Repetitorium Allergien

Am besten effektiv vorbeugen

Der Entwicklung allergischer Erkrankungen wie beispielsweise dem atopischen Exzem lässt sich vorbeugen. Foto: OKAPIA

Die Experten plädieren in puncto Allergieprophylaxe weiterhin für das Stillen. Foto: OKAPIA
Der reichliche Verzehr von Fisch in der Schwangerschaft ist eine gute Prophylaxe gegen Allergien beim Kind. Foto: © JackF – Fotolia.com
Raucht die Mutter, steigt beim Kind das Asthmarisiko. Foto: Caro- Keunecke
Bei Verdacht wird mit einem Hauttest (Pricktest) nach auslösenden Allergenen gefahndet. Foto: VISUM
Hunde sind für Allergiker in aller Regel unproblematisch. Anders ist das mit Katzen, so dass in Familien mit hohem Allergierisiko möglichst keine Katzen angeschafft werden sollten. Foto: © aleksandr – Fotolia.com
Wird im Haushalt geraucht, steigt bei einer Pollenbelastung bei Kindern das Allergierisiko. Foto: MEV
Besteht zum Beispiel eine Pollenallergie, so ist eine Desensibilisierungsbehandlung zu erwägen. Foto: doc-stock

Kontroverse Diskussionen zu Probiotika

Keinen Hinweis gibt es laut Leitlinie dafür, dass diätetische Restriktionen gleich welcher Art einen relevanten Einfluss auf das Allergierisiko haben. Es ist ebenso wenig belegt, dass die Gabe potenzieller Nahrungsmittelallergene vor dem vollendeten vierten Lebensmonat präventiv wirksam ist. Hinweise auf protektive Effekte gibt es lediglich zum Fischkonsum, so dass die Experten explizit dazu raten, durchaus auch Fisch mit in die Beikost aufzunehmen. Die Studienlage bezüglich der Vitamin-D-Spiegel und gegebenenfalls einer Vitamin- D-Supplementierung und allergischen Erkrankungen ist nach den aktuellen Angaben widersprüchlich, wobei es sogar Hinweise auf eine höhere Ekzemprävalenz bei hohen Vitamin-D-Spiegeln gibt. Die Datenlage wurde laut Leitlinie als nicht ausreichend angesehen, um Empfehlungen zu verabschieden.

Kontrovers diskutiert wird ebenfalls der Nutzen von Probiotika und Präbiotika zur Allergieprävention, ein konsistenter präventiver Effekt ist nicht belegt. Die Leitlinienautoren konnten sich vor diesem Hintergrund nicht zu einer eindeutigen Empfehlung entschließen. In einer Stellungnahme aber wird erklärt, dass ein präventiver Effekt bisher nur für das atopische Ekzem dargestellt wurde und dass eine generelle Empfehlung zu konkreten Präparaten, Applika-tionsformen und Dauer und Zeitpunkt der Gabe vor allem auch aufgrund der Heterogenität der Bakterienstämme und der Studiendesigns nicht gegeben werden kann. Eindeutig wird dazu geraten, bei Kindern auch im Hinblick auf das Allergierisiko unbedingt zu versuchen, der Entwicklung von Übergewicht und Fettleibigkeit entgegenzuwirken. Denn es besteht eine direkte Assoziation zwischen einem hohen Body-Mass-Index (BMI) der Kinder und einem erhöhten Asthmarisiko.

Hund ja – Katze nein

In der aktuellen Expertenstellungnahme wurde die positive Beurteilung einer frühen unspezifischen Immunstimulation beibehalten. Denn es gibt gute Hinweise, dass diese vor der Entwicklung allergischer Erkrankungen schützt. So bestätigt beispielsweise eine aktuelle Meta-Analyse eine signifikante Risikoreduktion um rund 30 Prozent für Asthma-Symptome durch das Aufwachsen auf einem Bauernhof. Auch der Besuch einer Kindertagesstätte in den ersten zwei Lebensjahren und eine höhere Anzahl älterer Geschwister beugen offenbar der Allergieentwicklung vor. Differenziert wird das Thema Haustierhaltung betrachtet. In Nicht-Allergierisiko behafteten Haushalten gibt es demnach keine Notwendigkeit zur Beschränkung bei der Anschaffung von Haustieren und auch für Risikopersonen sind laut Leitlinie Haustiere nicht grundsätzlich tabu. Eine Ausnahme stellen lediglich Katzen dar. Daher sollten in Familien mit erhöhtem Allergierisiko keine Katzen angeschafft werden. Da die Studienlage allerdings insgesamt widersprüchlich ist, wird in den Leitlinien explizit keine Empfehlung zur Abschaffung einer bereits im Haushalt lebenden Katze ausgesprochen. Anders sieht die Situation bei Hunden aus, denn die Hundehaltung ist offensichtlich nicht mit einem höheren Risiko für Allergien verbunden. Im Gegenteil: Das Halten von Hunden geht einer aktuellen Metaanalyse zufolge mit einer signifikanten Risikoreduktion von 28 Prozent für das atopische Ekzem und einer nicht-signifikanten Risikoreduktion von 23 Prozent für das Asthma bronchiale einher.

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