Koordinierungskonferenz Hilfsaktionen

Das gute Image stärken

Etliche Hundert Hilfseinsätze werden jährlich von Zahnmedizinern aus Deutschland vor Ort und in der ganzen Welt erbracht. Ehrenamtlich und oft unter erschwerten Bedingungen. Um von den Erfahrungen der anderen zu lernen, bietet die Bundeszahnärztekammer alle zwei Jahre im Rahmen der IDS den Akteuren eine Plattform für den gegenseitigen Austausch.

Eröffnung der KoKo auf der IDS in Köln (v.l.n.r.): Jette Krämer, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der BZÄK, Dr. Wolfgang Schmiedel, Vorstandsreferent der BZÄK für Soziale Aufgaben/Hilfsorganisationen, und Prof. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK. Fotos: BZÄK/Sandra Irmler

Fotos: BZÄK/Sandra Irmler
Charles Pilipili (stehend im Bild), zuständiger FDI-Direktor für Afrika, nutzte die KoKo, um die Teilnehmer für fehlende Ausbildungsprogramme in vielen afrikanischen Staaten zu sensibilisieren. „Wenn wir gute Zahnmediziner ausbilden wollen, brauchen wir eure Unterstützung“, ließ Pilipili sich übersetzen. Fotos: BZÄK/Sandra Irmler

„Das ist die größte Koordinierungskonferenz, die die BZÄK je hatte“, freute sich Dr. Wolfgang Schmiedel, Vorstandsreferent der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) für Soziale Aufgaben und Hilfskationen, mit Blick auf den vollen Saal der Kölner Messehalle. Mehr als 80 Teilnehmer diskutierten in diesem Jahr über soziale Projekte, Fördermittel, Öffentlichkeitsarbeit und das Image des Berufsstands – darunter Gäste aus Afrika, Italien, Portugal und Haiti sowie Vertreter der World Dental Federation (FDI). Für ihn sei die Konferenz eine „Herzensangelegenheit“, sie habe hohe politische Auswirkungen, denn durch sein großes soziales Engagement werde der Berufsstand auch in der Politik positiv wahrgenommen und anerkannt, betonte Schmiedel.

Prof. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der BZÄK, unterstrich die Anerkennung der Standesorganisationen für das Engagement der Hilfsakteure. Die BZÄK nehme ihre Aufgabe, Aktivitäten zu bündeln, Hemmnisse zu beseitigen und das Engagement der Akteure in die Öffentlichkeit zu bringen, sehr ernst. Es gelte, die fachliche Kompetenz nicht nur in der eigenen Praxis zu leben, glaubwürdig zu sein und klare Signale zu setzen. Wer der Gesellschaft durch überzeugendes Engagement etwas gibt, werde in der Politik als wichtiger Player erkannt. Unterstützt wird die Koordinierungskonferenz vom Verband der Deutschen Dental-Industrie e. V. (VDDI). Deren Vorsitzender Dr. Martin Rickert betonte, die IDS diene nicht nur dazu, Produkte zu zeigen und Geschäfte zu machen, die Messe sei vielmehr ein „Netzwerk von menschlichen Beziehungen“. Die Industrie als Mitglied der Dentalfamilie sei Teil der „Verantwortungsgesellschaft“.

Zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit

Das soziale Engagement der deutschen Zahnärzteschaft ist vielfältig: Über 100 Millionen Euro Spendengelder wurden in den vergangenen 20 Jahren für zahnärztliche Hilfsprojekte eingesetzt – von Prophylaxe-Projekten im Himalaya über die Versorgung Aidskranker in Kenia bis hin zu Obdachlosenhilfe oder Förderunterricht für Flüchtlinge in Bonn. Das Problem: „Das Engagement der deutschen zahnärztlichen Hilfsorganisationen wird in der breiten Öffentlichkeit viel zu wenig wahrgenommen“, betonten Schmiedel und Oesterreich. Ihre Botschaft an die Konferenzteilnehmer lautete deswegen: „Tue Gutes und rede auch darüber.“ Nur so könne die Öffentlichkeit erfahren, wie vielfältig das Engagement der Zahnärzteschaft vor der eigenen Haustür und weltweit sei. Doch wie wird ein soziales Projekt überhaupt erfolgreich? Über diese Frage referierte Dr. Sunniva Engelbrecht von „startsocial“, einem Netzwerk unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, das ehrenamtliche Projekte und Initiativen über die Vergabe von Beratungsstipendien fördert. Die Idee: Vier Monate lang bekommen die Projekthelfer zwei Berater an die Seite gestellt. Gemeinsam werden dann Strategien und Konzepte erarbeitet, um den Projekten neue Impulse zu verleihen oder um Schwierigkeiten auszuräumen.

Referent Daniel Montua stellte anschließend das Netzwerk „Engagement Global“ vor, das im Auftrag der Bundesregierung arbeitet und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert wird. Es dient als zentrale Anlaufstelle im Netz für verschiedene Hilfsprojekte. Zudem berät Engagement Global Einzelpersonen und Hilfswerke zu entwicklungspolitischen Vorhaben und fördert sie auch finanziell. Montua appellierte an die Kongressteilnehmer sich mit ihren Projekten bei der Plattform anzumelden: „Die Vernetzung untereinander ist unerlässlich.“ Nur so könne Reichweite erzeugt werden.

 

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