Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V. in Burundi

Menschen ein Lächeln schenken

Anfang des Jahres leitete der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg Dr. Oliver Blume aus München das Ärzteteam der Deutschen Cleft Kinderhilfe in Burundi. 20 Patienten konnten dort von ihrer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte befreit werden. Der Mediziner berichtet über einen für ihn „ganz besonders prägenden“ Hilfseinsatz.

Besonders schwerer Fall: Der 47-jährige Patient wurde sein Leben lang nur „Spalte“ genannt. Foto: Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V

Nach der OP. Foto: Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V
Dr. Oliver Blume und Gunther Au-Balbach von der Deutschen Cleft Kinderhilfe während einer Operation in Burundi. Einheimische Ärzte werden dabei geschult. Foto: Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V
Ein acht Monate altes Mädchen vor.... Foto: Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V
....und nach der OP seiner Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Foto: Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V
„Besonders ans Herz gewachsen ist unserem ganzen Team ein elfjähriges Mädchen, das mit seiner dementen Mutter zur Operation kam“, berichtet Blume. Ihr Name heißt bersetzt Zwilling. Da ihr Vater und alle sechs Geschwister tot sind, pflegt das Mädchen seine Mutter alleine. Foto: Deutsche Cleft Kinderhilfe e.V

Obwohl ich seit vielen Jahre nach Afrika reise, um Menschen mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten zu operieren, war mein jüngster Einsatz mit dem „Deutschen Cleft Kinderhilfe e. V.“ und „burundikids e. V.“ in Bujumbura, der Hauptstadt Burundis, ein ganz besonders prägendes Erlebnis. Die Menschen in Burundi, das jahrelang vom Bürgerkrieg gebeutelt war, haben tagtäglich mit bitterer Armut zu kämpfen. Der Gang zum Arzt oder gar in ein Krankenhaus ist für viele Menschen einfach nicht bezahlbar. Schon gar nicht, wenn es um eine Operation, wie den Verschluss einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte geht. Aus vielen Teilen des Landes sind die Hilfesuchenden zu uns gekommen, in der Hoffnung auf eine Operation: aus der Hauptstadt Bujumbura und ihrem ländlichen Umfeld, aus Ngozi im Norden und Rumonge im Süden, jeweils drei oder mehr Stunden mit dem Bus entfernt. Sie haben meist über das Radio erfahren, dass wir mit unserem Ärzteteam kommen, um ihnen zu helfen.

Man weiß ja nie, was einen im Ausland erwartet, so war ich wirklich erstaunt, ein so gut organisiertes Krankenhaus vorzufinden. Es sind oft Kleinigkeiten, die einen stressigen Operationstag für mein Team und mich leichter machen: das stärkende Mittagessen, das wir jeden Tag von der Leiterin des Krankenhauses bekamen, hat uns oft über den Zehn- bis Zwölf-Stunden-Tag gerettet. Eine so herzliche Stimmung habe ich selten in einem Krankenhaus erlebt, und weil alle so lernbereit und wissbegierig waren, konnten wir schon bei diesem ersten Einsatz eine angehende burundische Chirurgin und das Pflegepersonal schulen. Die Ausbildung des ugandischen Kollegen Dr. Deus zum LKG-Chirurgen konnten wir diesmal so weit abschließen, dass er mit meiner Assistenz bereits zwei Patienten operieren konnte. Es geht uns bei den Auslandseinsätzen nicht nur darum, direkt zu helfen und Patienten zu operieren, sondern vor allem darum, langfristige Hilfsprojekte aufzubauen. Der Deutsche Cleft Kinderhilfe e. V. hat darin eine jahrelange Erfahrung und hat seit 2002 in zehn Ländern Anlaufstellen für Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten ins Leben gerufen. Je nach Entwicklungsstand werden nicht nur Operationen durchgeführt, sondern auch wichtige Folgebehandlungen wie Kieferorthopädie, (Sprach-)Funktionstherapie und HNO angeboten. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf eine fundierte Ausbildung der Ärzte, Chirurgen und Therapeuten, denn langfristig verfolgen wir das Ziel, dass die Behandlungen durch Einheimische durchgeführt werden. Mit unserem Partner burundikids haben wir die besten Voraussetzungen, auch in Burundi ein nachhaltiges Projekt für LKG-Patienten aufzubauen. Der Verein, der sich seit 2003 für Kinderrechte und Bildung exklusiv in Burundi einsetzt, hat es geschafft, ein sehr gut funktionierendes Krankenhaus aufzubauen, und ist vor Ort sehr gut vernetzt. So versuchen wir sicherzustellen, dass auch nach den Operationen Kontakt zu den Patienten gehalten wird und sie zu einer Nachkontrolle wiederkommen können.

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