits vor dem 40. Lebensjahr manifestieren. Die Prävalenz liegt bei etwa einem Prozent der über 60-Jährigen, wobei Männer etwas häufiger betroffen sind.

Namensgeber der Parkinson-Krankheit ist der Londoner Arzt und Apotheker James Parkinson (1755–1824), der das Krankheits bild als erster als sogenannte „shaking palsy“ – also als Schüttellähmung – beschrieben hat.

Das Parkinson-Syndrom basiert auf einer degenerativen Veränderung im extrapyramidal-motorischen System (EPMS) im Gehirn. Es kommt dabei zum Absterben der Dopamin produzierenden Zellen in der Substantia nigra, wobei das PS im Allgemeinen erst symptomatisch wird, wenn bereits rund zwei Drittel der dopaminergen Zellen zugrunde gegangen sind. Die Erkrankung entwickelt sich entsprechend langsam schleichend und nimmt einen progredienten Verlauf.

Kardinalsymptome sind Akinese, Rigor und Tremor

Leitsymptom des PS ist die Bradykinese bis hin zur Akinese, also eine Bewegungs- armut bis zur völligen Unbeweglichkeit. Betroffen ist meist der gesamte Organismus, was die vielfältige Symptomatik erklärt. So zeigen die Patienten in aller Regel ein reduziertes Muskelspiel im Gesicht, was zum sogenannten Maskengesicht (Hypo-mimie) führt. Die Stimme wird leiser und undeutlich (Mikrophonie), das Schlucken verzögert sich, was sich in einem scheinbar vermehrten Speichelfluss bemerkbar macht. Die Geschicklichkeit der Hände lässt nach, das Schriftbild wird kleiner (Mikrographie), die Rumpfbewegungen sind erschwert und das Gangbild wird kleinschrittig und schlurfend.

Von einem Parkinson-Syndrom ist auszu- gehen, wenn zusätzlich zur Akinese ein Rigor und/oder Ruhetremor und/oder eine posturale Instabilität, also eine Störung der aufrechten Körperhaltung besteht. Der Rigor ist bedingt durch eine unwillkürliche Anspannung der gesamten quer gestreiften Muskulatur, was oft Muskel-schmerzen zur Folge hat. Die Störung kann sich durch das sogenannte Zahnradphänomen zeigen, ein ruckartiges Nachgeben des Muskeltonus bei passiver Bewegung einer Extremität. Es kommt dadurch zum Bild einer abgehackten Bewegung gegen einen erhöhten Widerstand, so als würde die Extremität über ein Zahnrad gezogen.

Die posturale Instabilität basiert auf einer Störung der Stellreflexe, wobei vor allem die kleinen, raschen reflektorischen Ausgleichsbewegungen beeinträchtigt sind. Es resultiert eine Gang- und Standunsicherheit mit erhöhter Sturzneigung. Die Patienten werden unsicher und beginnen zu trippeln.

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