Fortbildung der BZÄK Südbaden

Lernen am Rande des Vergnügungsparks

Weit über 700 Zahnärztinnen und Zahnärzte und ebenso viele Mitarbeiterinnen aus dem Raum Südbaden, den angrenzenden Bundesländern und Frankreich trafen sich Anfang Mai im Tagungscenter des Europa-Parks in Rust. Namhafte Referenten stellten sich passend zum Tagungsmotto die Frage: „Was bleibt - was kommt?“ Der 40. und damit Jubiläumskongress setzte so neue Maßstäbe.

Dr. Norbert Struß, stellvertretender Vorsitzender der Bezirks-ZÄK freute sich über die hohe Beteiligung und Unterstützung der Industrieausstellung, die immer wieder Anlass gibt, zwischen einzelnen Vorträgen Neues für die Praxis kennen zu lernen. Fotos: IZZ/Ignatzi

Prof. Dr. Dr. Manfred Lütz, Theologe, Philosoph und Psychiater aus Köln, erklärte in seinem Festvortrag, warum die Gesundheit die neue Religion der Deutschen ist. Zwei seiner Thesen: „Gesund ist, wer nicht ausreichend untersucht wurde!“ Und: „Wer den Tod verdrängt, verpasst das Leben!“ Foto: F1online

Die Idee, den Fortbildungskongress der Zahnärztekammer Südbaden vom Titisee in die Tagungsräume des Vergnügungsparks Rust zu verlegen, stieß anlässlich des 40. Tagungsjubiläums offenbar auf Zustimmung, denn mit rund 1 500 Teilnehmern hatten die Veranstalter jedenfalls nicht gerechnet, so äußerte sich Dr. Peter Riedel, Vorsitzender der Bezirkszahnärztekammer in seinen Grußworten. Viele Praxisinhaber hatten auch gleich ihr ganzes Team mitgebracht und nach dem Lernen ging es am Spätnachmittag gemeinsam auf die Achterbahn.

Der Wissenschaftliche Tagungsleiter Prof. Dr. Elmar Hellwig aus Freiburg hatte Wissenschaftler und Praktiker eingeladen, die zeigten, wie man neue Erkenntnisse der Zahnmedizin im Praxisalltag umsetzen kann, die hier nur auszugsweise angerissen werden können. Hierzu gehörten auch Verfahren, mit denen der Zahnarzt direkte Restaurationen mit modernen, zahnfarbenen Materialien sofort durchführen kann.

Professor Dr. Roland Frankenberger, Marburg, stellte nun diese Methode der herkömmlichen indirekten Restauration gegenüber und bewertete sie aus seiner Erfahrung. Er plädierte eindeutig dafür, junge Patienten ausschließlich mit Komposit zu versorgen und so minimal wie irgend möglich zu präparieren. „Eine Indirekte Versorgung kann dann auch noch im höheren Erwachsenenalter erfolgen“. Sein Tipp: „Ist eine Kavität schwierig trocken zu halten, dann füllen Sie erst mit etwas Komposit an, formen ab und versorgen schließlich mit Keramik“. Prof. Dr. Christian Gernhardt, Halle, gab einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in der Endodontie und prüfte sie auf ihre Praxistauglichkeit. „Damit Sie langfristig Erfolg haben, ist es essenziell, infiziertes Hart- und Weichgewebe vollständig zu eliminieren“.

Dieses erfolgt mit einer Reihe von für jeden Bereich geeigneten modernen Feilsystemen und Desinfektionsmethoden. Besondere Beachtung haben Nickel-Titan-Aufbereitungssysteme gefunden, die in den letzten Jahren auf dem Markt einen großen Stellenwert eingenommen haben und dem Praktiker eine sichere Aufbereitung ermöglichen. Ohne Adhäsivtechnik gibt es heute keinen Praxisalltag mehr. Wie eine präzise, rand-dichte plastische Füllung in die Kavität kommt und vor allem einen Langzeiterfolg sichert, hängt immer noch von der Präparation der Kavität und der Haftfähigkeit sprich Vorbereitung der einzelnen Komponenten Zahnmaterial/Zahnfüllung ab.

Dr. Uwe Blunck, Berlin, gab hier einen Überblick über Möglichkeiten der sicheren Haftung an verschiedenen Substratoberflächen. Sein Credo: Alles ist möglich, es sollte nur immer genau geprüft werden, welche Materialien miteinander verbunden werden sollen. Prof. Dr. Dr. Rainer Schmelzeisen, Freiburg, warnte: „Versuchen Sie nie am Nerven vorbei zu implantieren! Das ist ein Kunstfehler! Die Komplikationen für den Patienten sind immens“. Sein Tipp bei Implantatverlust: „Wir haben 80 Prozent Erfolg in der vierten Dentition, nach Osteoplastik mit neuem Implantat.“

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