Qualität in der Medizin

Zahnheilkunde ist anders

Zu einem hochkarätig besetzten Workshop hatten die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) eingeladen. Experten aus Gesundheitspolitik, Wissenschaft und Selbstverwaltung diskutierten am 5. März zum Thema Qualitätssicherung medizinischer Behandlungen. Allen Beteiligten wurde dabei klar, dass die Spezifika des zahnärztlichen Versorgungsbereichs bei der Qualitätsbewertung berücksichtigt werden müssen.

Zu einem hochkarätig besetzten Workshop hatten die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) eingeladen. Foto: zm-mg

"Qualitätssicherung ist eine zentrale Aufgabe des Berufsstands." Dr. Peter Engel, BZÄK. Foto: zm-mg
"Zahnärztliche Qualität ist immer auf das individuelle Optimum bezogen." Dr. Wolfgang Eßer, KZBV Foto: zm-mg
"Beim Thema Qualität medizinischer Leistungen geht es um die Glaubwürdigkeit und Transparenz der Akteure." Dr. Christof Veit, IQTiG Foto: zm-mg
"Bei Zahnärzten gibt es kaum Schnittpunkte zu anderen medizinischen Sektoren." Prof. Dr. Ferdinand M. Gerlach, SVR Foto: zm-mg
"Viele Methoden zur Messung der Qualität sind in der Zahnmedizin obsolet." Andreas Brandhorst, BMG Foto: zm-mg
"Es wird Zeit, dass die Approbationsordnung reformiert wird." Prof Dr. Bärbel Kahl-Nieke, DGZMK Foto: zm-mg
"In der Zahnmedizin werden Patienten meist innerhalb des Sektors behandelt." Prof. Dr. Winfried Walther, Karlsruhe Foto: zm-mg
"Die Zahnärzteschaft hat ein hohes berufliches Ethos." Prof. Dr. Christoph Benz, BZÄK Foto: zm-mg
"Die hohe Behandlertreue der Patienten ist eine Auszeichnung." Dr. Jürgen Fedderwitz, KZBV Foto: zm-mg
"Für die zahnmedizinische Qualitätssicherung sind sektorspezifische Themen zu definieren." Prof. Josef Hecken, G-BA Foto: zm-mg

Zur Begrüßung stellten der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel, und der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Dr. Wolfgang Eßer, als Gastgeber die „Agenda Qualitätsförderung“ der Zahnärzteschaft in den Blickpunkt. So unterstrich etwa Engel, dass der Berufsstand die Förderung und Sicherung der Qualität als eigene zentrale Aufgabe begreife, und betonte, dass es in der Zahnmedizin aufgrund der sehr individuellen Behandlungssituationen und der Vielfalt der Behandlungsmethoden keine standardisierte Qualität geben könne. Engel: „’One fits all’ ist hier der falsche Weg.“ Es sei aber für die Zahnärzteschaft eine Selbstverständlichkeit, dem Patienten eine hohe Qualität zu liefern. „Qualität ist, wenn der Kunde zurückkommt, und nicht das Produkt“, so Engel. Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung und Leitlinien seien daher zu festen Bestandteilen in den Abläufen der zahnärztlichen Praxis geworden.

Qualitätskontrolle durch Berufsstand

Auf den einzelnen Patienten übertragen bedeute Qualitätsförderung eine gesteigerte Lebensqualität durch den Erhalt der natürlichen Zähne bis ins hohe Alter. Der Patient mit seinen Wünschen und Bedürfnissen sei der wichtigste Maßstab zahnärztlicher Arbeit. Engel: „Eine vertrauensvolle Zahnarzt-Patienten-Beziehung ist die Basis, ohne die zahnmedizinische Qualität langfristig nicht bestehen kann.“ Zur Qualitätssicherung habe die berufliche Selbstverwaltung ein bewährtes System aufgebaut. Die Zahnärzteschaft habe bewiesen, dass sie als Freier Beruf in der Lage ist, eigenständig Konzepte zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen Versorgung zu entwickeln und umzusetzen. „Dass Zwang und Kontrolle die Hoffnung auf eine bessere Qualität der Versorgung erfüllen, darf bezweifelt werden. Vielmehr sorgen die Überregulierung und die Bürokratisierung des Gesundheitswesens dafür, dass Zahnärzte immer weniger Zeit für ihre Patienten haben“, so Engel.

Der KZBV-Vorsitzende Dr. Wolfgang Eßer hob hervor, dass die Zahnärzteschaft mit ihrer Agenda auch deut-lich machen wolle, dass man sich „in einem kontinuierlichen internen Lern- und Überprüfungsprozess befindet für eine stetige Verbesserung der zahnmedizinischen Versorgung“. Ziel sei die ständige Verbesserung der Mundgesundheit der Bevölkerung. Die Förderung und die Sicherung von Qualität seien wesentliche Voraussetzungen für ein leistungsfähiges Gesundheitssystem. Die Initiativen des Berufsstands zur zahnärztlichen Qualitätsförderung wie die Patientenberatungsstellen, das Zweitmeinungsmodell oder das Gutachterwesen seien gelebte Selbstverwaltung im Sinne der Patienten. Eßer: „Die Zahnärzteschaft hat hier eine Vorreiterrolle im Gesundheitswesen übernommen.“

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