S3-Leitlinie Prothetik verabschiedet

Leitlinie Kronen und Brücken aus Vollkeramik

Bei der AWMF ist seit dem 19. Februar erstmals eine S3-Leitlinie zu vollkeramischen Kronen und Brücken abrufbar. In einem über zweijährigen Prozess wurde federführend durch die DGPro und die DGZMK in Zusammenarbeit mit zwölf weiteren beteiligten Fachgesellschaften und Institutionen die vorhandene wissenschaftliche Evidenz zur Langzeitbewährung vollkeramischer Kronen (Vollkronen) und Brücken (3-gliedrige Brücken) ausgewertet.

Abbildung 1a: Präparierte Zahnstümpfe für Abformung vorbereitet. Prof. M. Kern

Abbildung 1b: Kronen aus Lithiumdisilikatkeramik auf dem Modell. Prof. M. Kern
Abbildung 1c: Eingegliederte Frontzahnkronen aus Lithiumdisilikatkeramik. Prof. M. Kern
Abbildung 2: Teilnehmer der Konsensuskonferenz (von links): Prof. Dr. Matthias Kern, Dr. Bernd Reiss, Gregor Bornes, PD Dr. M. Oliver Ahlers, Dr. Jörg Beck, ZTM Klaus Bartsch, Dr. Gunnar Meyer, ZÄ Kerstin Christelsohn, Prof. Dr. Florian Beuer. DGPro
Abbildung 3a: Vollkeramische Kronen und Brücken auf Modell. Prof. M. Kern
Abbildung 3b: Verblendete Zirkonoxid- keramikbrücke mit lingualer Zirkonoxid-girlande. Prof. M. Kern
Abbildung 3c: Eingegliederte vollkeramische Restaurationen. Prof. M. Kern
Abbildung 4a: Vollkeramische Adhäsivbrücke aus verblendeter Zirkonoxidkeramik. Prof. M. Kern
Abbildung 4b: Vollkeramische Adhäsivbrücke von labial. Prof. M. Kern
Abbildung 4c: Vollkeramische Adhäsivbrücke von oral. Prof. M. Kern

Alle Leitlinien-Empfehlungen basieren auf klinischen Studien mit einem mindestens fünfjährigen Beobachtungszeitraum. Die komplette Leitlinie sowie der Leitlinienreport sind bei der AWMF verfügbar. Im Folgenden wird eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und Empfehlungen gegeben.

Vollkeramik-Einzelkronen im Frontzahnbereich

Silikatkeramiken (leuzitverstärkt) lieferten über einen Beobachtungszeitraum von fünf beziehungsweise elf Jahren im Frontzahnbereich (FZB) eine Überlebensrate von 100 beziehungsweise 98,9 Prozent [Fradeani und Redemagni, 2002; Wolleb et al., 2012]. Verblendete Lithiumdisilkatkeramiken (Abbildung 1) zeigten bei einer Beobachtungsdauer von fünf, acht oder zehn Jahren Überlebensraten zwischen 93,8 und 96,8 Prozent [Gehrt et al., 2013; Steeger, 2010; Valenti und Valenti, 2009]. Verblendete Aluminiumoxidkeramiken ohne Glasphase kamen bei Beobachtungszeiträumen von fünf bis zehn Jahren auf eine Überlebens- rate zwischen 96,7 und 100 Prozent [Kokubo et al., 2009; Fradeani et al., 2005; Odén et al., 1998; Odman und Andersson, 2001; Sorrentino et al., 2012; Walter et al., 2006; Zitzmann et al., 2007].

Aluminiumoxidkeramiken mit Glasphase lieferten ähnliche Ergebnisse [Steeger, 2010; Kokubo et al., 2011; Rinke et al., 2011; Segal, 2001]. Diese Keramiken sollten im FZB ihre Verwendung finden. Verblendete Zirkonoxidkeramiken hatten eine Überlebensrate zwischen 88,3 und 99,4 Prozent nach fünf Jahren Beobachtungsdauer [Monaco et al., 2013; Örtorp et al., 2012; Kerschbaum et al., 2009]. Da monolithische Lithiumdisilikatkeramik höhere Festigkeiten aufweist als verblendete Lithiumdisilikatkeramik und erfolgreich für Frontzahnbrücken verwendet wurde, wurde ein starker Expertenkonsens für ihre Empfehlung ausgesprochen. Die Überlebensraten vollkeramischer Frontzahnkronen sind vergleichbar mit denen aus Metallkeramik [Walton, 1999; Kerschbaum, 2004; Walton, 2013].

Vollkeramik-Einzelkronen im Seitenzahnbereich

Monolithische leuzitverstärkte Silikatkeramiken lieferten nach elf Jahren Beobachtungszeit eine Überlebensrate von 84,4 Prozent [Fradeani und Redemagni, 2002; Wolleb et al., 2012]. Verblendete Lithiumdisilkat-keramiken kamen in einem Zeitraum nach zehn Jahren auf eine Überlebensrate von 95,8 Prozent [Marquardt und Strub, 2006; Valenti und Valenti, 2009; Steeger, 2010; Gehrt et al., 2013].

Verblendete Aluminiumoxidkeramiken ohne Glasphase wiesen nach fünf bis zehn Jahren studienabhängig Überlebensraten von über 97 Prozent auf [Odman und Andersson, 2001; Zitzmann et al., 2007; Sorrentino et al., 2012]. Verblendete Aluminiumoxidkeramiken mit Glasphase lieferten nach fünf Jahren ähnlich hohe Überlebensraten [Segal, 2001; Steeger,2010]. Diese Keramiken sollten im Seitenzahnbereich (SZB) ihre Anwendung finden.

Für verblendete Zirkonoxidkeramiken kann aufgrund der Datenlage nur eine offene Empfehlung ausgesprochen werden. Die Überlebensraten nach fünf Jahren variieren stark zwischen 79 und 98 Prozent [Vigolo und Mutinelli, 2012; Kerschbaum et al., 2009]. Diese Keramik kann im SZB zur Anwendung kommen. Da monolithische Lithiumdisilikatkeramik höhere Festigkeiten aufweist als verblendete Lithiumdisilikatkeramik, und erfolgreich für Seitenzahnbrücken verwendet wurde, wurde ein Expertenkonsens für ihre Empfehlung als Krone für den SZB ausgesprochen. Die Überlebensraten der genannten vollkeramischen Seitenzahnkronen sind vergleichbar mit denen von Seitenzahnkronen aus Metallkeramik [Walton, 1999; Walton, 2013; Kerschbaum, 2004].


Alle Leitlinien auf zm-online

Drei wissenschaftliche Fachgesellschaften aus der Zahnmedizin haben die S1-Handlungsempfehlung "Kompositrestaurationen im Seitenzahnbereich" herausgegeben.

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Bei der zahnärztlichen Behandlung von Crystal Meth-Abhängigen sollten spezifische Besonderheiten berücksichtigt werden. Die weltweit erste S3-Leitlinie soll auch Zahnärzten Handlungssicherheit geben.

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Bei der AWMF ist seit dem 19. Februar erstmals eine S3-Leitlinie zu vollkeramischen Kronen und Brücken abrufbar. In einem über zweijährigen Prozess wurde federführend durch die DGPro und die DGZMK in Zusammenarbeit mit zwölf weiteren beteiligten Fachgesellschaften und Institutionen die vorhandene wissenschaftliche Evidenz zur Langzeitbewährung vollkeramischer Kronen (Vollkronen) und Brücken (3-gliedrige Brücken) ausgewertet.

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Eine Aktualisierung der Leitlinie "Operative Entfernung von Weisheitszähnen" ist jetzt erschienen. Sie liegt jeweils als Fassung für Zahnärzte und für Patienten vor.

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Patienten mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte oder nach Tumoroperationen leiden mitunter an komplexen Formstörungen. Liegen diese im Nasen-Bereich, gibt eine neue Leitlinie Orientierung für Behandler.

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Erstmals wurde nach den offiziellen Regularien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) eine S3-Leitlinie zur Therapie periimplantärer Infektionen (periimplantäre Mukositis und Periimplantitis) entwickelt.

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Die erste S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Down-Syndroms (Trisomie 21) im Kindes- und Jugendalter ist da. Sie enthält zahlreiche Handlungsempfehlungen für Vorsorge, Diagnostik, Therapie und Entwicklungsförderung - auch für Zahnmediziner.

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Erstmals wurde federführend durch die DGI und die DGZMK eine S3-Leitlinie zur kaufunktionellen Rehabilitation bei Zahnunterzahl beziehungsweise Zahnverlust bei Patienten unter Antiresorptivatherapie (Bisphosphonate, Denosumab) entwickelt.

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Die Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT) hat in vier Kapiteln eine S2k-Leitlinie zur instrumentellen zahnärztlichen Funktionsanalyse erstellt. Die wichtigsten Informationen finden Sie hier zusammengefasst, beginnend mit dem ersten Kapitel zu den kinematischen Aspekten des Unter-kiefers: der instrumentellen Bewegungsanalyse.

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Rezidivierende Aphthen gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Jetzt ist die S2k-Leitlinie zur Diagnostik und zu Therapieoptionen von Aphthen und aphthoiden Läsionen erschienen.

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Die Versorgung von Kindern mit verschluckten und eingeatmeten Fremdkörpern ist Gegenstand einer neu erschienenen Leitlinie, an der die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) mitgearbeitet hat.

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Zentrales Ziel der Zahnerhaltung ist die Gesunderhaltung des naturgesunden beziehungsweise des kariesfreien, sanierten Gebisses. In der vorliegenden Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) werden grundlegende Empfehlungen zur Kariesprophylaxe bei bleibenden Zähnen formuliert.

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Die neue Leitlinie betrifft alle Patienten mit Unfall-bedingten Verletzungen an bleibenden Zähnen im Wechsel- und/oder im bleibendem Gebiss und schließt damit die Traumatologie der Milchzähne aus. Angemerkt werden muss, dass die Qualität der Evidenz aus klinischen Studien zum Versorgungsaspekt Zahntrauma niedrig bis sehr niedrig ist (Evidenzlevel III-IV). Aus diesem Grund sind die in der Leitliniengruppe formulierten Empfehlungen als Therapieoptionen beziehungsweise Behandlungsvorschläge („Soll“, „Sollte“ sowie „Kann“) zu verstehen.

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Das European Resuscitation Council (ERC) hat in seinen Leitlinien 2015 entscheidende Fragestellungen zur gesamten Reanimationskette auf Basis des bestehenden Wissenstandes aktualisiert. Die Empfehlungen sind klar formuliert: Frühes Erkennen der Situation und Verhindern eines Kreislaufstillstands, frühe cardiopulmonale Reanimation und frühe Defibrillation. Eine Zusammenfassung.

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